Wohin mit Bekleidung?

Es ist zwar noch nicht alles realisiert, was ich mir erträumt hatte, aber es lohnt derzeit auch kaum, solange ich nicht weiß, was aus den Wohnungen wird. Vorgestellt habe ich mir natürlich zwei Wände als „begehbaren Kleiderschrank“ die kurze Wand hatte einen großen, angelehnten Spiegel, damit ich mich im Ganzen sehen kann. Dieser wird noch mit dem Schuhschrankspiegel aus dem Flur ersetzt. Mein „stummer Diener“ passt prima in jede Nische und ist sehr praktisch, denn das Ding hat eine Sitzfläche und beim Herrichten sitzen ist schon nicht übel und der parat hängende Blazer, wenn man schick weggeht braucht nur noch angezogen werden, bevor es losgeht. Bei einer A&V-Börse erstand ich mir für einen Fünfer einen weiteren Kleiderständer, und zwar in Form einer Frau, aber nackt wirkend. Neulich sah ich bei Pinterest in meiner Inspirationssuche auch die männliche Version. Wäre natürlich auch noch was. Diese stählerne Braut habe ich natürlich fix eingekleidet 😆 Die neue Mitbewohnerin wird künftig ehrenamtlich Kleidung für den Verkauf präsentieren. An der längeren Wand hätte ich schon gern die ganze Kleiderauswahl. Ich habe einen Eckkleiderschrank in den aber leider nicht alles hineinpasst, höchstens alles an Hauswäsche. Ich habe noch einen Viertürerschrank, aber da ist mein PC-Arbeitsplatz drin. Aber improvisieren lässt es sich immer noch, also Kleiderständer mit Regalteil hin, in dem alle Jacken der Saison hängen, auch Strickjacken, die man nicht zusammenlegen mag, weil so manches Material knittert. Und dank neuen fetten Schreibtischs kann ich den Schrank ja wieder für Klamotten frei machen.

Womit trennt man es ab, wenn man sich keine Wände ziehen kann? Richtig, mit Vorhängen. Eine Wand ist schon mal so. Praktisch für uns Mädels sind auch Fotowandbehänge. Schon bei der Anprobe von frisch gekauften Sachen wird fotografiert Und wer eine Freundin mit gutem Geschmack hat, die auch ehrlich sagt, wenn etwas nicht aussieht, kann mit der Rückgabe der ordentlich verpackten Klamotten so manchen Fehlkauf vermeiden und behält für wirklich tolle Sachen Platz. Und wenn die Freundin auch noch gern fotografiert, macht es noch mehr Spaß. Den Sekt gibt’s besser erst hinterher 😉 Und alle Fotos in ein Worddokument zusammenstellen, drucken, ausschneiden und in die kleinen Rahmen des Wandbehangs stecken. Ruckzuck hat man eigene Vorschläge für ein Outfit, wenn man sonst unsicher gewesen wäre. Meine Fotos sind schwarz-weiß, aber ich weiß dennoch, welche Farbe die Teile haben und es sieht klasse und nicht zu bunt aus. So setzt die Abtrennung schon schön kreativ und praktisch einen tollen Akzent und man kann sich sogar dahinter umziehen.

Wir brauchen also System und Überblick im Kleiderschrank, zurück zur Ordnung. Einfach so reinhängen kann jeder seine Sachen. Unabhängig, ob wir uns einen Fotowandbehang hinhängen oder nicht, wir wollen oftmals in der Eile schnell ein Outfit zusammenstellen, ohne sich etliche Male umziehen zu müssen. Was empfiehlt sich da? Richtig, Farben, Formen, ordentlich Kreativität und etwas Geschick.

• Ösen von Getränkedosen ist sehr praktisches Kleinzubehör für die Ordnung und sollten immer schön griffbereit sein. Die Idee mit den Ösen von Getränkedosenbzw. auch Laschen genannt, sind prima zum Zusammenstellen mehrer Outfits. Es lassen sich zwei Bügel damit verbinden. Natürlich sollten die vorher gereinigt werden und was ich noch so im Net gesehen habe ist auch neckisch. Gesehen habe ich es bei Pinterest, wo ich sehr oft stöbere und wenn ich nicht aufpasse, die Nacht ruckzuck verbracht habe.

