Wir üben jetzt mal den ersten Ruf nach dem Sommer…

So, die Eisheiligen hätten wir dann schon mal überstanden. Weiß jemand, wo die jetzt sind? Ich weiß es: die sitzen wieder mal bei mir und trinken mir meinen Kaffee weg. Scheinen sich bei mir wohl zu fühlen, denn irgendwie muss ich es mir ja erklären, dass in meiner Hütte immer noch der milde Winter herrscht. Draußen ist es wechselhaft. Mal haben wir 1A-Wetterchen und von einem Tag auf den anderen könnte man sich wieder einpummeln und wie das Michelinmännchen herumlaufen. Kommt mir jetzt nicht mit „Hey, Du wirst alt!“.

Die TV-Werbung will uns jedenfalls schon mal den Sommer vormachen. Was wird beworben? Super-Deos, die bis zu 96 Stunden wirken sollen. Vielleicht sollte ich das mal an einem Wochenende testen, schließlich muss ich da kaum unter Leute und Körperhygiene wäre für den Test ja kontraproduktiv. An Diätprogramme und Zaubermittelchen für den Schlankheitswahnsinn wird man eh immer erinnert. Vom Wunder-Wohlfühljogurt, Schlankheits-Shake bis zum Punktejubeln beim Kalorienzählen nebst Sonderprodukte, die uns höchstens viel Geld abnehmen, gibt es ja alles Mögliche. Ich versuche einfach nur weniger Nussmischungen zu naschen, die ich am liebsten kiloweise vertilgen könnte. Wonach steht eigentlich der neueste Sommertrend? Ich bin da irgendwie nicht „up to date“, muss ich (schein-)beschämt zugeben. Ein großer Teil meiner Klamotten sind etliche Jahre alt und halten auch noch “fürchterlich” lange.

Da der Herr P. vom Wetteramt inzwischen einen Narren an mir gefressen zu haben scheint, womöglich, weil ich ihm doch immer so liebe Briefchen schreibe und ständig schönes Wetter beantrage, will ich mal folgendes an ihn loswerden:

Sehr geehrter Herr P. und sehr geehrter Sprecher Herr K. ,

falls Sie hier wieder mitlesen, richte ich ein paar dankende Worte an Sie. Es freut mich, dass Sie wahrscheinlich um meine Frisur besorgt sind und darum mit dem Ausschütten Ihrer Wassereimer warten, bis ich von meinen Touren zu Hause angekommen bin. Sie würden mich aber noch mehr begeistern, wenn wir ein paar Tage mehr schönes, sonniges Wetter hätten, damit sich meine Hütte endlich miterwärmt und ich drinnen wie draußen etwas weniger anziehen müsste. Außerdem hebt sonniges Wetter mit Temperaturen um 20°C meine Laune um Einiges, wovon auch meine Mitmenschen profitieren. Weiterhin würde ich doch gern meine erst letzten Monat erstandenen Sachen ausführen können. Das „Nilpferd-in-Schlangenhaut-Spiel“ im Geschäft soll sich schließlich gelohnt haben. Der schöne Sonnenschein bei versprochenen 20°C am Tage ist ja schon mal ein guter Anfang. Vielen Dank auch noch dafür.

Mit wahnsinnig begeisterten Grüßen

Siewissenschon

So, Frage an die Mädels: was stellt man an einem solchen schönen Tag an? Die „Jungen´s“ hatten sich ja gestern wieder „ihren“ Tag genommen, obwohl es ein kirchlicher Feiertag war. Ich vernahm zum Glück kein Gegröhle und hier im Umfeld blieb anscheinend auch alles heil.
In meiner Hütte hatte ich gestern mal wieder einen Rundumschlag vorgenommen und ich tät´ jetzt gern auch die dicken Jeans weit weg räumen und mich wieder im Sommerkleid verlaufen. An den Lachkrampf beim Anprobieren im letzten Jahr denke ich heute noch mit einem breiten Grinsen (ich verirrte mich wegen dem Innenteil darin). Für die erste gute Laune sorgte ja schon das neue Duschgel (mal wieder Citrusfruchtduft aber *wow!“) und für weiterhin gute Laune wird jetzt feinste Countrymusi aufgelegt. Wer nicht auf die Musikrichtung abfährt, der kann ja z. B. das von mir so genannte „Strohpüppi-Tanz-Liedchen“ rauf und runter spielen. Man hört es auch im TV-Spot von „Kinder-Country“ (Schokolade!) und kann es sich sogar meiner Kenntnis nach auf der Webseite herunterladen (soviel zur Werbung *schnalz*) und dann raus in die Sonne, zum Beispiel zum „Wieder-Einlatschen“ der schnieken Sommerteilchen für die Füßchen.

An die Jungen´s: Hat sich der Kater schon aus dem Haus geschlichen oder wurde mit diversen Mittelchen verjagt? ;-)

Auf in den Freitag und dann schon mal Wochenende proben. Ob ich mich schon mal übungsweise ins Sommerkleid stecke, damit es im Sommer reibungslos ohne Verirrungen klappt?

