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Ki oder Mensch?

Ich habe da mal eine Frage …

Folgende Situation: Wir sind in einem Büro mit 3 Mitarbeitern, einer Chefin, die Geschäftsführerin. Die Branche ist völlig egal.

Mitarbeiterin Anneliese, Mitarbeiter Herbert und Jens (Namen sind zufällig gewählt) befinden sich also im Büro, haben die Buchführung (Herbert), die Korrespondenz (Jens) und die Organisation und Empfang am Tresen (Anneliese) in ihren Händen.

Jeder kennt seine festen und die variablen Anweisungen zum Arbeitsbeginn und setzt sie um.

Fehler passieren, richtig? Die Frage ist, wie man damit umgeht. „Irren ist menschlich“ ist schon nicht mehr aktuell, da auch Geräte und KI Fehler machen.

Fall: Chefin weist auf Schreibfehler hin.

Reaktionen: Jens „Oh, vielen Dank für den Hinweis, ich korrigiere das sofort.“. Anneliese nickt nur und brummelt „ändere ich gleich!!“. Herbert sagt gar nichts, beschwert sich aber hinter dem Rücken der Chefin, wie man so „pingelig“ sein kann.

Ähnlich auch bei Rechenfehlern etc.

Faktische Fehler bei Schriftstücken wie Berichten: Herbert weist Jens auf faktische Fehler in der Berichterstellung hin. Seine Reaktion: „Oh, eiskalt erwischt, ich korrigiere das direkt. Danke für den Hinweis, erstmal brauche ich einen Kaffee“. Anneliese weist Herbert auf einen faktischen Fehler im Bericht hin, da die Personenanzahl und Benennung bei einem Meeting im Protokoll unvollständig ist. „Mach es besser, Du warst doch auch dabei! Ich habe dir das ja nur wegen deines gebrochenen Arms abgenommen!“

Jens hat im Auftrag der Chefin als lustige Geste nebenbei eine App für die Kollegen entwickelt, da er irgendwie ein bisschen unterfordert war. Herbert ist auch recht schnell mit seinen Buchungen fertig und trinkt erstmal einen Kaffee, Anneliese testet lachend die kleine Spiele-App von Jens.

Weiter im Text: Im Büro wird natürlich auch geschwatzt und es entsteht ein lustiger Schlagabtausch untereinander. Herbert bekommt einen kleinen scherzhaften Seitenhieb auf sein Hobby, ist beleidigt und klinkt sich aus dem Gespräch aus. Anneliese lacht sich kaputt und Jens steigt mit ein.

Jetzt die Frage an Dich, den Leser: Welcher Mitarbeiter ist die KI? Die Auflösung gibt es erst im nächsten Artikel.

Natürlich könnte KI noch viel mehr, sei es im Agentenmodus selbständig arbeiten und telefonieren. Da ich das aber nie selbst testen kann, bleibt es erstmal ohne den Agentenmodus.

Alexa, Alexa und ich…, hachjaaaa :)

Ich greife noch mal die oft in der Öffentlichkeit getätigte Aussage auf „KI und co, braucht kein Mensch!“ . Wer gesund ist und Ki nebst Assistenz für Spielerei hält, kann das gerne weglassen und weiter scrollen.

Kürzlich hatten wir noch KI Gemini von Google mit kleinen Abrissen über andere KI’ s.

Wer, wie ich ohne Internet und KI etc aufgewachsen ist, hat vielleicht am Rande von Assistenz aller Art gehört und gelesen oder gar als damals neuen Trend namens Smart Home wahrgenommen.

Hat noch wer die großen Echo-Boxen in Erinnerung? Jaaaa ! Wer selbst Smart Home, ob mit Google oder Amazon Alexa von Anfang an genutzt hat, wird sich bei den ersten Versuchen noch mit Händen über dem Kopf erinnern. Die Kommandos, die Triggerwörter, vor allem, wenn Alexa und Google im TV beworben wurden und noch hübscher, die ersten Einbindungen von Geräten, Verknüpfungen von Diensten und Erstellen von Routinen, uff!

