Erste Schwitzübung geschafft – check!

Eiei, die erste richtige Schwitzübung haben wir seit Donnerstag gehabt. Endlich die erste Einreibung mit duftiger Sonnencreme, schön kurzes Shirt an und endlich vor allem der nächste Schritt zur Bräunung! Klar, die ersten Nörgeleien im Netz ließen ja schon bei 20°C nicht lange auf sich warten. Es möge doch immer kalt und regnerisch bleiben. Das egoistische Volk kann die kalten und regnerischen Tage ja bald wiederhaben, etwa ein halbes Jahr lang. Der Kompromiss wäre ja immer nur nachts kalt und nass. Aber wir kennen ja die Fanatiker jeder Richtung. Niemand darf sich über wärmere Temperaturen freuen, niemand darf Fleisch essen und alles muss „Bio“ sein, als wäre es nicht nur ein Verkaufstrick.

Kommen wir zu etwas amüsanteren Dingen. Es geht ja mal wieder im Netz herum, welche Schlübber jetzt die modischen Kracher wären. So richtige Omaschlübber müssen es jetzt sein, muhaha! Unter einem Artikel war sogar eine kleine Umfrage, ob man nur diese oder Strings (Popo frisst Hose) oder beides trägt. Hätte ich irgendwas angeklickt, hätte man mir wohl ständig Schlübber in den Werbeeinblendungen präsentiert. Am besten noch mit bunten Streifen, wie man sie zuhauf im Onlinehandel sieht *grusel*. Und dann kommt bei einer Fanseite irgendeines Modeblättchens eine Bildergalerie von Latzhosen, meist kurz. Darunter steht, dass Männer sie hassen würden, aber jetzt wieder absolut „IN“ sind. Mir ists schnurz, was Männer hassen oder was „in“ oder „out“ ist, ich trage, was mir zusagt. Bei mir ists zwar eh so die Haus- und Hofkluft und praktisch, um bei Krämpfen eine Wärmflasche da rein zu packen 😂 bin auch schon so zu einer lang geplanten Feier gegangen, war ja eher lockere Zusammenkunft. So, fertigg“geschlübbert“! 😀

Ein schönes Spielchen startete eine Fanseite. Klar habe ich auch mitgemacht. Ich gebe mal hier wieder, was mir so einfiel: S:uper Wetter, O:-Saft, M:ückenfreiheit, M:eer, E:rdbeereis, R-Rum auf Schoki-Eis. Fehlt eigentlich noch: „Supergeil!“ 😆

Und kaum schwärme ich vom Sommer, schon wurde es wieder kühl und regnerisch. Herr P. , ich darf sie an meine letzten Schreiben verweisen und an den Kompromiss erinnern. Nachts regnen lassen und Kühle bringen, am Tage dürfen es gern gute 25 °C werden. Danke!

Und damit das Verbraucherherzchen auch noch etwas Sommer probieren können, gibt’s hier wieder den Werbeblock: Irgendein Fußballmüller stellt einen Einkaufszettel als Herausforderung dar. Geworben wird für einen Supermarkt, der uns „besser leben“ verspricht. Klar, irgendeine Sojamilch oder irgendwelches Biozeug auf der angeblichen „Einkaufliste deiner Frau“ soll sich vorerst als kompliziert zeigen und ganz plötzlich ist alles wie von Helferhand einer Mitarbeiterin gefunden – Wahnsinn! Und es gibt noch mehr „Wunder“, jetzt sind die Weibchen dran. Wir kennen ja die Szenen mit verschiedenen Frauen, die dank der beworbenen Haarpflegemittel eine Schere zerbrechen können. Natürlich gibts bei fast jeder Marke Supershampoos, Superschaumfestiger, Superhaarsprays und Superkuren nicht zu vergessen. Und das neue Supermittel heißt „extreme Serum“. Das verspricht also „extreme“ Superhaare. Da wird einem ja superschwindelig, bei so viel Superzeugs.

In diesem Sinne: fühlt Euch lieber so oder so super, ohne jegliches Zeugs (ha kann man zweideutig betrachten 😀 ) Und ja „schlübbermäßig“ ists doch egal, was „In“ oder „out“ ist oder ob und welche Latzhose nun den Herrschaften oder sonst wem gefallen oder nicht, ist schnurz. Wohlfühlen ist das einzig Wichtige. *Prost* lecker Fruchtmilch.

Der Sommer guckt um die Ecke … !

Habe ich schon vermeldet, dass fast Sommer ist? Jaja, ich muss schon aus dem Häuschen sein, da es doch meine Lieblingsjahreszeit ist. Endlich Sonne, Bräune (liebe rote Spinner: ich rede von der Haut!)