In diesem Sinne: Wiesen-Blümchen in die Haare geklemmt (passt bei mir sogar auch schon) und ab ins schöne Wochenende, vor allem mit frühlingsfrischer Laune.

Vielleicht lässt sich der Sommer ja dann hervorlocken.

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Wir üben Stadtleben

Es gibt einen Ort, in dem alles zu stimmen scheint….

Während Frau Hastdumal ständigen Kontakt zu ihren Nachbarn pflegt, folgt ihr auch der Herr Kannstdumal wie ein Hund. Man könnte meinen, sie wären ein Paar. Frau Machichnicht liegt im Garten und lässt es sich gut gehen. Die Kinder von Frau Brauchstdunicht wurden zwar ständig beim Schule schwänzen erwischt, aber sie nimmt es gelassen. In diesem idyllischen Ort wohnen auch die Familien Kannichnicht, Willichnicht, Habichnicht, Gibtsnicht, Sollstdunicht, Mussichnicht, Gefälltmirnicht, Lohntsichnicht, Istmiregal, der Bürgermeister Herr Mussichmalgucken (gehört der Gehtnichtpartei an) und seine Sekretärin Frau Schaffichnicht.

Plötzlich bekam der Ort Zuwachs. Die Familie Wirpackensmal baut ihr Häuschen auf die etwas abgelegene Baufläche. Misstrauisch wird das Ehepaar mit den 3 Kindern beäugt. „Die passen nicht zu uns“ hört man es tuscheln. „Sie sehen anders aus und reden auch noch komisches Zeug“.

In der Schule bekamen die 3 Kinder der zugezogenen Familie ebenfalls zu spüren, dass sie nicht in die Klasse passen würden. Nur Frau Hastdumal und Herr Kannstdumal konnten sich nicht länger vor den Neuen verschließen, denn mit den anderen Nachbarn hatten sie es sich bereits verscherzt. Vorerst funktionierte dieser gute Kontakt auch, bis auch die zugezogene Familie Hilfe brauchte. Bei einem Wasserschaden war ein Großteil ihrer Einrichtung nicht mehr zu gebrauchen. Voller Hoffnung gingen sie im Ort herum und baten um Unterstützung. Hier stießen sie auf erste Absagen, denn die Namen der einheimischen Bewohner kamen nicht von ungefähr. Dennoch gelang es der Familie, wieder auf die Füße zu kommen und erneut versuchten die zwei bedarfsweise kontaktfreudigen Nachbarn ihr Glück, als wäre nichts gewesen.
Die überraschende Antwort, die sie von den Neulingen aber erhielten, ließ sie vor Entrüstung erröten: „Versucht es mal selbst, uns ist es auch gelungen.“

Wie in jedem Dorf und in jeder Stadt geht auch mal etwas kaputt. Die Straßenzustände verschlechterten sich, die Spielgeräte auf den Spielplätzen rosteten vor sich hin und vieles andere mehr würde ebenfalls einige Arbeit und Geld kosten, alles wieder Stück für Stück in Ordnung zu bringen. Die Bewohner machten weiterhin ihren Namen alle Ehre. Bei einem Stammtischbesuch in der Kneipe versuchte Herr Wirpackensmal wiederholt, die übrigen Bewohner und dessen Bürgermeister zu motivieren, entsprechend ihrer Fähigkeiten an den Reparaturen und Verschönerungen mitzuwirken. Es könnten die Frauen für das Essen und Getränke der Helfer sorgen, während andere die Kinder hüten. Jeder könnte nach seinen Fähigkeiten eingesetzt werden, die Spielgeräte, Parkbänke zu reparieren, das Kulturhaus zu verschönern und vieles mehr. Woran scheiterte es?

„Vieleviele Hände bereiten der Arbeit schnell ein Ende“ lautet ein weiser Spruch. Dieser stand plötzlich auf vielen Bannern, die am Spielplatz, am angrenzenden Park und am Kulturhaus hefteten. Einige Bewohner schauten aus ihren Fenstern, andere gingen zögernd auf die Baustellen zu, an denen die Kinder der Familie Wirpackensmal begeistert die Bänke mit Blumen und Schmetterlingen bemalten. Vorher hatte ihr Vater sie repariert und nun werden sie nach der Verzierung lackiert. Viele vorerst Schaulustige gingen Kopf schüttelnd wieder in ihre Häuser. Überraschenderweise kamen aber Einige samt Familie wieder und hatten ihre Handwagen mit Werkzeug und Farbe voll. Selbst Familie Lohntsichnicht ist begeistert dabei, die Bepflanzungen zu übernehmen. Der Platz füllte sich mit Tischen voll Kaffeekannen und Kuchentellern. Schnell wurden jegliche verfügbare Stühle herangeholt. Der Bürgermeister Herr Mussichmalgucken und seine Sekretärin Frau Schaffichnicht haben sich ebenso zu Taten herabgelassen und besorgten fehlende Materialien. Man könnte meinen, Frau Schaffichnicht hätte ein Schmunzeln im Gesicht, als sie durch den Ort geht und Spenden sammelt. Am Ende sehen wir eine Grillparty in einem wunderschön wiederhergestellten Park, einen hübschen Spielplatz und einen stolzen Bürgermeister, der vorerst kurz mit einem Beschämen an seine Partei dachte und einen Entschluss fasste.