• Es gibt farbige Clips für Kleiderbügel. Mittels Clips lässt sich ein Farbsystem im Kleiderschrank erstellen. Beispiel gefällig? Die graue Samtleggins passt sicher zum ebenso grauen Strickkleid (natürlich mit einem schicken Gürtel für den Hingucker dazu). Teile, die sich mit mehreren Stücken kombinieren lassen, so kennzeichnen. Alles was irgendwie zusammenpasst, lässt sich oben am Bügelhaken sofort an der Farbe erkennen. Das was nur als ein Outfit passt, am besten gleich zusammen auf einen Bügel, das spart Platz und Bügel. Prima machen sich stabile Holzbügel mit Steg. Über den Steg lässt sich eine Leggins und das Strickkleid beispielsweise einmal längs gefaltet draufhängen. Was hängen sollte, passt dann auch noch drüber. Prima sind die Stege mit Samt, die gab es mal bei Netto und natürlich griff ich zu, denn viele Kleiderstücke rutschen sonst herunter. Aber mit System und Halt ist die Kleidersuche schnell gemacht. So manches Ordnungssystem lässt sich allerdings preiswerter herrichten. Zerschnittene Trinkhalme sind beispielsweise eine preiswertere Lösung als die Clips und in leuchtenden Farben kriegt das Ganze auch noch Pfiff. Das Stückchen wird also über den Bügelhaken ziehen und fert´sch ist die Laube. Not macht ja erfinderisch, gelle? Gerade bei Kindern ist es m. E. sehr nützlich, wenn mal schnell etwas zusammengestellt werden soll. Stück für Stück bekommen die Kinder ein Gefühl für Farben und Muster, wenn sie es nach und nach lernen, sich die Sachen für den Folgetag selbst herauszusuchen.
• Eine gute Idee fand ich auch hier http://relleomein.de/2014/02/organize-my-life-kleiderschrank-tour-ordnung-pax-schmuckaufbewahrung-diy/#comment-19946 . Natürlich ist die Idee verbreitet, Schildchen für die Kleiderstange zur Trennung der Bekleidungsart zu erreichen. Also Hosen, Röcke, Blusen und so weiter und so fort. Wer so sortiert, findet das Gewünschte schnell, auch wenn man nach Farben oder Anlässen sortiert.

Ordnungssysteme für Bekleidung (und auch universell einsetzbar)
Ordnungs- bzw. Platzsparsysteme gibt’s in Hülle und Fülle, allerdings ist nicht jedes System für den Alltag geeignet, wie ich es feststellte. Wer einen riesengroßen Kleiderschrank hat, kriegt natürlich alle Klamotten unter, vielleicht sogar auch die Hauswäsche. Wer kleinere Kleiderschränke hat, ist mit größeren Dekoboxen oder auch so genannten Kissenhüllen gut bedient. So lassen sich Bekleidungsstücke der jeweiligen Gegensaison auf dem Schrank unterbringen. Wer einen etwas längeren Schrank hat, kriegt sogar Unterbettkommoden draufgelegt. Es gibt sie ja schon in klasse Farben und mit Motiven oder uni. Wenn man auch noch ein „Farbkonzept“ in den Räumen hat, kann die Farben der Hüllen auch darauf abstimmen oder einen hübschen Akzent setzen, dann sieht es nicht so hingeräumt aus.

