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Wir üben Sommerlaunen…

Na prima: Da lobt man den Sommer hoch und nun seit Tagen haben wir so ein Shitwetter. Ich hatte gestern allerdings mal wieder Glück, dass Herr P. wohl guter Laune war und mich mal wieder erst trocken nach Hause kommen ließ. Allerdings hätte ich wohl Bescheid sagen sollen, dass ich noch mal raus müsste, um wo etwas abzugeben. „Schnell etwas essen und dann los…“ dachte ich mir, aber daraus wurde nichts. Heute dasselbe Spiel. Nun ließ ich es mir doch nicht nehmen, dem Herrn P. mal eine Nachricht zukommen zu lassen:

Sehr geehrter Herr P., bevor Sie weiter Tetris spielen und mir „rein zufällig“ eine fette schwarze Wolke über das Haus schieben, prüfen Sie bitte Ihren Kontostand. Die Jahresgebühr für Schönwetter ist bereits bei Ihnen eingegangen. Vertragsbestandteil des Tarifs „M“ war, dass Sie ihre Eimer erst nachts ausschütten. Ich fordere Sie somit zur Einhaltung auf.

Mit grilligen Grüßen …

Und nicht nur wegen des Regens wären wir wohl wieder beim fast gewohnten Werbeblock. Neuerdings bekommen wir gezeigt, dass es ein Mittelchen für´s Haar geben soll, welches uns angeblich auch bei oder nach einem Regenwetter 1A aussehen lassen ließe. Laut Spot weist es Wasser ab, der „Frizz“ wäre „verhindert“ und das Haar würde glänzen. Bislang kannte ich das Wort „Frizz“ noch nicht einmal, höchstens Spliss. Den habe ich mir gestern übrigens wegschnibbeln lassen und nein, ich habe trotzdem keine Glatze, sondern einen wunderschön frisierten Kopf, den ich heute samt schicker neuer Bluse ausführen wollte. Jawohl! Weiterhin habe ich mir in den Spots mitteilen lassen, dass es jetzt noch etliche gefühlte tausend Tönungen und Färbungen mehr geben soll. Einige Produkte gibt es laut einer Marke sogar „zu einem unglaublichen Preis“ im Einzelhandel. Ich habe mich davon überzeugen können und ließ die Finger davon. Hatte ich da irgendetwas missverstanden? 😉
Und nun der derzeitige Knüller: Waschmittelfirmen laufen in Hochformen auf, wenn die arme Hausfrau „nicht mehr länger auf die Wäsche warten“ möchte. Ich verstand es vorerst nicht und wollte mal auf das entsprechende Fläschlein im Geschäft gucken, was es genau damit auf sich hätte. Aber der Blick auf die Webseite gab mir das schnellere „Aha“. Man könne jetzt also mit dem neuen Produkt die Wäsche für einige Stunden in der Maschine lassen und würde damit Zeit sparen (hmm?!). Sie würde also nicht stockig riechen, wie man es kennt, wenn man doch mal vergaß, dass die Maschine mit ihrem Waschprogramm fertig ist. Welchen Gewinn ziehen wir Weibchen daraus? Wir kaufen jetzt also dieses neue Wahnsinnsprodukt (kennt wer den Preis? Ich noch nicht) und dennoch muss die Wäsche ohnehin aufgehängt werden, ob nun sofort oder eben erst später. Nee, ich kalkuliere lieber weiter ein, wann ich wasche, um meine guten Kleiderschrankfüller knitterarm- oder frei aufzuhängen. Es wird sicherlich dennoch genügend Weibchen geben, die jetzt begeistert loskreischen und das Geschäft stürmen, um sich diese Wahnsinnserrungenschaft nach Hause zu holen. Bei einem weiteren Waschmittel freut sich ein Weibchen, wie einfach jetzt diese „Waschcaps“ sind. Sogar ihr junger Lover trifft die Maschinentrommel und fühlt sich als wahrer Held. Jetzt halten sich beide für perfekt und ich freue mich aus vollem Herzen für die, die jetzt zur Meisterschaft schon mal Capswerfen proben. Vielleicht gibt es dann Waschkeller-Meisterschaften. Falls wer eine solche Veranstaltung plant, bitte Bescheid pfeifen, danke. Das so genannte „Rudelgucken“ wäre dann wohl gesichert (oder wir verbleiben weiter beim TV-Gaff).

