{"id":1486,"date":"2012-06-30T17:24:31","date_gmt":"2012-06-30T15:24:31","guid":{"rendered":"http:\/\/strubbelmiez.de\/?p=1486"},"modified":"2012-06-30T21:03:41","modified_gmt":"2012-06-30T19:03:41","slug":"wir-uben-jubilaums-partyalarm","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/strubbelmiez.de\/index.php\/wir-uben-jubilaums-partyalarm\/","title":{"rendered":"Wir \u00fcben Jubil\u00e4ums-Partyalarm"},"content":{"rendered":"<p><span style=\"color: #0000ff;\">\u201eEine Zeitung\u201c wurde am 29.06.2012 zwei Jahre alt. Mit zwei Jahren waren wir als Kindelein schon trocken und liefen mehr oder weniger gut koordiniert umher. \u201eEine Zeitung\u201c hatte es durch ihre Leistung und mit der hierdurch gro\u00dfen Fangemeinde geschafft, sicherer zu laufen. Jedoch bleiben die Augen der Leser aufgrund des Humors selten trocken, zumindest die unserer Praktikantin. Das war doch ein gelungener Vergleich, richtig? Unsere Schmierblattpraktikantin hatte die Ehre und durfte diese Veranstaltung besuchen, um z. B. etwas zu erleben. Wir haben ihr gestattet, eigene Meinungen bzw. Empfindungen wiederzugeben.<\/span><br \/>\n<span style=\"color: #0000ff;\"> Und hier ist ihre Berichterstattungs\u00fcbung:<\/span><\/p>\n<p>Liebe Leser des Schmierblattes, ich war k\u00fcrzlich auf einer Jubil\u00e4umsparty von \u201eEine Zeitung\u201c. Grammatikalisch richtig w\u00e4re nat\u00fcrlich \u201eeiner\u201c Zeitung aber in diesem Falle ist es ja ein Eigenname. Da Abendgarderobe gew\u00fcnscht war und ich es nat\u00fcrlich respektierte, schl\u00fcpfte ich also ins festliche Kleidchen und in die Pumps, suchte mein edelstes Handt\u00e4schlein heraus und es ging los. Nach ein paar Technikproben und der Blasenpflasterverteilung am Eingangsbereich war es dann endlich so weit, die Veranstaltung begann.<\/p>\n<p>Einer Feierlichkeit geht nat\u00fcrlich eine r\u00fchrende Rede voran. Diese Rede r\u00fchrte mich zutiefst, dass ich sogar mein Taschent\u00fcchlein z\u00fccken musste. W\u00e4hrend der Rede mussten zwar einige G\u00e4ste ger\u00fcgt werden, aber es kam sonst vorerst zu keinen Zwischenf\u00e4llen. Der Chefredakteur wurde dann angek\u00fcndigt, um feierlich die Jahresbilanz zu verlesen und erntete ebenfalls tosenden Applaus. F\u00fcr das leibliche Wohl der G\u00e4ste wurde ebenfalls gesorgt und auch Show\u00fcberraschungen geh\u00f6rten zum Abend. Zur Erw\u00e4rmung begann die folgende Party mit einigen Titeln von Louis Armstrong. Auch Herr Presley erschien unter begeistertem Applaus auf der Pinnwandb\u00fchne. Ich war \u00fcbrigens sehr verz\u00fcckt, wie galant \u201eEine Zeitung\u201c mit einer Beh\u00f6rde verhandelte (ich muss es mir dringend abgucken). Um die Feierlaune der G\u00e4ste beizubehalten, sang f\u00fcr uns eine Schulkapelle den Titel &#8222;Meine Mami&#8220;. \u00dcberrascht wurden wir kurz darauf von einer Erotikshow, die ein Gast wohl spontan organisierte. Anscheinend konnte die Beh\u00f6rde durch die tolle Musik oder gar durch die Erotikshow \u00fcberzeugt &#8211; nein, sogar begeistert werden und warf vor dem Publikum alle gekn\u00fcllten Papiere hin. In einer Gedenkminute wurden auch die Dahingeschiedenen der letzten 12 Monate gew\u00fcrdigt. Spontan zauberte ein Gast danach eine Gl\u00fcckwunschrede in Versform auf die Jubilare aus dem \u00c4rmel und wurde mit Applaus (und meinem erneuten ger\u00fchrten Schniefen) best\u00e4tigt. Wie es sich f\u00fcr \u201eEine Zeitung\u201c geh\u00f6rt, wurden auch Promi-News mitgeteilt. Geschenke durften ebenso nicht fehlen und \u201eEine Zeitung\u201c erhielt einen Schimpansen. Wo dieser w\u00e4hrend der Feierlichkeit untergebracht wurde, ist mir unbekannt, schlie\u00dflich ist so ein Geschenk recht ungew\u00f6hnlich. Als weiterer Kracher f\u00fcr die Party wurde ein Comedian auf die B\u00fchne geladen, der uns auf seine Weise den Unterschied zwischen Mann und Frau erkl\u00e4ren sollte. Viele G\u00e4ste f\u00fchlten sich allerdings schon aufgekl\u00e4rt. So kam es, dass sein Auftritt von einem St\u00fcck einer geworfenen Tomate im Auge unterbrochen werden musste und er im Krankenhaus landete. Die Entsch\u00e4digung f\u00fcr den von vielen G\u00e4sten empfundenen Fehlgriff kam in Form von einem Auftritt von Metallica. Madonna lie\u00df sich ebenfalls nicht lumpen und hielt eine gesungene Predigt vor den begeisterten G\u00e4sten.