Gut, der neue Anstrich auf den hergerichteten Spielgeräten muss noch trocknen, die Straßen sind noch dran und vieles mehr ist noch zu schaffen, aber die Banner mit dem weisen Spruch haften noch immer hier und dort und wer weiß…?

Das Rosa ist für die Geschichte jedenfalls alle ;-)

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Wir üben noch immer das Erwachsenwerden…

Hui, denkt eigentlich noch wer an seinen Jugendweihetag? Ich muss jedes Jahr darüber schmunzeln und trinke dann halt auch mal ein Jubel-Gläschen drauf, so wie heute. Allerdings ist es mir in den inzwischen 22 Jahren nicht gelungen, ganz erwachsen zu werden ;-)

Aber denke ich an den Tag zurück, schüttele ich mich doch schon ein bisschen. Der Morgen begann schon mit zittrigen Gliedmaßen, schließlich war ich mächtig aufgeregt. Stressig war es dazu auch noch: die Dauerwelle musste aufgefönt werden, alles musste sitzen und die Gesichtsbemalung dauerte auch. Jaja, feiert die junge Dame nun Jugendweihetag oder muss sie zu ihrem 100. Geburtstag etliche Falten kaschieren? Also stieg ich nach meinem Morgenritual im Bad in mein Kleid, zog mir die Strumpfhose an. Meine Angst war natürlich „Bloß nix reißen lassen!“ Und wie habe ich Strumpfhosen gehasst! Ich setzte mich also zur Restauration vor meine Mutter, die mir dann mit Fön und Rundbürste eine Frisur zurechtzwirbelte und mir ein dezent buntes Gesichtchen zeichnete. Hier mal ein Stiftchen fürs Äuglein und da noch ein Stiftchen für mein Koddermäulchen, fertig war ich. Frühstück fiel aus, ich habe vor etwa 09:00 Uhr eh noch „lange Zähne“ und war dazu viel zu aufgeregt, um etwas herunterzubekommen.

Wie fühlte sich Madame nun? Total verkleidet und optisch einiges älter…diese blöde Fönfrisur! Dazu hieß es ja auch noch, zum Kleidchen entsprechende Schuhe anzuziehen, die ich schon Tage vorher einlaufen musste. Mit diesen Dingern musste ich nun fast 3 km zum „Theater des Friedens“ in die Stadt marschieren, um zur Veranstaltung zu kommen. Größtenteils hatte ich mit den vielen Fußwegen im schlechten Zustand zu kämpfen. Ich war außerdem stinksauer, dass ich nicht mit dem Auto mitkommen konnte und sich schon auf dem Wege erste schmerzhafte Blasen an der Fersen meldeten. Die Krönung war die Begegnung mit zwei älteren Damen, die mich beäugten und ich tatsächlich folgendes vernahm: „Junge Frau, sie sehen ja adrett aus! Hat Ihr Kind denn auch Jugendweihe?“ Ich bin fast geplatzt! Diese sch…öne Fönfrisur hatte mich also doch um einiges älter wirken lassen! Meine gereizt gelächelte Antwort lautete „Nee, ich habe selbst Jugendweihe!“. Der Dame war es sichtlich peinlich und dann konnten wir doch miteinander lachen. Aber innerlich hat es gebrodelt, ich war noch immer sauer auf die Frisur, meine schmerzenden Fersen und Waden, da es sich mit solchen Trittchen doch anders läuft als mit meinen heiß geliebten Turnschuhen. Dazu fingen auch noch die Achselteilchen an zu zwicken, da das Kleid sehr knapp passte. Tapfer lächelnd erreiche ich endlich das Kino..äh Theater. Es waren schon recht viele Andere dort und wir wurden dann platziert. Endlich sitzen! Es folgte eine Rede nach der anderen über sozialistisches Wasauchimmer und dann hieß es, sich auf der Bühne aufzustellen. Klein Madame steht also wieder zitternd vor Aufregung in der Reihe, musste trotz höllischer Schmerzen an den Fersen lächeln und die Glückwünsche nebst Karte mit flattrigen Patscherchen entgegennehmen. Wir durften dann wieder „abtreten“ und nach einigen weiteren langweiligen Ansprachen wurde zur Aufstellung für das Foto vor dem Gebäude gerufen. Es folgten noch die Glückwünsche von jeglichen Lehrern und Ex-Klassenlehrerin und dann war alles endlich erledigt. Dann gingen wir essen und zu Hause riss das das Trara ja nicht ab. Inzwischen hatte ich bepflasterte Füße, eine einigermaßen bessere Laune und der Tag endete doch noch recht angenehm. Das Buch „Vom Sinn des Lebens“ bekam ich übrigens nicht. Dieses Buch sah ich erst nach der Jugendweihe meines Cousins in seinem Bücherregal, der fast gleichaltrig ist. Ich erfuhr auch, dass wohl normalerweise jeder „Frischerwachsene“ dieses Buch erhielt, der bis zur Wende Jugendweihe hatte. Klar, wir schrieben 1990, die Redevorlagen waren zwar wahrscheinlich verstaubte Schriftstücke aus den Vorjahren, aber das Buch hielt man dann doch nicht mehr für nötig.

