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Wir üben Weihnachtsbimbim…

Bei abendfrischen Temperaturen Glühwein“durst“ zu verspüren ist doch mindestens ein Grund für eine Tour in die Stadt. Erste Weihnachtslichter zeigen mir, wie günstig (mitgesponserter) Strom sein kann.
Gucken wir mal wieder über den Weihnachtsmarkt. Die Beleuchtung ist Geschmackssache, für meine Begriffe hier und da auch sehr schön.

Unsere Panflötenfraktion hat anscheinend aus der Kälte des vergangenen Jahres gelernt und lässt manchmal sogar Videos laufen, während sie selbst warm eingepackt, Mützchen etc. vertüdelt. Das „Hui“ und „Jui“ auf den stellenweise sehr glatten Wegen und auch Fliesen vor den Einkaufscenter-Eingängen bleibt zur Zeit noch aus. Die Gelegenheit, Haltungsnoten zu vergeben, ergab sich also bislang noch nicht.
Eine Entdeckung tat sich mir schon im letzten Jahr auf. In einem Stadtteilforum ist die Rede von „Langos“ gewesen. Ob man das essen kann, fragte ich auch. Kann man! Muss man sogar! Es ist lecker nach Pfannkuchen schmeckender Teig, mit sehr geringer Süße, mit Belag nach Wahl (Knofi, Zwiebeln, Sauerrahm und Sonstiges womit man eigentlich eine Pizza belegen könnte). Ich habe mich mal der Mentalität („war doch schon immer so…!“) angepasst und bin bei einer Sorte geblieben.

Um Weihnachten wegen dem „Wir-haben-uns-mal-wieder-zu-Festtagen-ganz-dolle-lieb-Effekt“ nicht ganz zu verteufeln, hole ich natürlich wieder meine kleine Bedarfs-Romantik heraus: Met (Honigwein) in rot oder äh… gelb…(gold klingt besser, oder?) wird in eine hübsche Tasse gegossen und erhitzt. Hier ist die Mikrowelle effektiver als der Video-Strip aus irgendwelchen rot-weißgepuschelten Dessous. Es lässt sich dennoch einsetzen, um die Wartezeit des Erhitzens zu überbrücken. Man schaue sich das Video „Santa Baby“ mit Frau Minogue an und denke sich die Tänzerinnen weg.
Während der Apfel im Yves Rocher-Bräter (das Zeug hält sogar das 2. Jahr-Wahnsinn!) vor sich herrunzelt…Verzeihung – natürlich duftet, kann die Bescherung kommen. Meine „Bescherung“ wird ruhig ausfallen und wenn Schnee liegt, dann ist´s perfekt.

Apropos Bescherung: Hier wird es natürlich für die Eltern schwierig, die ihre „Erziehungskompetenz“ einem imaginären Wesen übertragen haben. Wie steht es jetzt eigentlich damit? „Wenn Du das und das nicht tust, dann schenkt dir der Weihnachtsmann nichts“. Gäbe es ihn, wäre der sicherlich konsequent.
Dieser imaginäre „Erziehungshelfer“ musste sogar schon auf die Couch, wie man hier zu sehen bekommt. Er meint hier, es wäre zwar alles in Ordnung, aber beklagt sich, dass nie etwas zurückkäme. Tja, man sieht ihn eben nie (oder sind es beispielsweise die, die einfach Fotos von Personen knipsen und die verkaufen wollen?) und er hat keine anständige Erreichbarkeit zum Bedanken. Da fällt mir ein, man kann so nicht einmal Rückgabe- und Umtauschrecht geltend machen, wenn wieder etliche Küchenmaschinen, Socken und Kochbücher unterm Baum landeten. Spätestens jetzt müsste der Letzte begriffen haben, dass….äh…der Support noch etwas besser werden müsste.

Eine Frage wirft sich mir noch auf: Wenn Weihnachten das „Fest der Liebe“ sein soll und Liebe ja auch noch sprichwörtlich durch den Magen geht: Woran soll man in manchen Fällen ausmachen, wovon das eine oder andere Bäuchlein gewachsen ist? 😉

In diesem Sinne wünsche ich allen Weihnachtsliebhabern oder Weihnachtsmuffeln gleichsam erholsame Feiertage im Kreise der Lieben und natürlich einen supi Rutsch ins neue Jahr.

Wir üben Festessen-Verträglichkeit

Mal ehrlich, ist die Ente schon im Gefrierfach? Meine liegt noch als Frost-Tierchen im Rewe meines Vertrauens. Die muss also noch in meinen Single-Ofen und für mein Experiment herhalten. Bloß gut, dass ich keine Verantwortung habe, was eventuelle Magenverstimmungen betrifft.
Achja, ein Möbelhaus mit dem sehr ungesund klingenden Slogan, welches ein intensivrot farbenes Möbelstück als Markenzeichen herhält, dürfte uns den Rest geben. Denn dieser Slogan klingt auch irgendwie nach bösem Verdauungsproblem. Übrigens: Wer sich über Unverträglichkeiten oder Völlegefühl zum Festmahl fürchtet, kann Dank der Werbung für ein Mittelchen mit „D“ beginnend und an der grünen Packung erkennbar, für Abhilfe sorgen. Vielleicht gar als Geschenk? Schon jetzt wird kräftig dafür geworben. Der Winter und besonders die Weihnachtszeit scheint ja die Hochzeit jeglicher Unverträglichkeiten zu sein.

Und passend fiel mir vor ein paar Jahren mal ein Gedichtlein ein…

Zum Weihnachtsfest ein fetter Braten?
Ich könnte zu ´nem Döner raten.
Für´n paar Euro Fleisch, Gemüse, Brot…
im TV frisst man sich an Ente tot.
Schön geschmückt und hübsch garniert
schmeckt Fertigessen garantiert!

Jaaa, ich war stinksauer… 🙂

Wir üben noch mal den Wahlkampf

Da hatten wir doch zwei Doktoren
die um des Bürgers Stimme bohren.
Doch vergesse man beim Wahlkampf nicht,
was dem Bürgerwunsch entspricht.
Drum sollte man sich einig sein,
„Wen schicken wir ins Rennen ´rein?“.
Mit Überraschung und Überzeugungston
buhlt nun der Dritte um den Thron.
Fehlt nur der vierte Kandidat,
der noch keinen Doktor hat.
Will noch ein Fünfter Stimmen haschen?
Wir lassen uns auch überraschen.
Dann kommt zur nächsten großen Wahl
so richtig Spannung auf, das wär´s ja mal…

———

Da dachte sich die Menschheit nun,
das weibliche Geflügel wär´ein Huhn.
Doch sieht man sich die (gersche) Chronik an,
war´s bei Führungskräften doch ein Mann.
Kommt nun der nächste Wahlkampf dran,
kandidiert eine Frau mit Namen „Hahn“.
Beim Hahn mit Z denkt sich der Wähler nur,
ist es ernst mit seiner Kandidatur?
Ob „Huhn“, ob „Hahn“ oder am Ende „Ei“
Die Rettung der Stadt muss fix herbei.