Noch mehr Advent …

>Last Christmas ist das „Atemlos“ der Weihnachtszeit< las ich neulich im Net und ja, es stimmt. Die nervigsten Lieder werden uns ständig serviert, egal wo. Man dürfte also kaum noch Medien nutzen. Und es ist kalt und ekelhaft draußen, kann man nicht oft genug feststellen. Und trotz derzeitiger Stürme musste ich doch mit öffentlichen Verkehrsmitteln fahren und habe keine Fahrscheine sparen können, schade. Nicht mal für den Flug taugt das Wetter.

Hm und da Weihnachten noch ein Stückchen hin ist, haben meine Freundin und ich uns gestern schon „beschert“, so richtig klasse mit Kekschen und Käffchen. Wir haben einmal was Gebrauchtes und was Neues zusammengepackt und schon grinsten zwei Weibchen amüsiert. Und wenn zwei Weibchen „nur mal schnell“ hier und da etwas holen wollen, sind wir in dieser Frage ja nicht gerade glaubwürdig. Ich habe nicht die Zeit gemessen, aber es war sicher gut eine Stunde, die wir in einem Kaufland verbringen konnten und schnell war der Wagen fast voll. Dann ging es von Keller zu Keller, um noch paar Sachen zu tauschen. Danach saßen wir wieder lachend am Kaffeetisch und gaben ein paar lustige Anekdötchen zum Thema „Shopping“ zum Besten. War echt ein schöner Tag und nach dem kleinen Marathon folgte später Telefonmarathon, auch nicht übel. Dabei konnte ich meine Füße ausruhen, die haben schon stark genörgelt.

Und wenn es im Wohnort kaum gute Nachrichten gibt, nagut, dann erstellen wir sie uns eben einfach:

Red Socks City bekommt als Weihnachtsgeschenk echten Pleitegeier.

Red Socks City: Bislang musste die arme Stadt auf Krähen zurückgreifen, da das letzte Geld für die oftmals streikenden Mitarbeiter des Verkehrsbetriebes ausgegeben werden musste. „Wir schämen uns zutiefst, dass wir als eine der vielen Pleitestädte keinen so großen Vogel über die Stadt kreisen lassen können und mit vielen Krähen Vorlieb nehmen mussten.“ so die OB der Stadt. „Die Stadt Weißgradnicht erhielt durch eine Bewohnerin den Hinweis und schickte uns einen Überbringer mit dem Käfig. Das Jungtier sieht trotz seiner angehängten Bedeutung sehr hübsch aus. Nun kann die Stadt standesgemäß auch ihren eigenen Pleitegeier kreisen lassen. Wir sind für dieses Geschenk eines LFA-Zahlers sehr dankbar und revanchieren uns. Da wir erfuhren, dass ein Teil der Spender noch nie einen Ost-Genossen-Parteitag erlebte, haben uns mit der Linksfraktion der Stadt geeinigt, diesen Parteitag unvergesslich werden zu lassen. Sogar Herr S. aus dem Ort konnte lächeln, das überrascht mich sehr!.“

Die Bürger der Stadt sind ebenfalls erfreut, dass die Krähen Gesellschaft bekommen und es am Himmel nicht so langweilig aussieht.

Und damit das Verbraucherherzchen ebenso erfreut ist, gibt’s natürlich wie immer den Werbeblock: Dass man Verbraucher für kräftig dämlich hält, ist ja nichts Neues, aber ein Sportartikelversand toppt das bislang gesehene. Erst warb man ja, man hätte gern dieses und jenes Dingens und am Schluss gern einen goldenen Spaten. Nun legt man einen nach und zeigt vermeintliche Riesenrabatte und sogar um die 300 Euro. Nunja, es gibt ja schon die einen oder anderen Menschen, deren Synapsen sehr schüchtern sind. „Spar dich glücklich“ hatten wir beim letzten Mal schon, nicht wahr? Das passt auch so prima dazu. Schön gemacht finde ich allerdings die Werbung für Süßkram.