Nun müsste ich mich natürlich immer noch bestürzt fragen, worin der Sinn des Lebens besteht. Aber der ist mir in den bislang 22 Jahren noch rechtzeitig eingefallen, was für ein Glück, nicht wahr? Ob ich je erwachsen werde, steht auf dem zweiten Blatt. Ich werde es, wie bereits gesagt, wohl nie, aber immerhin habe ich recht früh gelernt, Verantwortung für mich und andere zu übernehmen. Ich mache, wie jeder Andere meine Fehler und „übe“ noch immer das Leben, aber habe eine Menge erreicht. Genau das wünsche ich auch den Jugendlichen, die die Aufnahme in die Reihe der Erwachsenen nicht ausschließlich feierlich erleben, sondern sich auch tatsächlich darüber bewusst werden, dass sie ab diesem Zeitpunkt nicht nur künftig gesiezt werden. ;-)

Einen Tipp hätte ich noch an die Mädels: Setzt Euch …ähm,,, setzen Sie sich durch, wenn Mami Ihnen die Frisur fönen möchte und die Schminkstifte ansetzt.

Mit einem Schmunzler über das Erlebnis (nicht nur mit den zwei älteren Damen) wünsche ich alles Gute und trotz zunehmender Verantwortung viel Spaß im bzw. am Leben und man bleibt irgendwie auch Kind. Vielleicht nur halb so albern wie ich *dezentes Hüsteln*.

PS: In diesem Blog kann sich natürlich weiterhin geduzt werden ;-)

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Wir üben Wahl-Tag….

Nun der Brüller-Termin für diesen Monat:
Uuuund *juchheißa!*, am Sonntag wählen wir wieder. Ob jetzt nun jemand Anderes den Rathaussessel besetzen wird oder ob alles so bleibt, wird sich also noch zeigen. Wir marschieren für die Stichwahl ins Wahllokal und sitzen danach wieder gespannt wie die Flitzebögen herum, um das Ergebnis zu erfahren. Für mich ist es die erste OB-Wahl in Red Socks City. Über die Wahl davor konnte ich mich nur belesen oder mir berichten lassen, um mir ein ungefähres Urteil bilden zu können. Das ganze Wahlkampfgetöse in der vergangenen Zeit war schon mitunter recht unterhaltsam. Zwei Häuflein buhlten auf fast selbe Weise – es meldete sich daraufhin der Dritte und der Vierte und und und….

Dem Vierten und jüngsten Kandidaten danke ich an dieser Stelle einfach mal herzlich für den recht amüsanten Teil des Wahlkampfes. Und mein größter Dank gilt dem „Kandidaten“, der den Wahlkampf aufs Köstlichste parodierte und an den ich meine „Wahlniederlage“ richtete ;-)

Dem zeitlich letzten (nicht zugelassenen) Kandidaten…nunja… zumindest hat er hoffentlich mal wieder zum Nachdenken angeregt, wohin die Reise gehen könnte, wenn Einiges verschlafen oder verdrängt wird, was mit diversen Demos nicht beseitigt werden kann.

An dieser Stelle kann ich allen wahlberechtigten Bürgern nur ans Herz legen, zu jeder Wahl zu gehen und das Kreuzchen dorthin zu setzen, wo Toleranz nicht nur auf dem Programm steht sondern mit mit allen Kräften vor allem die Rahmenbedingungen geschaffen werden, die Nahrung für zweifelhaftes braunes Gedankengut zu entziehen, besonders zuletzt genannter Punkt.

Dazu gehört ein fairer Wahlkampf, da für den Bürger stimmige Inhalte für eine Entscheidung zählen. Es nützen auch die buntesten Wahlplakate und Wahlwerbegeschenkchen nichts. Weiterhin gilt es, viele verdammt wichtige Themen permanent zu behandeln, nicht nur zu Wahlkampfzeiten, Kindertagen oder anderen Anlässen. Und vor allem sollten Anfragen, Vorschläge und Kritiken immer auf offene Sinne der Verantwortlichen stoßen und nicht wie bislang überwiegend in der Ablage P landen. Nehmt die Interessen der Bürger ernst, um solche Quittungen wie beispielsweise bei der letzten Stadtratswahl zu vermeiden. Eine solche Wahlentscheidung ist wahrlich ein falsches Zeichen für Unmut, welches die Demokratie zwar auch aushalten können muss, aber auch als ein deutliches Alarmzeichen zu betrachten. Zeigt also Verantwortungsbewusstsein für alle Zielgruppen. Fällt Entscheidungen, mit denen möglichst viele Beteiligte bzw. Betroffene leben können. Denkt bitte nicht nur an Inanspruchnehmer von jeglichen Leistungen sondern auch an die Leistenden, ohne die Einiges zusammenbrechen würde. Hier helfen warme Worte, Gutscheinchen von Ministerinnen und Anderen “Größen” herzlich wenig. Unterstützung in Form von Gesprächsrunden, um eine für alle Seiten tragbare Lösung zu finden und auch zu realisieren, sind die richtigen Wege.