Und es gibt ja wie fast immer skurrile News: In fast jedem Artikel geht es um die Tamponsbesteuerung in Australien und Petition zur Steuererleichterung: Dann ist Deutschland ja noch verhältnismäßig paradiesisch. Was würden wir hier sonst tun? Womöglich vorm Fernseher Taschentücher drehen und Wollreste dranknoten. Irgendein Typ verwechselt Äpfel mit Birnen und hätte gern denselben „Vorteil“ und sein Bier und andere „Männersachen“ billiger. Hach, dieses einfach gestrickte Volk lässt sich aber auch nicht wegsperren.

Und apropos einfach gestrickt: Irgendein Blättchen erklärt uns, dass Berlin die Singlehochburg schlechthin wäre und daher schlussfolgert man die hohe Kuppelappnutzung. Und das hat mit einer Stadt zu tun? Es gibt überall notgeiles Pack und dieses nutzt eben die Apps für die gewissen Zwecke. Und wer das weiß, lädt sich solche Apps nicht oder befreit den Handyspeicher schnell wieder davon. Und wer lieber nicht nach Bildern (ver-)urteilt, geht lieber „unter“ Menschen, manche gehen dann wörtlich gern unter die Menschen. 😂 Aber die Suche nach… nennen wir es mal „willige Weibchen“ geht ja weit über diese Apps hinaus. Man wird beispielsweise in sozialen Netzwerken entweder wahllos angeschrieben oder auf ein häufig diskutiertes Thema angesprochen. Angeblich gefällt ein Kommentar, den ich irgendwo hinterließ. Dann kann man gedanklich schon den Countdown starten. Bei ca. 7-8 kommen die Jungchen fast auf den Punkt. Nach ein paar Floskeln zum „tollen“ Foto und „sehr interessanten“ Profil kommt schon die mal subtile und mal klare Spekulation auf die stunden- oder gar minutenweise Besetzung meiner 2. Betthälfte. Jungs, vergesst es ganz schnell und guckt Euch in diversen Apps passende, also willige Weibchen aus. 😆  Meine Betthälfte gehört meinem Strickzeug, meinem Buch, einem Klemmbrett, zwei Fernbedienungen und gelegentlich Tüten mit Knabberzeug und meinen vertrauten Gästen. Gut, dann wäre das ein für alle Male geklärt. Solch Abgründe, wie man bevorzugt Berlin zuschreibt, gibts ja überall 😀

Und damit das Verbraucherherzchen noch mehr Abgründe erfährt, gibt’s natürlich wieder den Werbeblock: Hach, da erklärt uns der selbsternannte „Volksmusik-Rocker“, dass eine gewisse Buttermilch „schee mocht“. Das hat schon vor langer Zeit Else Kling ohne sichtbaren Beweis behauptet. Und wir sehen wieder Pharma-Zwillinge, die uns wieder „gute Preise, gute Besserung“ wispern. Jetzt geht es um Augentropfen, die man nicht mehr klassisch aus einer Tropfflasche entnommen werden sondern jetzt „aus der praktischen Quetschflasche“. Natürlich stellt sich Zwilling 1 sehr unbeholfen an, um Zwilling 2 demonstrieren zu lassen, wie leicht es doch ginge. Tja, „gute Preise“ naja, gute Besserung lassen wir mal dahingestellt, aber Umweltaspekt Niete! Schon bei einem anderen Pharmaunternehmen sehen wir die Ressourcenverschwendung. Die Herrschaften werden diese Firma durch ein blaufarbenes Potenzmittel kennen, ich kenne sie durch Schmerzmittel und den großen Skandal vor vielen Jahren.

In diesem Sinne: Äuglein auf im Internet, auch bei noch so vermeintlich netten Bekanntschaften. Es geht um nichts anderes um Eines. Eine neue Marktlücke „Bettkantenvermietung“ wäre nicht im Interesse solcher Figuren. Selbst wenn man einen Stromzaun um sich herum bauen könnte, in die Bude kommen mir nur vertraute Personen. Ich hätte sogar mein Tensgerät nutzen können, wer guckt denn schon, worauf er sich legt und *zack* kriegt der besser eine gewischt als von meiner Hand 😆 *Prost alkoholfreies Gesöff, welches nach Sekt schmecken soll*.

Ansprüche über Ansprüche … !

Ha! Man freut sich ja nicht nur über das meist feine Wetter, nein, auch nicht nur über gelegentliche Pakete, die man eh selbst bezahlen muss. Nein, es geht um Veränderungen.