In diesem Sinne: macht Euch nicht um Geschenke und sonstiges Gedöns zuviel Stress. Je entspannter man an die Sache rangeht, umso besser geht es von der Hand und die Stimmung ist dann auch positiv. Noch paar mal schlafen, dann geht’s los. *Prost Käffchen*

Nochmal Advent …

Und hui, der nächste Advent ist da, na so was. Kalt und ungemütlich ist es auch. Ich bin eher der Typ für so 20°C. Na gut, dann muss die Heizung an, drinnen. Aber man kann nun mal auch nicht den ganzen Tag drinnen hocken, also beglückt man ja sein Umfeld mit z.B. dem neuen Haarduft (ich muss damit mal ganz dringend „angeben“!).

Auf dem Weihnachtsmarkt trifft man ja noch mehr Leute, aber ich bin nur schnell mal da vorbei. Ich brauche das überteuerte Zeug nicht, denn es wird immer schlimmer. Vorsicht ist vor Dieben geboten, die haben ja mal wieder Hochsaison. Ich werde ja immer so schön für mein Brusttäschlein belächelt. Ich muss sagen, ich hatte im letzten Wohnort auch eine, die ich irgendwann doch verschenkte. Und nun kaufte ich mir vor gut 2 Jahren doch wieder eine. Verstehe mal einer solch Weibchen wie mich. Aber das Verschenken der letzten Brusttasche hatte ja etwas Gutes. Meine damalige gute Kollegin lachte immer „du und deine DDR-Tasche!“ (sah so aus, ,war aber keine). Jo, habe mein Kleingeld und Ausweis drin und Karten ließ ich ohnehin zu Hause. Aber als sie bestohlen wurde, war uns beiden nicht nach Lachen, obwohl ich damit dran gewesen wäre. Aber der Schaden, der dabei entsteht, ist halt nicht wirklich lustig. Also habe ich ihr feierlich mein „albernes“ Teil vermacht, schön verpackt und mit einem Grinsen, welches eine Runde um den Kopf gehen hätte können. Sie wird sie sicher nicht nutzen, aber sicher dann doch lachen.

Der Weihnachtswahnsinn reißt nicht ab, überall virtuelle Weihnachtskalender mit den dollsten Gewinnkrachern. Aber Vorsicht: bei etlichen Gewinnspielen muss man nicht nur die Teilnahmebedingungen akzeptieren, sondern auch Anrufe und Mails und ohne die Bekanntgabe einer Telefonnummer kommt man nicht weiter. Naja wozu gibt’s denn auch „Frank geht ran“, nicht wahr? Diese Nummer ist auf dem Link zu sehen. Wer seine Teilnehmer foppen und sie am Telefon für irgendwelche Käufe oder Verträge nerven will, muss eben auch damit rechnen.

Und der Wettkampf ums größte und teuerste Geschenk oder die „ärmste“ Familie (in Deutschland, wohlgemerkt!) reißt ebenso wenig ab wie ständige Statistiken um unsere neuen „Facharbeiter“ (für diskrete Eigentumsübertragung?) und wie viel der Deutsche im Schnitt so für Geschenke ausgibt. Ich brachte das ja schon an. Überlegt mal: 400-500 Euro! Für das Geld richte ich locker eine schicke Wohnung ein, von mir aus auch mit Flimmer, wenn es irgendwer mag. Amüsant fand ich auch die Frage eines Magazins, wer meist die Geschenke verpackt. Klar, die Frauen im Haushalt. Man zeigte auch ein teures Geschäft, in dem auch ein Mann verpackte und das mit einer Genauigkeit, wow! Und was kostet allein die Einpackerei? Laut Aussage 20 Euro, alter Vadder, da kriegt man dafür schon das nächste Geschenk, locker. Also lieber selbst, das hat auch was Persönliches, vom Geld abgesehen.

Dann lesen wir über Streiks bei Post und Amazon, weil mal wieder Unzufriedenheit herrscht und die Gewerkschaften das tut, was sie als einziges kann: aufhetzen. Selten ist ein Job Zuckerschlecken und auch noch unbefristet, da muss man sich schon auf Sphären befinden, in denen es weit an der Realität vorbeigeht. Bangen muss ich jedenfalls nicht. Man muss eben schon ahnen, was zur Weihnachtszeit so angezettelt wird. Alles erledigt und verschickt. Und Amazon? Nunja, ich bin inzwischen so abgebrüht, dass ich mich auch nicht mehr drum kümmere, ob ein Job gut bezahlt wird oder nicht. Jeder denkt halt an sein eigenes Portjuchheißa und es wird zwar darüber genörgelt und wehmütig in die Zonenzeit geguckt, wo der Zusammenhalt ja so groß gewesen sein soll. Aber mal Hand aufs Herz und mitgelogen: der Zusammenhalt war nie uneigennützig und wer es noch heute so will, kann es doch auch so weitermachen, wo ist das Problem?

