{"id":3456,"date":"2020-07-13T11:04:00","date_gmt":"2020-07-13T09:04:00","guid":{"rendered":"http:\/\/strubbelmiez.de\/?p=3456"},"modified":"2020-07-16T11:30:33","modified_gmt":"2020-07-16T09:30:33","slug":"teenies-haben-es-schwer-die-familie-aber-nicht-leicht-oder-so","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/strubbelmiez.de\/index.php\/teenies-haben-es-schwer-die-familie-aber-nicht-leicht-oder-so\/","title":{"rendered":"Teenies haben es schwer, die Familie aber auch nicht leicht &#8230; oder so &#8230; :)"},"content":{"rendered":"\n<p>\u201e<strong>Die H\u00f6lle ist eine Couch\u201c<\/strong> von Jo Brian<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Zuallererst: <\/strong>Wenn ich B\u00fccher lese, dauert es eigentlich sehr viel l\u00e4nger als nur einen Abend. Oftmals sitze ich einige Wochen an einem W\u00e4lzer, ob in Papierform oder digital. Alles eine Frage der Zeit, nicht wahr? Ich geh\u00f6re eher zur Fanbase von Ephraim Kishon und vielen anderen Satirikern.<\/p>\n\n\n\n<p>An das E-Book <em>\u201eDie H\u00f6lle ist eine Couch\u201c<\/em> von Jo Brian kam ich durch Facebook. Gesucht wurden Leser, die hierf\u00fcr eine Rezension schreiben. Gesagt und sehr gern getan. Schon der Titel war viel versprechend. Der Humor wurde auch angek\u00fcndigt. Also meldete ich mich einfach und der Kontakt war hergestellt. <strong>An dieser Stelle zuerst einmal ganz lieben Dank an Maria Zaffarana, die mir das Buch zur Verf\u00fcgung stellte.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p><strong>Nat\u00fcrlich k\u00f6nnte ich es kurz beschreiben: \u201e163 Seiten herrlicher Humor, welcher meinen Nerv absolut traf\u201c und fertig w\u00e4re ich dann mal.<\/strong><\/p>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrlich nicht \ud83d\ude06 .<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Die Autorin erz\u00e4hlt in der Ich-Form von einem zw\u00f6lfj\u00e4hrigen Jungen, <\/strong>dessen Mutter an Lautst\u00e4rke und Emotion das gef\u00fchlt Hundertfache hatte als der stets offenbar emotionslose Vater, die gefr\u00e4\u00dfige Schwester, die verr\u00fcckte Tante und der aufbrausende Gro\u00dfvater.<\/p>\n\n\n\n<p>Wir wissen alle, dass wir sp\u00e4testens im Teeniealter immer weniger von den Eltern verstanden werden, \u00fcberhaupt von Erwachsenen oder gar im ganzen Umfeld. Ach, was rede ich? Das  ganze Universum versteht  Teenies nicht \ud83d\ude09<\/p>\n\n\n\n<p>\u201e<strong>Pit\u201c ist also der Zw\u00f6lfj\u00e4hrige, welcher in seiner Wut eines Morgens laut feststellte, dass er sich von allem und jedem angeekelt f\u00fchlte. <\/strong>Die Reaktion fiel dementsprechend aus, Hysterie im Elternhaus, allerdings mehr von Seiten der Mutter. Der Rest in Schockstarre. Nunja, wenn die Schwester nicht nur st\u00e4ndig futtert, dazu nicht gerade ger\u00e4uschlos und hier Gezeter, da nur Ignoranz,.. kein Wunder also.<\/p>\n\n\n\n<p>Der Junge muss nun also von Psychiater zu Psychiater herumgereicht werden, um herauszufinden, was genau ihn anekeln w\u00fcrde und nat\u00fcrlich war es ja eine bodenlose Frechheit, der Familie mitzuteilen, dass man sich angewidert f\u00fchlt.<\/p>\n\n\n\n<p>Die Beschreibung des Weges von einem Herrn Dr. zum n\u00e4chsten bis zur letzten wird unterbrochen von Erz\u00e4hlungen aus seiner Ehe im Erwachsenenalter. Hier ist also ein st\u00e4ndiges Umdenken erforderlich.<\/p>\n\n\n\n<p>Man bekommt also eine Beschreibung aus Teenie-Tagen und im Erwachsenenalter im Wechsel.