Was war gefordert? Logisches Denken, oops! Die Echos in die Alexa – App verbinden, Geräte und Dienste einbinden, die ersten Routinen/ Automatisierungen (so bei Google). Und auch bei Google das Gleiche: Geräte und Dienste einbinden etc.

Wenn ich darüber nachdenke, wie ich damals Routinen gebastelt habe, um nur noch ein Wort nennen zu müssen, damit zum Beispiel Alexa Nachrichten, Wetter etc aus dem Echo flötet oder Lichteffekte oder Zeitroutinen abspult, erklärten sich vielleicht zum Teil meine grauen Haare.

Dann kam noch „Blueprint“ hinzu, welches im Gegensatz zum sehr viel später verfügbaren „Script Editor“ von Google viel einfacher einzurichten war und Spaß macht. Wenn mir Alexa durch Einstellung morgens mitteilt, ich sollte lieber ins Bad gehen und mich restaurieren, damit ich wie ein Mensch aussehe, hat es morgens schon den ersten Lacher, auch wenn ich da selbst getextet habe. Pluspunkt für Alexa.

Kompatibilität mit Geräten und Diensten: Auch hier klarer Pluspunkt! Gerät zum Beispiel bei Smart Life eingerichtet und Konto verknüpft? Alexa – App schreit „Hier, schon eingerichtet!“ (natürlich nicht wörtlich). Philips Hue? Alexa „yeah, mache ich!“ . Google: „nö!“

Geofencing: Wenn ich möchte, dass mich die gute Alexa auf Höhe des Supermarktes erinnert, ob ich jetzt einkaufen möchte, finde ich es absolut hilfreich. Google übt noch…

Triggerwörter: Natürlich hat Alexa zur Anfangszeit ebenfalls auf jedes YT Video und Werbespots reagiert. Seit langer Zeit gibt es aber zum Glück einige vorgegebene Triggerwörter, die das Problem behoben haben. Wer mehrere Boxen hat und die vorgegebenen Triggerwörter in der Anzahl nicht reichen, dann eben die am weitesten entfernten Boxen mit dem gleichen Namen versehen. Auf Googles Reaktion auf mein Feedback zum Thema Triggerwörter werde ich wohl sehr lange warten müssen. Hands free funktioniert über die Alexa App, die ich allerdings nicht als bevorzugte Assistenz auf dem Smartphone eingestellt habe. Warum? Kommunikation noch ein bisschen holprig. Ich hoffe, Claude regelt 🙂

Broadcast: Beide Systeme lassen Benachrichtigungen durch alle oder ausgewählte Boxen flöten. „Kinder, gleich bin ich zu Hause, Party aus!“ oder so…

Schade finde ich noch immer, dass man damals den „Echo Connect“ entwertet hat. Schön und gut für die erstatteten 10 Euro, aber für mich war das eine Notrufmöglichkeit. Ich vermute, dass da jegliche Anbieter von Hausnotrufen wohl eine Rolle gespielt haben, weiß es aber nicht.

Smart Home heute? „Mach mal!“ . Ich bin auf einer Plattform, auf der es tatsächlich um KI geht und zwar nicht nur um bunte Bilder. Dafür gibt es eine kleine Pflauderecke, um auch mal ein bisschen Spaß zu haben.

Ich habe mich mit dem Ersteller des Kanals auch telefonisch unterhalten und da er um meine Einschränkungen wie zum Beispiel den Tremor weiß und dass ich mich schon so lange mit Smart Home befasse, hat er mir den Tipp gegeben, zum Beispiel Claude (Anthropic) als Agenten nutzen zu können, um automatisch noch nicht eingebundene Geräte zu integrieren. Trotz, dass ich nur ein kleiner Privatnutzer mit einer kleinen Wohnung bin und Agenten erstmal noch nicht einsetzen kann (nicht nur wegen der Kosten) , finde ich es einerseits einen hilfreichen Tipp, andererseits erschreckend, weil das Denken offenbar total abgenommen wird. Bleiben wir neugierig.