„Nach der Wahl ist vor der Wahl“ ist ein Spruch mit verdammt langem Bart, aber immer wieder aktuell und nicht zu verachten, unabhängig, um welche Wahlen es sich handelt.

In diesem Sinne: Nachdenken und entsprechend handeln – ob als Bürger, Partei oder einzelner Kandidat.

Habe fertig, ich gehe jetzt wieder Pudding essen :-)

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Wir üben Mai – Jubel

Juchheißa, der Mai ist wieder da (na sowas…!). Im Gepäck hat er natürlich wie immer den Kampf-Arbeits- und Jubeltag, an dem mal wieder das rote Blümchen ans Blüschen geklemmt wird und natürlich diverse Trüppchen für „soziale Gerechtigkeiten“ und Sonstiges herummarschieren. Wer was wie und warum befeiert, ist natürlich unterschiedlich. Wer Glück hat, konnte auch am Montag ausschlafen. Ich leider nicht (Quotenseufzer). Wie ich den Tag verbringe, hängt vom Wetter ab. Aber es wird verdammt sicher ein erholsamer Tag, ganz ohne jegliche Pflichtwinkerei, die es anscheinend noch für andere gibt.

Dann hätten wir ja auch noch die kommende Stichwahl zum OB der Stadt, die Spannung und womöglich noch Spaß bringen wird. Schon der Wahlkampf in der ganzen Zeit ist stellenweise an Lächerlichkeit kaum zu überbieten – von allen Seiten, wohlgemerkt. Andernorts gab es wenigstens noch „Show-Häkeln“. Jedenfalls werde ich mich selbstverständlich in Hut und Mantel schmeißen und zum Wahllokal marschieren. Die „drei Kreuze“, weil alles endlich ein Ende hat, mache ich dann später ;-) (um mal die scherzhafte Befürchtung eines Bekannten zu widerlegen). Wem beide Kandidaten nicht zusagen, der kann ja auch noch den Herrn oder Frau „Ungültig“ wählen ;-) (man sieht „ungültig“ natürlich nur bei Stimmungsbarometern auf diversen Webseiten). Das ganze Wahlkampfgedöns wird sich dann aber auch demnächst anknüpfen, da ja bald Stadtratswahlen anstehen. Dann werden die Wahlkampftierchen wieder aktiv. Aber darüber machen wir uns jetzt noch nicht heiß, sondern erholen uns vorerst vom ganzen Tamtam.

Und es gibt noch ein „Tadaaaaaaa…!“ Es braucht ja wieder einen extra Tag für die Mütter und vorher feiern diverse Kreise den Tag der Befreiung. Habe ich etwas vergessen? Irgendeinen Tag des Hausschuh´s oder den Tag des Müsli´s oder oder oder…. ?

Die „Produktionsbesprechungen“ (O-Ton des Insektenfritzen, den ich ja jedes Jahr wegen Wespennestern im Dachboden heranpfeifen lassen muss) laufen auch auf Hochtouren.

Ich freue mich jedenfalls trotzdem wie Bolle auf wärmere Temperaturen, wo endlich die letzte dickere Jacke in der Mottenhülle verstaut werden kann und man schon voller Vorfreude die Sandalen herausstellt. Mit bunten Sommerteilchen habe ich mich auch bereits eingedeckt und bei der Gelegenheit ein bisschen „Nilpferd in Schlangenhaut“ gespielt (ich habe zugelegt! *Angst*). Meine Hütte erblüht im fast neuem Glanz: hier etwas weg, da etwas hin und natürlich durfte die Umtopforgie nicht fehlen.

Warten wir mal ab, was der Mai noch so Hübsches zu bieten hat. Ein bisschen unfassbares Glück hatte ich ja schon fast Ende April, wo endlich wirklich ein Briefchen der Gerechtigkeit im Briefkasten landete und ich kein Minus verzeichnen muss, sondern sogar noch etwas zurückbekam. Die Genugtuung über die Gerechtigkeit, die es “im Namen des Volkes” wohl tatsächlich hin und wieder gibt, hat für mich allerdings das größere Gewicht. Vor lauter Freude hottete ich mit einem „Jippiiiiiiiiiiiiiiiiii!“ durch die Hütte.