Und damit das Verbraucherherzchen nichts verpasst, gibt’s natürlich wieder den Werbeblock: Wir sehen, wie sich Christina Aguilera wieder räkelt und sich einsprüht. Später sehen wir, wie sich ein paar Weibchen lachend kleine Päckchen überreichen. Auch darin soll möglichst Parfüm sein. Wir wissen, wie teuer Parfüm im Schnitt ist und nennen es „Kleinigkeit“ nujo 😆 Weiter geht’s mit lachenden Weibchen an einer Wohnungstür, welche die Mode einer Billigkette präsentieren. Mir fällt da so der Spruch aus dem Net ein, man könne ja „Shoppinqueen“ dort drehen mit 500 Mark, die sie da wohl kriegen. Habe es ja noch nie geguckt, weil ich da kaum Sinn sehe. Und das Motto „Jogging mit Polyesteranzügen“ Hm, naja, mit 500 Euro könnte man fast den Laden leerkaufen, am besten die ganze Lieferkette und das aus menschenwürdigen Arbeitsbedingungen. Kümmert die Kundschaft dort ja auch nicht. Weiter mit Werbung: Mit einem Chor bewirbt man Schokolade und mit einer geübten Rede vorm Spiegel auch. Aber die Spots sind schon alt. Aus „Winterhaut“ (hä?) kann man auch „Kuschelhaut“ (hö?) machen, mit einer Bodylotion. Na gut, dann man rauf mit dem Zeug.

In diesem Sinne: regt Euch besser nicht auf, entspannt durch die Weihnachtszeit ist angenehmer. Es ist egal, wie viel man für Geschenke ausgibt, wenn überhaupt. Und das Verpacken mit einem Schmunzeln ist doch erst der krönende Abschluss vorm Überreichen oder Versand. Ich betrinke mich jetzt mit heißer Schoki *Prost*.

Schon wieder ein Advent… (ach?!)

*Huh*, nun wird’s echt ungemütlich, denn es wird natürlich frostig, „überraschend“. Und noch ist kein erster Schnee in Sicht, na eher nur eine leichte weiße Decke. Nun, dann wird wohl bald die nächste Demo starten. Allerdings sind Demos ja immer gegen etwas und außerdem haben ja viele Leute „keine Zeit“, wenn es um „für“ etwas geht, habe ich ja zur Genüge durch. Man muss eben Prioritäten setzen wie das einheimische Völkchen! Integration misslungen, liebe Dame hinter der Tastatur! 😛

Und wenn wir schon so bei Wahnsinn sind: wie sieht es aus, alle Geschenke schon parat? Ich schon und ich habe die Nächte an den Wochenenden durchgestrickt. In der Woche hätte ich das nicht gepackt, sonst hätte ich wieder alle im Umfeld zu „verliebt“ angeguckt. Die grauen Zellen wollen bei Müdigkeit dann auch nicht so, wie sie sollen. Die starten dann wohl auch heimlich ´nen Streik. Ich habe also diesbezüglich Ruhe und das eine noch fehlende Geschenk ergab sich noch beim Spontaneinkaufsmarsch. Aber die Pakete mussten ja schon weg, sonst gehen die in der engsten Zeit kurz vor Weihnachten unter oder mindestens kaputt. Man ist vorerst froh, dass ein Zimmer nicht mehr nach einer Poststation aussieht, aber es kommen ja auch Sendungen an, seien es Bestellungen oder Geschenke von den Lieben. Und was hat sich Madamchen schon mal selbst geschenkt? Ich schrieb ja schon vom Tablet. Aber Madame ist ja nicht gerade genügsam, also mussten noch [festhalten beim Lachen!] neue und schicke Abflusssiebe, Regenhut für den „Paartnerlook“ und so anderes Zeugs her. Das Anstrengende an der Vorweihnachtszeit ist für viele nicht nur die Beschaffung und Versendung der Geschenke, nein auch die Modenschau, die man sich bietet, um zum Fest auch optisch zu strahlen. Die Trine hinter der Tastatur kauft zwar selten Klamotten, da der neueste Trend an ihrem bisschen Hintern vorbeigeht, aber wenn dann mal richtig. Ich bin immer noch froh, dass ich einen guten Kleiderschrank habe…, jedenfalls ist er noch stabil. Ich werde bald die Schränke tauschen müssen und mein Büro müsste aus meinem großen 4-Türer weichen 😆 Verräterisch ist es, wenn das Eimerchen für die Tascheninhalte vor der Waschmaschine voller Schildchen ist, welche man ja abschnibbelt, wenn man das gekaufte Kleidungsstück behält. Hier werden Männlein und Weiblein gleichermaßen mit den Augen rollen, nicht wahr?