<\/p>\n\n\n\n<p>Zu sch\u00f6n ist es, wie der Vater beschrieben wird. Er kann offenbar ja nichts anderes als schweigen. Die Schwester ist st\u00e4ndig am Essen und seine sp\u00e4tere Frau verhaut st\u00e4ndig die Frikadellen (sogar auch \u201eBuletten\u201c genannt, wie ich es auch als Bezeichnung kenne). Spannend w\u00e4re es gewesen, was nun aus dem Sohn Max geworden ist. Vielleicht wird er mal die k\u00f6stlichsten Frikadellen zaubern und wie der Vater die Literatur lieben. Von Mama wird er eher &#8230;\u00e4h was eigentlich? Nun, die Gutm\u00fctigkeit erben. Einfach gestrickt wird S\u00f6hnchen nicht werden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Was mir an dem Buch gef\u00e4llt <\/strong>ist nat\u00fcrlich die sehr bildlich nachvollziehbare Erz\u00e4hlung. Das macht den Zauber vieler B\u00fccher ohnehin aus. Aber nicht jeder Autor oder jede Autorin versteht es, neben der bildlichen Beschreibung auch ordentlich bissigen bis auch angenehm trockenen Humor einzubringen. Es sind also fast 170 Seiten Kurzweil mit vielen Schmunzlern, vielem Nicken und ja, nat\u00fcrlich einige skeptische Blicke. Wie kriegt man solche Charaktere an Psychiatern zusammen und was traut man den Lesern zu, wenn die Kapitel pl\u00f6tzlich ins Erwachsenenalter umschwenken? Na gut, Letzteres ist f\u00fcr Leser nicht zu schwer. Die packen das schon.<\/p>\n\n\n\n<p>Nat\u00fcrlich erkennt man sich in dem meist unverstandenen Pit wieder. Vor allem, wenn man sehr direkt ist. Von einem Psychiater zum anderen geschickt werden, hat nat\u00fcrlich schon etwas.<\/p>\n\n\n\n<p>Wer jemals bei einem Psychiater war, ob freiwillig oder nicht, wird mir zustimmen, dass es schon ordentlich Vertrauen und den gewissen Draht erfordert, um sich \u00f6ffnen zu k\u00f6nnen. Ich bin in der gl\u00fccklichen Lage, w\u00e4hrend der Schmerztherapie auch mal ein paar Worte \u00fcber das psychische Befinden los werden zu k\u00f6nnen, weil das Vertrauensverh\u00e4ltnis zwischen der \u00c4rztin und mir sehr gut passt. Ich habe davor aber schon eine andere erlebt, die mehr zerst\u00f6rte als sie aufzubauen versuchte. Also musste ich mich damals selbst \u201etherapieren\u201c, als es mir schlecht ging.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Was ich als kleinen winzigen Kritikpunkt <\/strong><strong>anbringe ist<\/strong><strong>: <\/strong>Ich habe mich in den Kapiteln mit \u201eMassimo\u201c leicht ern\u00fcchtert gef\u00fchlt. Das ist aber eben nur mein Empfinden.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Unterm Strich <\/strong>kann ich das Buch nur w\u00e4rmstens empfehlen. Es hat eben diesen f\u00fcr mich angenehmen trockenen Humor und schon die sehr bildliche Beschreibung der Situationen lie\u00dfen mich oft schmunzeln bis auflachen. Hysterische Mutter, stets schmatzende Schwester und nat\u00fcrlich der eher unbeteiligte Vater. Selbst Statur, Bekleidung und Gesichter konnte ich mir w\u00e4hrend der Handlungen im Buch ausmalen.<\/p>\n\n\n\n<p><strong>Wir wissen ja: B\u00fccher befl\u00fcgeln die Fantasie. <\/strong>Weiter so!<\/p>\n<div id=\"wp_fb_like_button\" style=\"margin:5px 0;float:none;height:100px;\"><script src=\"http:\/\/connect.facebook.net\/en_US\/all.js#xfbml=1\"><\/script><fb:like href=\"http:\/\/strubbelmiez.de\/index.php\/teenies-haben-es-schwer-die-familie-aber-nicht-leicht-oder-so\/\" send=\"true\" layout=\"standard\" width=\"450\" show_faces=\"true\" font=\"arial\" action=\"like\" colorscheme=\"light\"><\/fb:like><\/div>","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>\u201eDie H\u00f6lle ist eine Couch\u201c von Jo Brian Zuallererst: Wenn ich B\u00fccher lese, dauert es eigentlich sehr viel l\u00e4nger als nur einen Abend. 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