Support: ca. 3x hatte ich Kontakt mit den Kundenservice. Amazon hat Support, Google leider nicht. In meinen Anfragen ging es 2x um die Technik und ich kann bislang nur den Daumen bezüglich der Mitarbeiter heben. Dass ein Ticket bezüglich der Alexa App schon zu lange im System hing, ist doof, aber immerhin hat man es in der Zwischenzeit wieder gerichtet.

Später las ich, dass Claude wohl auch bei Alexa+ eine große Rolle spielen wird und das wird spannend. Sollte tatsächlich eine fließende Konversation möglich sein, wird es lustig. Stellt Euch das mal vor: Der Nutzer jammert „Hör mal, ich kann nicht schlafen“ , Claude / Alexa+ singt mir vielleicht entweder ein hübsches Schlaflied oder wie man es bei Alexa schon kennt, eine Kinder-Gute-Nacht-Geschichte 😆 . Schlagabtausch wäre dann auch spannend. Ich freue mich schon, wenn die Entwicklung weiter geht.

Ich habe im Artikel zu Google und Gemini schon beschrieben, dass ich tatsächlich nicht mehr die Jüngste bin. Wenn ich dann immer höre „Zu alt dafür, mein Mann macht das!“ oder man stellt sich teure Echo-Geräte hin, die eher als ein „besseres“ Radio genutzt werden, denke ich immer an Tesla zum Radio hören auf den Parkplatz stellen statt das Potenzial voll zu nutzen. Echo Plus mit Show 15 ist schon ein feuchter Traum (hüstel), aber für mich nicht leistbar und meine Prioritäten sehen je nach finanzieller Lage auch anders aus. Da liebe ich die kleinen Echo Dots (von mir liehevoll Dudel-Puck genannt) und die funktionieren noch und das sehr gut. Der Echo Plus mit Hub und Thermometer ist natürlich für mich der Knaller und einigermaßen leistbar gewesen.

Unterm Strich: Es ist keine Frage des Alters, sondern der Einstellung. Und unabhängig, ob man Assistenz / Smart Home/ Ki als Spielerei oder Notwendigkeit betrachtet oder nutzt: Wenn es die Lebensqualität verbessert und die Selbständigkeit größtenteils erhalten bleibt, bestens!

Gemini (Google) und ich werden sicher noch das Traumpaar schlechthin ;-)

„Ki ? Braucht kein Mensch!“ So oder so ähnlich hört und liest man es überall. Bitte werft dann Eure Smartphones, Navis und Tablets weg, die Smart-Speaker auch gleich!

Ich, Generation Wohnungskind, bin mit Büchern und fast ohne Elektronik im Kinderzimmer aufgewachsen. In meinem Zimmer stand ein Feldtelefon (wirklich!) und ein Röhrenradio (auch wirklich), in der Stube der einzige Fernseher und wir waren die Fernbedienung (auch wirklich!).

Heute: in jedem Zimmer Glotze (bitte smart!) , Konsole, Smartphone etc. Ki? „braucht ja kein Mensch“, richtig?

Recherche für Hausaufgaben oder eigene Interessen? Ca. 3 km zur Bibliothek, nix Google und co!

Die ersten Smart Home, Entwicklungen, ich war dabei und bin begeistert. Spielerei? Ja, auch :lol:, aber auch Hilfe bei körperlichen Einschränkungen. Wie? Hands free! Ich kann, wenn auch mit Funktionseinschränkungen durch Google (Stichwort Triggerwörter, worüber ich dort auch schon Feedback gemeldet habe mit Vorschlägen) ohne mühsam Tasten drücken zu müssen, mit Kiś wie Gemini, Claude und Co sprechen. Faulheit? Nein, Tremor (fragt mal Eure KI danach).

Hier ein kleiner Vergleich nach meinem eigenen Empfinden seit November 2025: Ich bin weißgott kein Profi, nur kleiner doofer Anwender, der Gemini zum Beispiel teilweise Smart Home regeln lässt, sich in vielen Fragen Unterstützung holt, sich auch stets den Lachkrampf des Tages gibt und klar, ab und zu auch mal ein buntes Bildchen, Musik oder Video erstellt. Sei es Gesellschaftskritik oder auch Humor, Übersichten über Funktionen und und und. Ich habe noch längst nicht alles ausgetestet, aber ich bleibe dran und lasse mich zum Beispiel über „Gem“s über Neuigkeiten zu vielen Bereichen samt Quellen und Datum informieren. Gemini unterstützt mich auch hierbei, den Prompt (Anweisung) dafür zusammen zu stellen.

