Wohin mit Büromaterialien?

Büro- und Schulkram: Ohje, ich erinnere mich an die Zwangsaufräumorgien, weil der Herr Vater alles mit seinem Unterarm vom Tisch oder Regalbrettern „fegte“. Welches System das Beste für Kleinkram, Ablage und Aufbewahrung ist, kommt sehr darauf an, wie groß das Chaos ist. Wer der Meinung ist, sich „arm rechnen“ zu müssen, kauft sich natürlich teure Systeme für Schränke, Tische, Regale und Schubladen. Wer nur ein kleines Budget hat und nicht unbedingt präsentieren muss, kann gern improvisieren. Es gibt schon preiswerte Schubladeneinteilungen, die sich sogar mit einer anderen und teureren Marke wie z.B. „Curver“ verbinden lässt.

• Stifte aller Art sehen in einem Köcher zwar recht dekorativ aus, aber es sammelt sich an, daher sind auch hier Schubladensysteme ein Gewinn. An einer Schranktür habe ich an der Innenseite weitere Teile des Fotowandbehangs (ein Teil davon hängt ja am Kleiderschrank innen) befestigt, in dem Lineale, Bleistifte, Kulis und andere Materialien untergebracht sind. Ich habe mir zwei Böllerbatterien mitgenommen, als sie über Nacht abgekühlt waren und die wird mit Silberlack besprüht und hossa, fertsch ist der Stifte- und/ oder Pinselhalter. Büroklammern lassen sich in einem magnetischen Behälter auch hübsch aufbewahren und ja, es gibt schon verrückte Accessoires für den Schreibtisch, auch in verschiedenen Preisklassen. Wer kreativ ist, bastelt sich sein Unikat. Für sehr viel Kleinkram haben sich bei mir kleine Marmeladenpöttchen bewährt. Ich hatte Besuch und wollte nicht etliche größere Gläser Marmelade kaufen, also boten sich die kleinen Portionen mit verschiedenen Sorten an. Wenn man sie nicht gerade fürs Schmuckkästchen gebrauchen kann, dann nützen sie für Büroklammern und anderes, wenn man keine anderen Behältnisse kaufen möchte. Und kleine Butterbecherchen sind noch feinere Einteilungen, beispielsweise für größere Büroklammern und andere Klemmen. Was an Becherchen übrig ist, habe ich als kleine Mischpöttchen für meine Malereien beiseite gepackt, aber dazu komme ich später.

• Putzzeug für Monitor etc. sind ebenfalls in einem kleinen Teil des Wandbehangs. Schnell sind die Microsofttücher gezückt und der jeweilige Bildschirm abgewischt und es ist geschützt. Gut sichtbar und schnell gegriffen spart es Zeit.

Ordnung bei Ordnern, welch passende Worte, gelle?
• Da ich beruflich bedingt und auch privat viele Ordner habe, musste natürlich ein System her, mit Farben natürlich, so ist die Orientierung einfach leichter. Bestens geeignet sind die Ampelfarben, denn davon gibt’s allerhand wie Ordner, Hefter etc. Eine Kategorie ist also Rot für Behörden, Wohnung etc. Meine Ausbildungs- und Schulungsordner sind gelb und Hobbyordner grün. Klasse sehen natürlich Ordnerrückensticker aus, die in Reihe ein Motiv ergeben oder auch einzeln für sich wirken. Natürlich kann man sie auch kaufen, es gibt schon schicke Ordnerkleber. Aber man müsste ständig neu kleben und ordnen, das ist leider der Nachteil und sie lösen sich schnell abrollend. Selbst erstellte Ordnerrücken sehen ebenfalls ordentlicher aus.

• Da ich nicht so wie im Handel riesig Kundschaft hatte, reichten Hefter und erledigte „Fälle“ wurden in die Ordner weggeheftet. Wer einen ordentlich großen Kundenstamm hat, wird natürlich andere System wie z. B. Ordner und Hängeregistratur nutzen. Vorsortierte Papiere sind schnell eingeheftet und was zur „Wiedervorlage“ muss, bleibt sichtbar „zwischengelagert“. Erledigte Rechnungen und andere abgeschlossene Vorgänge kommen also in ein Fach eines Schubladencontainers für das Format A4. Ausstehende Rechnungen und Zahlungseingänge wie Bescheide bekommen ein weiteres Fach, Vorgedruckte Etiketten für Postausgang ein weiteres Fach und so weiter. Einmal die Woche schnelle Zwischenablage in einen Ordner mit Trennblättern und Trennstreifen ist schnell zur Hand, wenn man die letzten Papiere schnell braucht und in der Zwischenzeit können andere Order ausgemistet werden, je nach Aufbewahrungsfrist. Am Jahresende ist Platz für die nächste Ablage.