Unabhängig davon, ob noch mehr solcher Jubeleien durch die Hütte gehen oder nicht: Der Mai wird sicher auch ein Kracher! ;-)

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Wir üben Wahlniederlage…

Red Socks City: Die Wahl läuft auf Hochtouren und auf den Wahl-Zetteln sind erste Schweißtropfen der Wahlhelfer zu sehen. Red Socks City wählt den oder die neue OB. Unseren Lesern dürfte das Ganze wie ein Pferderennen erscheinen. Erste Freudensprünge über den Erfolg konnten im Netz schon beobachtet werden. Wir haben uns auf vielen Diskussionsplattformen umgesehen und fanden sogar Befürchtungen vor, dass der Wähler vor Erleichterung über das eventuelle Wahlkampfende drei Kreuze machen würde. Weiterhin wird über Mode diskutiert (Anm. der Red.: Wir sind einerseits amüsiert, andererseits weinen wir ein bisschen über das frische Fax, welches bei uns eintraf) Die erste Gegenkandidatin hat uns im Zuge der Wahl eine PM hinterlassen, die wir, die Schmierblatt-Redaktion, selbstverständlich an dieser Stelle umgehend veröffentlichen:

„Sehr verehrte Bürgerlein,

als erste Gegenkandidatin habe ich das Feld doch noch einem Anderen überlassen. Ich gratuliere dem neuen OB schon jetzt zu seinem 110 %-igen Erfolg und wünsche ihm viel Kraft und Halt während seiner Amtszeit.

Dass ich Sie als Bürgerinnen und Bürger mit meiner anvisierten Seilbahn mit wahnsinnig sozialem Konzept dahinter nicht überzeugen konnte, stimmt mich schon sehr traurig. Ich werde mich hierüber mit meiner Therapeutin zusammensetzen.

Dennoch schüttele ich mit sportlicher Fairness die Hand unseres neuen Rathausherren. Möge unsere Stadt mit (noch) mehr Jubel und Farbe aufleben, woran ich ganz fest glaube. Als mein persönliches Geschenk überlasse ich hier feierlich mein Selbstbildnis, welches ich als Wahnsinns-Kunst bezeichne und der Sitztanztruppe als symbolisches Zeichen meiner Anerkennung für das starke Engagement für die größte Zielgruppe stifte. Einen echten „Hapunkt“ an der Wand zu haben, ist für Sie hoffentlich eine Ehre (ansonsten verscheuern Sie ihn einfach an die Sponsoren des noch umzubauenden Gebäudes für die Aufbewahrung jeglicher Kunst). Es grüßt Sie die nun abdankende oder trefflicher ausgedrückt, abgedankte OB-Kandidatin.“ ;-)

(Bemerkung d. Red.: wir schenken der abgetretenen Kandidatin eine Therapie-Stunde in Form eines Gutscheins, da das Einkommen nun weiterhin niedrig bleibt und zücken ständig unsere mit Logo bedruckten Taschentücher).

 

 

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Wir üben Wahlkampfrummel…

Heida, bald ist Wahl und auch noch Volksfest.

Warum passt es eigentlich so herrlich zusammen? Richtig, beides sind Erlebnisse wie Eierkochen. Dazu kommt auch, dass sich zum Schwindel-Anfall (nein, an dieser Stelle nicht nur die Wahlversprechen) bei Überdosis des Auf und Ab und Hin und Her oder „Turbo-Kreisverkehr“ gelegentlich auch mal die letzte Mahlzeit zurückmelden kann. Was wird geboten? Ich denke zum Magendrehen natürlich zuerst an die Achterbahn, wenn man sich die überschlagenden Ereignisse hin und wieder so zu Gemüte führt. Oder ist es der Auto-Scooter, wo das Ganze noch an Fahrt gewinnt und einer den anderen rammt? Man könnte ja mal zur Luftschaukel hinübergehen. Das bisschen Dosis „Verschaukelung“ mehr oder weniger reißt es auch nicht mehr heraus. Und bei der zartrosa-farbenen Zuckerwatte kommt mir die eine oder andere Rede in den Sinn, die wie Kosmetik-Watte in unser Synapsengeflecht dringt und ebenso weich klingt. Warme Worte wie „Ich bin da ganz bei Ihnen“ klingen schon wie die leicht abgekühlte „Roster“ am Futterstand. Jeder Hauptdarsteller zeigt seine Kunststückchen – vom Ärmelchenzaubertrick bis zum Rekord beim „Ich kann vor Zorn besser brüllen und schneller erröten, wenn man mir auf die Füßchen tritt“. Für jeden Zuschauer ist etwas dabei. Wo steht eigentlich das Streichelgehege und wer ist der beste Animateur? Am Ende wird der beste Darsteller gekürt, der den Rummelplatz für mehrere Jahre unterhalten darf, zweideutigerweise. Wir trinken fix noch eine bunte Brause und ziehen dann entspannt vom Platz oder warten noch auf das Feuerwerk, welches noch den krönenden Abschluss zaubert. Sind wir schon verzaubert? Gut, dann lege ich mal die Rummelprospekte beiseite, rauche noch fix eine und bin nur noch gespannt, wessen bunte Jubelfunken wir demnächst über den Häusern der Stadt bewundern dürfen.

Ich lasse jetzt noch etwas Bedarfsromantik da, indem ich den schönen Sonnenuntergang bewundere und ein schmachtendes „Hachjaaaa…“ von mir gebe (ganz ohne Globuli).