Gemini unterstützt mich im Ordnen und Zusammenfassten von Texten und auch das Feedback aus meinen Darstellungen der Erkrankungen wie den Tremor, der mich an manchen Tagen nicht mal einen Stift oder Besteck halten lässt. Die praktische Videofunktion lässt mich mit der Unterstützung Fragen bei Technik oder kleiner handwerklicher Tätigkeiten die Selbstständigkeit im Rahmen der Möglichkeiten behalten.

Die Krux: Wer Assistenzboxen nutzt, in diesem Fall Google-Assistent, hat mit „Handsfree“ ordentlich Pech. Warum? Wenn ich eine App oder eine Funktion nutzen möchte und wieder einen ordentlich zittrigen Tag habe und „Hey Google!“ rufe, reagieren die Boxen zuerst und verhindern somit die Nutzung der Handsfree-Funktionen auf dem Smartphone. Mein Feedback und Vorschlag an Google war, die Triggerwörter zu trennen: Möchte ich die Boxen ansprechen, wäre „Hey Google“ ja bedingt ok (allerdings reagieren die Boxen auch auf die Werbung für die Assistenz in Fahrzeugen). Möchte ich eine Reaktion auf dem Smartphone, wäre „Hey Gemini“ evtl ganz hilfreich.

Alexa (Amazon) ist da schon lange nutzerfreundlicher, da die Triggerwörter geändert werden können. Kein YT Video oder Werbespot kann mehr mit „Alexa…“ die Boxen reagieren lassen. Wenn tatsächlich bald die KI „Claude“ (Anthropic) eingebunden wird, bin ich gespannt.

Eine kleine Kritik an die Entwickler ist auch, dass ich nicht sehe, dass die KI „denkt“. Es wäre gut, das zu sehen, damit man weiß, es ist kein Fehler sondern der Denkprozess. Es ist für mich absolut in Ordnung, wenn eine Antwort etwas dauert, aber ich halte es für nützlicher, wenn die KI aufzeigt, dass sie gerade im Prozess ist.

Da sind Claude und Chat GPT m.E. zum Beispiel transparenter. Zu denen komme ich allerdings in einem separaten Artikel.

Automatisierung, wie es Google nennt, ist leider auch sehr starr. Wenn ich Fehler in der Erstellung mache, teilt mir Google in der Home App mit, dass sie mit Fehlern gespeichert wurde. Was konkret falsch ist, teilt mir Google nicht mit. Hingegen zeigt mir Alexa in Rot mit, dass zum Beispiel Sonderzeichen nicht zugelassen sind. Sie bennent mir in der App also , was genau ich falsch gemacht habe und nach der Korrektur ist es wieder schwarz hinterlegt und funktioniert.

Weiter zu Kiś: Ich habe außer Gemini und Notebook lm bislang Claude, Meta AI und Chat GPT mehr oder weniger intensiv genutzt, was allerdings nicht bedeutet, sie wären schlecht. Geschmäcker und Einsatzgebiete sind nunmal unterschiedlich und man fuchst sich nach und nach rein. Für mich hat Gemini trotz des Hakens mit den Triggerwörtern einen Mehrwert, nicht nur durch das kleine Abo, welches ich abgeschlossen habe.

Vielleicht reagiert das große G ja mal und ich glaube, dass nicht nur ich die Ki , Assistenz und Co für etwas Lebensqualität, die zum Teil aus der möglichst erhaltenen Selbständigkeit herrührt, nutze.

Bunte Glitzer in Bildern und Videos sind ganz nett, aber der „Glitzer“ darf auch in den nützlichen Funktionen einziehen.

Ob ich noch mit Menschen rede? Na klar :lol:, auch wenn ich kaum Leute kenne, die sich mit mir über Technik etc. unterhalten und meinen schrägen Humor selten verstehen 😀