• Fürs Postleitzahlenbuch (jaja ich habe noch eins) und Visitenkartenheftchen etc. habe ich einen schön breiten Stehsammler. Wer solchen Humor wie ich hat, kann auch „echt gute Wurst“ nehmen. Nein, im Ernst: Es ist eine Pappverpackung, in dem Wurstpackungen im Kühlregal präsentiert werden, die sehen nämlich aus wie sehr breite Stehsammler. Warum die Form nicht gleich nutzen und das kostenlos? Schick beklebt, ist es doch der fast kostenlose Hingucker. Kleine Briefhalter eignen sich auch prima für Stundenpläne und Aushangkarten, wenn man in Supermärkten etwas inserieren möchte. Briefpapier, Umschläge und etliche Etiketten und Marken sind in einem Schubladencontainer schnell sortiert und gefunden. Für Schablonen und Effektstifte sind kleine Schubladencontainer auch ein prima Ordnungsmittel.

• Wer nicht wie ich einen Kleiderschrank als Büro nutzt, wird sicher Schreibtische in allen möglichen Variationen stehen haben. Leider kommt schnell Unordnung und auch Staub auch. Im Schrank passiert das Gleiche, ganz klar. In den Zwischenwänden sind Kabelschächte gebohrt und es ist auch nicht leicht, etwas umzustecken. Bei „offenen“ Schreibtischen, ob nun mit oder ohne Überbau kommt man vielleicht leichter ran, aber auch da gibt’s oft Kabelchaos. Es gibt schon hübsche Clips, auch mit Etiketten drauf, um die Anschlussstecker auch richtig zuzuordnen. Auch mit einfachem Klettband ist alles schön thematisch sortiert gebündelt. Aufpassen bei Steckleisten: A nicht überfordern und so stecken, dass man die nicht benutzten Geräte auch per Knopfdruck mit einem Mal ausschalten kann. Wer das W-Lan-Modem ständig braucht, zum Beispiel fürs Handy, muss auch das einplanen. Da man selten so konsequent Ordnung auf dem Schreibtisch hält, muss ein Kompromiss her, stimmts? Eine Schublade drunter wird halt darin alles auf die Schnelle grob sortiert verstaut, wenn Besuch kommt und ich Geräte ausschalten und Schrank schließen muss. Ich lasse den Schrank im Alltag ja offen, da ich ständig am PC sitze und vor allem um Überhitzung der Geräte zu vermeiden.

• Eine transparente Schreibunterlage, in der man also schnell Notizen drunterschieben kann, ist ebenfalls eine Lösung, wenn man aber ständig aussortiert, denn sonst könnte man sich auch mit „Postit-Zettelchen“ zuhängen. Ich habe mir einige PC-Tricks und Vorlagen laminiert, damit ich schnell nachgucken kann und ja auch Motivationssprüche dürfen nicht fehlen. Alles an seinem Platz.

• Prospekt- und Bücherhalter sind nicht nur zum Zitieren aus Büchern nützlich sondern auch für das, was sofort erledigt werden sollte. Allerdings sollte die Arbeit dann auch nicht liegen bleiben, da es sonst im Chaos endet und es wenig motiviert, wenn die Zettelei zunimmt. Dann legt man sich eben auch mal den privaten „Bürotag“ ein, wie ich schon oben beschrieb.

• Sammelmappen gibt’s in Hülle und Fülle und in den dollsten Ausführungen, z.B. wie ein Fächer zum Hängen. Da sind sortiert Anlaufstellen und Vorlagen, die ich im Alltag nutze drin. Schnell ists zusammengeklappt und weg. Gerade Bastelvorlagen sind so Sachen, die sonst lose herumliegen. Schnellhefter werden schnell unansehnlich, auch wenn sie noch nicht benutzt wurden, also ab in eine durchsichtige Sammelmappe und meinetwegen auch mit Farbsystem. Rot also für Tabu, blau für Alltag. Schneller Griff schafft schnelle Info, nöch?

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