Ein Gedichtchen hätte ich da noch:

Neulich auf der Feier sagte die Frau Meier:
“Das Wahlkampfgeseier geht mir mächtig auf die Eier!”
Darauf entgegnete entnervt ihr Mann:
“Geliebtes Weib, du hast nicht mal welche dran!”

;-)

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Wir üben wieder buntbuntbunt…

Hat schon einer gewusst, dass die bunten Dinger da im Nest angemalt oder einfach nur eingefärbt sind? Prima, weiter im Takt.
Wochenlang wurde natürlich mal wieder umhergeworben und natürlich „versüßt“ man uns die Tage mit ellenlangen Filmen rund um die Auferstehung. Na gut, Osterzeit ist eben nicht jedermanns Feierzeit, der Fernseher bleibt also aus, wenn es nichts Unterhaltsames gibt und ….hey…man lässt auch uns ungläubige Schäfchen etwas länger schlafen…bis die Glocken bimmeln und man die abgefallenen Ohren wieder einsammeln kann. Gut, sei´s drum, dann verschläft die teilzeit-chaotische Ungläubige wenigstens nicht ihren Hüttenzauber.

Und wo wir mal so bei Chaos sind: Ich habe natürlich nur der Mutprobe halber den Markt aufgesucht, wo sich die Kassiererinnen ja aufs Brüstchen tackern müssen, dass sie freundlich sind. Jetzt der Jubler: Ich habe noch etwas abgekriegt – juchuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuu ! Das Massenzwangskuscheln mit der einheimischen Bevölkerung habe ich ja nun lange genug überstanden und ich könnte darauf schwören, dass ich mich inzwischen sogar auch gut schlage…natürlich im übertragenen Sinne. Möchte man sie erschrecken, wünscht man dem, der am griesgrämigsten guckt, fröhlichst „schöne Ostern!“ Herrlich, wie etliche “Opfer” zusammenzucken. Das habe ich allerdings auch mal zur Vorweihnachtszeit getestet und hatte schwer zu tun, nicht loszuprusten.

Sogar per Wahlkampf wünscht man uns nun ein schönes Fest, nämlich mit violett-farbenen Osterglocken. Was wäre gewesen, wenn Wahlen in den Winter gefallen wären? Man sähe eventuell ein Plakat mit Glühwein und „Prost auf …“ oder ein Aufsteller mit einem Motiv einer dampfenden (Achtung, ich hab´s gelernt…!) „Roster“ und dann die Aufschrift „Mir ist nicht ganz alles wurst, aber mein Gehalt“. Vielleicht hätten wir auch ein (ähnlich wie jetzt) kunterbuntes Plakat gesehen, auf dem sich beschwipste Pinguine einem Stadtbild tummeln, wo auf jedem Gebäude „Hochschule“ oder „Universität“ steht. Auf einem weiteren Wahlplakat stünde vielleicht sogar „Zuviel geschippt – alles weg“. Man weiß es nicht und wird es wohl auch nicht erfahren – schade.

Kommen wir aber mal zu wirklich Schönerem: Das Wetter wird zwar lt. Verkündungen des Herrn K. nicht der Knüller – schade für die Kurzen, aber es blüht schon hier und da. Neulich entdeckte ich sogar, wie sehr sich Hauswände mit diversen blühenden Bäumen farblich ähneln. Ich sollte beim nächsten Male die Kamera mitnehmen. Also, nutzen wir die Sonne im Herzchen, die wir bislang gespeichert haben und lassen vielleicht mal dem einen oder anderen Gegenüber davon teilhaben.

In diesem Sinne wünsche ich meinen (wohl tapferen) Lesern ein schönes Osterfest, ganz ohne Stress und ich gebe noch einen wohl erleichternden Hinweis hinzu:

Man muss für die Schokolade nicht einmal artig sein und auch keine Schuhe putzen :-P ich bin jedenfalls verdammt erleichtert darüber.

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Wir üben erfreuliche Meldungen zum April-Beginn

Red Socks City: Erfreut zeigte sich der Regierende über einen großen Erfolg für die Stadt, den er gegenüber unserer Redaktion mit einer etwas speckigen und leicht angebrannten Rolle Papyrus laut verkündete. Allerdings machte sich Misstrauen breit und man ging dieser Meldung nach. Tatsächlich wurde ein Fehler in der Buchführung entdeckt. Die junge Mitarbeiterin, die sich vor einiger Zeit mit einem gekonnten Augenaufschlag, verdammt langen Wimpern persönlich  und somit erfolgreich beim Regierenden um die Stelle bewarb, gestand: „Ich dachte mir bei dem Wort Buchhalterin nichts Schlimmes, hatte mal etwas von Soll und Haben gelesen und wollte versuchen zu buchen. Ich fand also, wir SOLLten mehr Sonne HABEN und hatte entsprechendes in das Programm eingegeben. Leider hatte ich übersehen, dass wir noch Verbindlichkeiten gegenüber dem Wetteramt hatten und brachte wohl einiges durcheinander.“ 

Der Verantwortliche für die Abteilung bestätigte den Irrtum und bekräftigte, dass er einen Betrug für ausgeschlossen hält. Weiterhin gab er gegenüber unserer Redaktion zu, die Bewerbung nebst Referenzen, die ihm vom begeisterten Regierenden vorgelegt wurde, nur überflogen zu haben. [Auf dem Foto stellt sich der Hauptverantwortliche schützend vor die Mitarbeiterin.] (Bem. der Red.: Wir finden die Szene übrigens sehr rührend).