Als gelegentliche „Männerversteherin“ hatte ich folgenden Gedankesblitz:

Das Weibchen schreit: „Mir fällt was ein!“. Das Männe schwitzt und stöhnt: „Oh nein!
Sie räumt freudig die Regale aus, Männlein denkt: „Was kommt? Oh Graus!“.
Es müssen noch paar Fächer hin, sie schaut fordernd. Was sagt es ihm?
In den Keller muss er auf die Schnelle, Sägen , Schleifen und die Schelle.
Er hetzt nach Stunden dann die Treppen rauf, das Weibchen ist schon grimmig drauf.
Er nagelt alle Bretter an und denkt er wäre fertig dann.
Die letzte Schelle sitzt kaum fest, kommt schon der Belastungstest.
Und weil Männe es so prima kann , könnten noch mehr Bretter dran.

So Männer, Ihr kennt das ja sicher 😂

Und wo wir mal so bei Ansprüchen sind: Es geht ja wieder die neue Staffel von Inkas Resterampe los. Es suchen also wieder neue Bauern neue Praktikanntinnen für Arbeit und des Bauern Freuden….äh Lebenspartnerinnen natürlich…*hüstel*. Die Stellenbörse für ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Freudenmädchen ist also wieder eröffnet. Und wenn es sonst im Leben nichts mit der Suche wird, hören wir aus den TV-Boxen: „Sie sollte schlank und intelligent sein und sich oft sexy anziehen.“ ausgerechnet von einem Bauern. Stand wohl so im Drehbuch? Und wehe, da will wieder eine die Bude umkrempeln wie eine resolut erscheinende Thüringerin, die eher nunja…das Bild einer Holzfällerin abgab. Ja, da heult auch mal ein Bäuerlein. Liebe Bauern und Drehbuchautoren: Die Ansprüche der selbst noch so schwer vermittelbaren Mädels, die sich da melden, steigen immens!

Da fällt mir ein Kommentar zu einer Diskussion ein, bei der es eigentlich um teure Pflegeprodukte und Rasierzeug für Frauen geht. Ich hatte lachend kommentiert, dass sie selbst schuld sind, wenn die sich dazu hinreißen lassen. Außerdem falle das zwischen dem ganzen anderen Gedöns wie mindestens 3 vollen Kleider- und Kosmetikschränken doch eh nicht auf. Darauf kam sinngemäß die Antwort, dass ich als Frau ganz sicherlich nicht als solche beachtet werden würde. Außerdem kaufe sie sich ihre Sachen selbst und stellt an ihren Mann auch solche Ansprüche. Ich solle, um als Frau wahrgenommen zu werden, mindestens das Gleiche tun, sonst bliebe ich der reine „Kumpeltyp“, der ich ihrer Meinung nach sehr wahrscheinlich bin. Ich komme bei solchen Kommentaren vor Lachen kaum in den Schlaf. Ich fragte sie, ob sie weiter nur auf das massige Gedöns reduziert bleiben will oder nicht doch lieber beachtet sehen möchte, was sie ist und kann. Ich warte seit Tagen auf eine Antwort. Außerdem war das eine starke Abweichung vom eigentlichen Thema. Macht auch nix, ich konnte herzhaft lachen und mich mal wieder für meine Geschlechtsgenossinnen fremd schämen.

Und damit das „anspruchsvolle“ VerbraucherINNENherzchen auch etwas „Futter“ hat, gibt’s jetzt extra den den Werbeblock für solche Weibchen:
Bei Waschmittelcaps braucht es extra einen Hinweis, dass sie vor Kindern geschützt aufbewahrt werden sollen. Na endlich, damit sich die …nennen wir es unbedarften Hausweibchen nicht über Vergiftungen ihrer meist unbeabsichtigten Kurzen nicht wundern. Wegschließen ist ja viel zu teuer, nicht wahr? Ersatzweise muss ja viel Spielzeug und sonstiger Kram her. Vielleicht hilft ja ein Bauer beim Einbauen eines gekauften Schlosses in Eure Kosmetikschränkchen oder andere Türchen? Und für die weitere „Stärkung“ der Erziehungskompetenz soll es gesetzlich bald keine Quengelecke mehr geben. Und wo wir so schön bei „Niveau“ sind: Robbie William wirbt für VW, bissel sehr hohl nach einem so spannenden Trailer, sogar für die Werbung. Wir sehen arge Missverständnisse bei den Vorstellungen eines neuen Modells. Hm, kann man den bitte weglassen wie diesen Brüllaffen beim Reiseportal? Danke. 😀

In diesem Sinne: Lasst Euch nicht einreden, dass Weibchen mehr materielle Ansprüche an ihre Männlein stellen sollen. Zählen soll doch, dass man sich als Menschen mit Herz und Verstand liebt und nicht als Kleiderpuppe. Wer es sehr einfach gestrickt braucht, wendet sich an Inka, die leitet alle oder manche Briefe weiter. Viel Erfolg und vor allem Spaß. *Prost Käffchen*