<\/p>\n<p>Da ich aber nicht nur zum Feiern dort war, habe ich mir nat\u00fcrlich einen Vertreter von \u201eEine Zeitung\u201c zur Seite gebeten und ich konnte ihn trotz der vielen G\u00e4ste und Zwischenf\u00e4llen f\u00fcr ein paar Fragen gewinnen. Weil sich \u201eEine Zeitung\u201c mit \u201eEZ\u201c abk\u00fcrzt, nutzen ich diese f\u00fcr die Darstellung des Gespr\u00e4chs.<\/p>\n<p>Schmierblattpraktikantin: \u201eSie sind nun seit 2 Jahren erfolgreich und haben eine gro\u00dfe Leserschaft erreicht. Wie sind Sie auf die Idee gekommen? Ich m\u00f6chte es gern von Ihnen h\u00f6ren.\u201c<\/p>\n<p>\u201eEZ\u201c: <em>&#8222;Wenn ich mich recht erinnere, war damals einfach der deutsche Journalismus so gut wie tot. Eine neue Kraft musste her, ein unverbrauchtes Format, um die Glaubw\u00fcrdigkeit der Medien wiederherzustellen.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Schmierblattpraktikantin: \u201eSie haben bezaubernde Umfragen, die uns st\u00e4ndig sehr beeindrucken. Wie finden Sie so viele Leute f\u00fcr Ihre Befragungen?\u201c<\/p>\n<p>\u201eEZ\u201c: <em>Also, es ging um die Umfragen, richtig? Ja, die sind ziemlich gut. Sehr gut sogar. Wir haben ein Team von 14 Leuten, die sich rund um die Uhr um die Umfragen k\u00fcmmern, dann ausschw\u00e4rmen in die Republik um normale Passanten zu befragen&#8220;.<\/em><\/p>\n<p>Schmierblattpraktikantin: \u201eDas klingt ja wirklich nach Action im Alltag Ihres Teams, ich bin begeistert! Haben Sie denn Pl\u00e4ne, auch f\u00fcr die J\u00fcngsten viele aufkl\u00e4rende Artikel zu bringen? Sie wissen ja, wir m\u00fcssen m\u00f6glichst viele Altersgruppen erreichen.\u201c Unsere abschlie\u00dfende Frage wurde mit einer f\u00fcr uns nachvollziehbaren Begr\u00fcndung wegen einer missverst\u00e4ndlich klingenden Abk\u00fcrzung wie folgt beantwortet:<\/p>\n<p>\u201eEZ\u201c: <em>&#8222;Nein, eine Kinderzeitung werden wir nicht \u00b4rausbringen.&#8220;<\/em><\/p>\n<p>Schmierblattpraktikantin: &#8222;Ich danke Ihnen wie verr\u00fcckt f\u00fcr ihre erfrischenden Antworten.&#8220;<\/p>\n<p>Und au\u00dferdem danke ich im Nachhinein f\u00fcr das sonst so nette Gespr\u00e4ch und den tollen Sekt.<br \/>\n*****************************************************************************************<br \/>\n<span style=\"color: #0000ff;\">Wir vom Schmierblatt danken Ihnen ebenfalls recht herzlich f\u00fcr die Zeit, die Sie sich f\u00fcr unsere Praktikantin genommen haben, obwohl sie aufgrund vieler G\u00e4ste und einigen Zwischenf\u00e4llen sehr eingespannt waren. Das gesamte Team, aus zickiger Chefin, noch sehr unbeholfener Praktikantin, dem piepsenden und schm\u00e4chtigen Hausmeister bestehend, begl\u00fcckw\u00fcnschen Sie noch einmal an dieser Stelle und w\u00fcnschen Ihnen weiterhin viel Erfolg. Vielen Dank auch dem jungen Herren an der Bar, der unserer doch recht nerv\u00f6sen Praktikantin eine Zigarette gab, wie sie uns err\u00f6teten Gesichtes verriet. Sie ist \u00fcbrigens gut zu Hause angekommen und versp\u00e4tete sich um etwa 20 Minuten. Hierf\u00fcr bekam sie einen Kaffee weniger.<\/span><\/p>\n<p><span style=\"color: #0000ff;\">Eine Frage h\u00e4tten wir allerdings schon noch, die sich nach der Feier ergab: Wo haben Sie denn den kr\u00e4ftigen und sehr konsequenten Sicherheitsmann her? Wir w\u00fcrden unser Team gern ebenfalls durch einen so (O-Ton unserer hingerissenen Praktikantin \u201ecoolen und ultrastarken\u201c) Sicherheitsmann aufstocken. Es gr\u00fc\u00dft Sie die Chefredakteurin des Schmierblattes, die die Praktikantin derzeit mit Baldrianpillen abf\u00fcllt, da sie mit ihrem Wahnsinns-Redeschwall sogar die Ehefrau unseres Hausmeisters \u00fcbertrifft.<\/span><\/p>\n<div id=\"wp_fb_like_button\" style=\"margin:5px 0;float:none;height:100px;\"><script src=\"http:\/\/connect.facebook.net\/en_US\/all.js#xfbml=1\"><\/script><fb:like href=\"http:\/\/strubbelmiez.de\/index.php\/wir-uben-jubilaums-partyalarm\/\" send=\"true\" layout=\"standard\" width=\"450\" show_faces=\"true\" font=\"arial\" action=\"like\" colorscheme=\"light\"><\/fb:like><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eEine Zeitung\u201c wurde am 29.06.2012 zwei Jahre alt. Mit zwei Jahren waren wir als Kindelein schon trocken und liefen mehr oder weniger gut koordiniert umher. \u201eEine Zeitung\u201c hatte es durch ihre Leistung und mit der hierdurch gro\u00dfen Fangemeinde geschafft, sicherer zu laufen. 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