In Kaufhäusern und Versandhandel gibt’s schon sehr praktische Ordnungssysteme, wie schon gesagt, in etlichen Preisklassen. Ich kaufte auch mal ein System namens „Ruco“ im Real. Bei Amazon habe ich es auch gesehen. Da ich ein Set kaufte, hatte ich einen Krawattenhalter dabei. Den schenkte ich meinem damaligen Freund. Hätte auch gut als Gürtelhort gedient, aber sei es drum, dafür gibt’s Bügel mit Haken oder auch Schranksysteme. Die Bügel, an welchen man bis zu 5 weitere Bügel anhängen kann, eignen sich eher für die Aufbewahrung der für die Gegensaison gehorteten Klamotten, die man eben länger nicht anzieht. Denn das Auf und AB der einen Bügelseite macht A kaum Spaß und B hält auch Kunststoff nicht ewig und zuviel aus. Ebenso verhält es sich auch mit den Hosenbügeln, welche man zusammenklappen kann und auch 2 weitere Möglichkeiten der Aufhängung hat. Im Alltag ist es nichts. Allerdings ist es nicht übel, die Schniekehosen und Röcke oder Kombis draufzuhängen und den Bügel zusammenzuklappen. Wer seine Schniekehosen täglich braucht, verbraucht mit dem Ding allerdings mehr Platz als lose Hosenbügel. Tops für Schnieke lassen sich an den Trägern dazuhängen.

An der Kleiderstange meines Garderobenwagens mit Regalteil sind meine Jacken. Damit das Ganze nicht einstaubt, habe ich eine Art „Garage“ mit einem Reißverschluss besorgt. Gekauft hab ich das Ding bei „moderne Hausfrau“. Ich hatte erst wenig Vertrauen, wie lange das Ding hält und ob es überhaupt einigen Waschgängen in der Waschmaschine standhält. Bis jetzt schon und es waren etwa bislang so 5 Wäschen. Ich komme durch diese darüber gestülpte „Garage“ also nicht so schnell an die guten Schuhe ran, daher habe ich die anderen Schuhe eher in der Mitte bis nach unten, schnell greifbar. Mottenschutz besteht hier allerdings nicht, aber wird ständig genutzt und somit verscheucht schon so viel Bewegung alles Mögliche an Getier. Es gab bei „moderne Hausfrau“ (Versandhaus Walz) unter anderem auch ein Raumsparsystem, welches ich nicht übel finde. Es sind zwei Stangen mit Bügelhaken für die Kleiderstange dran, eine flexible Stange wird einfach eingehängt, nach Belieben. So kann ich also auch Strickjacken, die ich fast täglich trage, unter die Jacken hängen. Auch Handtaschen lassen sich dazuhängen, wenn man noch „Fleischerhaken“ übrig hat. Nein, die Haken sehen zwar so aus aber sind natürlich etwas „zierlicher“. Wer sie so nicht verwenden mag, kann es auch zum Aufräumen des Kleiderschrankes nutzen, wenn man mal wieder ausräumen und innen säubern möchte.

Was ist mit Klamotten, die nicht mehr passen oder gefallen? Ich musste über einen Text schmunzeln, der natürlich mit dem Übersetzungstool recht unglücklich klingt. „7. Bewahren Sie eine Ablagetasche im Schrank.
„Ich halte eine Einkaufstasche mit einem Handgriff in der vor meinem Kleiderschrank. Jedes Mal, wenn ich versuche, auf einem Kleidungsstück, und dann nehmen, wenn wieder, denn es ist wenig schmeichelhaft, nicht passt, wird gezogen, gebeizt oder aus der Mode, habe ich es in der Tasche „, sagt Brown. „Wenn Sie das Kleidungsstück aus einem anderen Grund, als dass es schmutzig ist oder entspricht nicht genommen haben, bedeutet, dass es nicht richtig ist und wird wohl nie sein“, sagt sie. Wenn der Beutel voll ist, erklärt Isaacs, spenden die Kleidung oder handeln sie mit einem Freund bei einem Swap-Party.! (Link dazu) https://translate.google.de/translate?sl=en&tl=de&js=y&prev=_t&hl=de&ie=UTF-8&u=http%3A%2F%2Fwww.goodhousekeeping.com%2Fhome%2Fcleaning-organizing%2Fpersonal-organizing-secrets%3Fsrc%3Dspr_FBPAGE%26spr_id%3D1443_79917936&edit-text=&act=url
Heißt also in vernünftigem Deutsch sinngemäß: Eine Tasche in oder an den Kleiderschrank hängen, in die man Bekleidung hineinpackt, die nicht mehr passt oder gefällt. Wenn man einige Kleiderstücke ständig wieder zurückpackt, kann ja etwas nicht stimmen. Aber bleiben wir lieber konsequent: wenn uns das Kleidungsstück aus irgendeinem Grunde nicht mehr zusagt oder nicht mehr passt, dann fassen wir uns halt ein Herz und legen es zu den aussortierten Sachen, damit wieder etwas in den Schrank passt, was wirklich getragen wird. Und ja, sehr gut erhaltene Bekleidung lässt sich entweder in zweiter Hand verkaufen oder auf Tauschpartys loswerden.