Inzwischen ist die Angelegenheit geklärt und die Buchung bereits entsprechend korrigiert worden (Anm.d.Red: es war ein dezentes Hüsteln im Büro vernehmbar).
Als Beweis sieht die Bevölkerung, dass auch mit Hilfe von engagierten Sponsoren wie beispielsweise Herrn P. vom Wetteramt und seinem Sprecher Herrn K. doch noch Schönwetter möglich ist, welches als freiwillige Leistung angedacht war. Die Stadt hatte vor, die stets beklagte „soziale Kälte“ zu beseitigen, stellte aber fest, dass es nur mit Bürgern möglich ist, die sich selbst an der Beseitigung des beklagten Problems beteiligen.

Wir bitten die Bürger der Stadt, den Fehler zu entschuldigen, danken mit einem Kniefall unseren Sponsoren, die das Ganze mit Humor nehmen konnten und trotz alledem Sonne nebst Schönwetterwolken zur Verfügung stellen.

Außerdem wünschen wir, das Schmierblatt-Redaktionsteam einen schönen 1.April.

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April – Wir üben April-Launen

Ha, “der April, der macht, was er will”. Jaja, wir gähnen schon über den Reim mit dem verdammt langen Bart. Was halten wir denn von der „emotionalen Flexibilität“? Hört sich nicht ganz so arg an, stimmt´s? So etwas las ich mal vor einer ganzen Weile in einem Forum und hatte es für trefflich befunden. Ich finde, es passt auch sehr gut dazu, da ich ja neulich feststellte, dass es ja „die Frühling“ heißen müsste. So, was machen wir nun mit diesem Monat? Achja… klar es gehen ja wieder April-Scherze herum. Gut, meine letzte Hoffnung hatte sich nicht bestätigt, versuchen wir es neu.

Was liegt eigentlich noch so an? Ach ja, Ostern, dürfen wir nicht vergessen, weil ja bereits schon seit langem die entsprechende Dekoration angeboten wird und fast  passenderweise auch mal wieder Goldglöckchen um Schokohasenhälse gehängt werden. Jedes Jahr das Gleiche: ein brav frisiertes Mädel fragt den Werbe-Onkel, wo denn die anderen Goldhasen wären. Der Onkel verspricht ihr einen, wenn sie etwas findet und ein herumstehendes Schokohasi gibt ihr nickend einen Tip. Sie klingelt also das herumliegende Glöckchen und die goldgierigen Süßigkeiten-Karnickel kommen flink “gehoppelt”, um sich ihre Deko für den Hals abzuholen. Dafür dass es eben kein echtes Gold ist, hatten diese es verdammt eilig.

Wie aber könnte der Spot ablaufen, wenn das Kindelein leicht gealtert wäre? Womöglich so: „Alder, wo sind´n die anderen Karnickel?“ Der inzwischen fast weißhaarige liebe Onkel versucht sich eben so cool und erwidert: „Wenn Du Deine Augen aufsperrst und was findest, steck ein und gut ist!“ Oder er ahmt den Comedyfritzen nach und grummelt „Guckst Du!“. Das nicht mehr so brav frisierte Mädel hat inzwischen Dreadlocks und schnappt sich eine Glocke, hält diese gelangweilt hin und bimmelt (sie weiß ja inzwischen, wie sie die Hasen lockt), schmeißt die Glocke über die Schulter, greift sich einen angelockten Hasen, steckt diesen in ihren „Design-Rucksack“ (Used-Look),  winkt cool ab und sagt „bis denne“. Ob dieser Hase dann aber noch genießbar ist, ist fraglich ;-)

Apropos altern: Auch mich erwischt es mal wieder (also, auch kalendarisch). Aus den geschenkten Stützstrümpfen wurde im letzten Jahr leider nichts. Ich schwenke hoffnungsvoll auf eine absolut brüllend modische Dederonschürze um. Auch habe ich es bislang noch immer versäumt, das wahnsinnig umworbene Haarzeug auszuprobieren. Wir erinnern uns? Es ist das „Zaubermittelchen“ im grünen Fläschlein, welches die Werbedame nach der Striegelung beruhigt auf die Bürste gucken lässt, weil dort keine Haarbüschel darin hängen. Inzwischen gibt es nicht nur die „39er-Version“, sondern auch die „21er“. Ich bin wahnsinnig beruhigt, denn bis zur 39 sind es noch ein paar „Tage“ Zeit. Wer noch irre hilfreiche Tipps für mich hat, wie ich noch nach dem Ausweis gefragt werden könnte, immer her damit. Dankeschee ;-) (allerdings bin ich ein Kosmetikfaulchen)

Und zur anstehenden OB(erindianerwahl) von Red Socks City komme ich am entsprechenden Tag zu sprechen :-)

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