Am heutigen Nikolaus gab es schon mittags etwas zu lachen. Der kleine lustige Wettkampf zwischen meinen Nachbarn und mir ging wieder mit einem Punkt an mich aus. Sie versuchte zwar auch schon nachts die Erste zu sein, aber sie sagte lachend, sie sah schon das für sie von mir 😆 Und am frühen Nachmittag kamen ja meine Riesenpakete. Die selbst bezahlte Bescherung halt. Trotz Ankündigungen von möglichen Verzögerungen ging alles glatt und die gestrige Ankündigung der Sendungen wurde fast eingehalten, bis auf die Uhrzeit. Der Zusteller hat also sogar geklingelt und war sehr nett. Derzeit scheint es sehr mit Zustellern zu wechseln. In der Presse liest man zwar von Kritik von Seiten der Gewerkschaften (hach, diese Nächstenliebe….) , dass sich die Post mit Aushilfskräften und somit mit befristeten Verträgen behilft. Das ist doch nicht selten, eher ist es selten, in jeder Branche unbefristete Verträge zu bekommen. Und wenn die Gewerkschaft dabei leider zu kurz kommt, da sie ja gern mitprofitieren möchte, ja *huch*.

Meine Fitness lässt zwar zu wünschen übrig, aber dafür bin ich doch noch guter Dinge. Ich muss mich sicher noch mal pieksen lassen gehen, um die Schmerzen wieder auf erträgliches Maß zu lindern. Aber beirren lassen werde ich mich weiterhin nicht, so gut es geht.

Und damit das Verbraucherherzchen ebenfalls beglückt wird, gibt’s natürlich wieder den Werbeblock: Dass nicht nur Versicherungen für sich werben, ist klar, der Bausparkassenfuchs hat allerdings schon fertiggepfiffen. Sein Kollege wirbt ja für Waschmittel, welches das Sortieren erleichtern soll (als ob es nicht längst möglich wäre und man mit Frauen dafür werben müsste). Am stärksten werben ja die Elektronikgeschäfte. Putzig finde ich einen Spot, in der ein älterer Herr so laut vor sich hingrübelt „1,80 m Bilddiagonale…“ und „Tech-Nick“ ihn schräg in die Luft hält, um der Vorstellungskraft des Herrn auf die Sprünge zu helfen. Dass es nur ein Effekt ist, macht ja nix, aber die Mimik dabei ist immer herrlich! Eine Modekette erklärt uns, wie wir uns zum Fest anziehen könnten und eine andere Kette wirbt für Riesenplüschtiere. Oh, dann ists Kinderzimmer zum vielen anderen Plunder noch voller und Mama stöhnt, wenn das Ding gewaschen werden muss. Also Augen auf beim Spielzeugkauf 😉

In diesem Sinne: deckt Euch noch mit schönen Sachen ein, tragt bzw. nutzt sie, denn bald wird’s wohl wieder weitere gut 25 Jahre zurückgehen. Wir haben nämlich einen tiefroten Ministerpräsidenten. Treffend schreibt die Presse vom Wolf, der viel Kreide frisst. Bald hat wohl wieder Einheitsdress Einzug in den Schulen, sicherlich mit Blüschen und Tüchlein. *Prost heiße Schoki*und schönen 2. Advent wünsche ich.