Da uns ja die englischen Begriffe überschwappen, nennt man es halt nun „swappen“. Es gibt auch einige virtuelle Tauschbörsen, allerdings haben wir immer die Versandkosten dazu, wenn wir etwas zum Tauschen verschicken. Bei „Kleiderkreisel“ beispielsweise gibt es mehrere Optionen, die wir beim Anbieten wählen können. Ich verkaufe sie, ich tausche oder verschenke. Ich kann auch alle 3 Möglichkeiten anklicken. Allerdings hatte ich da auch ein bisschen Pech. Ich brachte ja mal irgendwann kurz an, dass man sich schon wegen 2 Euro in die Hose macht, wenn es ums Tauschen geht. Man bekommt auch nicht immer die angegebene Qualität und bei Kleinanzeigen musste ich schon eine Anzeige wegen Betruges erstatten. Bei „Zamaro“ bin ich erst neu und muss da noch testen, wie gut es mit der Lieferung klappt, wenn man etwas bestellt und vor allem das Verhältnis zwischen dem Abgegebenen und was man mit ähnlichem Wert wiederbekommen könnte. Allerdings muss da wirklich 1A – Zustand sein, also neuwertig, sonst wird es nicht angenommen. Wenn man bestellt, hat man pro Stück wohl fast 3 Euro Packkosten und noch Versandkosten dazu. Sehr wenig finde ich es nicht, aber ich werde es testen, wenn ich etwas für den Winter bestelle.

Weiter zur übergangsweisen Aufbewahrung der aussortierten Sachen: Ich habe vom Versand für die überbeglückte Hausfrau ein sehr praktisches „Werbegeschenk“ bekommen. Dass es nicht wirklich Geschenke sind, wissen wir ja, nöch? Es sind Taschen, die wie Koffer aussehen sollen, hier lassen sich ebenso Sachen thematisch hineinsortieren. Und für Klamotten, die wirklich nicht mehr gehen, gibt’s Altkleidercontainer und auch dafür habe ich eine Tüte an eine Kleiderschrankseite gehängt und man sieht sie durch eine Gardine als Trennwand glücklicherweise auch nicht. Ist die Tüte voll, frage ich bissel rum, ob sich jemand Putzlappen holen will, wofür ja alte Shirts gut sind und dann ab mit dem Säckel zum Container. Und ja, oft muss man halt hart mit sich sein, denn unnötiges Horten bringt mehr Frust als Lust, in den Kleiderschrank zu gucken.

Und wie könnte man zu viele Klamotten von vornherein verhindern? Ich fand im Netz sogar Infoübersichten, was man äh Frau so als Basics im Schrank haben sollte und wie viele Shirts etc. jeweils gerade mal nötig wären. Ähääm, die Woche hat 7 Tage und bis auf Hosen, die man mal so 2-3 Tage trägt wechselt man schon täglich die Wäsche oder übertreibe ich? Ich käme also nicht mit so wenigen Klamotten hin. Und bei mir besteht nur einmal die Woche der Bedarf zum Waschen, es sei denn, ich habe wieder etliche Klamotten getauscht oder gekauft oder hatte Gäste, wo ja doch mehr Bettwäsche und Handtücher anfallen. Wer etwa jeden zweiten Tag wäscht und einen Trockner hat, mag mit wenigen Klamotten auskommen. Aber eine Hilfe ist es allemale, wenn man sich so eine „Checkliste“ ausdruckt oder etwas abwandelt und mal den Kleiderschrank durchgeht und mal eine kleine Inventur macht.

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