Während ich mich aber nun herumwunderte, schien Herr P. doch festgestellt zu haben, dass er Vertragsbruch beging, hat sein „Graue-Wolken-schwarze-Wolken-Tetris“ doch woanders hin verlegt und nun die Sonne hervor gelassen. Ich danke wie verrückt! 🙂

Eines zum Schluss: Die neuesten Kreischmeldungen sagen aus, dass sich die Schufa nun wohl auch Rückschlüsse aus jeglichen Netzwerkpostings ziehen will, um Kredit(un?)würdigkeit auszumachen. Wie sähen jetzt wohl die „Freundes“listen aus? Einige Scherzchen gingen ja schon herum. Die Welt wird immer schöner, stimmts? 😉 Ich habe meine Schönwetter-Jahresgebühr artig bezahlt und werde noch die dicke Beitragszahlung an der „Laune-Versicherung“ abstottern. Schließlich möchte ich ja ein gutes Bild abgeben und gegen arge schlechte Laune abgesichert sein.
In diesem Sinne meine vorsorgliche Frage an die Fachleute: wie behandle ich die Schenkung eines Lächelns?

Juni – Wir üben jetzt den wahren Sommer

Hui, wir haben jetzt schon Juni (Wahnsinn, hm?). In diesem Monat beginnt ja auch der kalendarische Sommer. Etwas Vorgeschmack hatten wir ja nun schon. Da kam ja schon Freude auf, richtig?

Außerdem kommen am heutigen internationalen Kindertag wieder Parteien und Vereine aus ihren Löchern, um uns wenigstens 1x im Jahr den Schutz der Kinder zu erklären.

Weiter zum Sommer: Kennt eigentlich wer das Buch „Ich hasse den Sommer“? Ich kam durch eine Bekannte darauf. Auch wenn ich den den Sommer ja abgöttisch liebe, ist das Buch dennoch eine prima Empfehlung. Auf angenehm bissige Art beleuchtet Sibylle Weischenberg etliche Klischees in monatsweise benannten Kapiteln. Wer heute noch tatsächlich (wie ich) ein Buch statt ein Gerätchen in die Hand nimmt, wird sicher für Hingucker sorgen. In erfrischendem Gelb und mit diesem Titel fällt das Buch sicher prima auf, wenn man dann beispielsweise in luftig leichter Sommerkluft lesenderweise auf der Wiese sitzt oder liegt. Das hat in etwa den Effekt, als würde man den ersten Wälzer vom Thilo Sarrazin im Warteraum des Arbeitsamtes oder Arztpraxis lesen (wenn es nicht zu riesig für die Handtasche wäre…). Ich hoffe, ich muss jetzt kein Buch beschreiben. Doch, zur Sicherheit ist der Versuch besser: Das ist so ein Ding aus Papier mit teilweise stabilem Einband, sehr viel Schrift und mitunter sind auch Bilder enthalten. Dazu sind diese blätterbaren Dinger verschieden dick und haben auch unterschiedliche Formate. Es gibt sie meistens auch dort, wo die praktischen und wohl modernen elektronischen Teilchen angeboten werden.

Jetzt wo das Wetter überwiegend 1A gewesen ist, ließ es sich draußen klasse sitzen, lesen, schreiben oder abruhen. Ich habe ja von lieben Leuten etliche Bücher bekommen und werde es jetzt wohl endlich schaffen, sie zu lesen, während ich mich bräunen lasse. Und endlich konnten die luftig leichten Klamotten übergestreift werden. Nebenher ließ sich feststellen, ob meine ständige Nussmischungen-Futterei der Figur schon geschadet hat. Meine Befürchtung hatte sich bislang nur bei recht wenigen Teilchen als Tatsache erwiesen. Ich bin wahnsinnig erleichtert und zugleich gewarnt. Vielleicht hilft es einfach mal, Bilder aus dem Net auszudrucken, die man im Alltag auch zu sehen bekommt wie z. B. Speckröllchen aus Hüfthosen, Miniröckchen und gut sichtbare Strings *ürgs*. Tennis-Socken in Sandalen habe ich bislang noch nicht erblickt oder ich blende es schon unbewusst aus.

Der Sommer ging doch schon gut und früh los, oder? Mir fehlt nur noch ein Gärtchen, ein Liegestuhl und die Fähigkeit, abends einfach mal abzuschalten, während ich mit Lotion eingesalbt einfach so herumlungere. Nun gewitterte und regnete es gestern angekündigterweise. In diesem Moment fiel mir siedendheiß ein, dass ich meine Schönwettergebühr nicht bezahlt habe. Tja, wer unfehlbar ist, dem gehört mein Glückwunsch und unermesslicher Neid dazu.
Apropos Unfehlbarkeit. Das Wort „Sprechzeiten“ hatte ich bisher als solche verstanden. Aus etlichen Erlebnissen folgt für mich daraus eine neue Definition: Ratsch mit Kolleginnen im Treppenhaus oder „verlängerten“ Mittagspausen. Bekommt man dann endlich Madame Bearbeiterin ans Telefon, müsste man es Raunz-Hotline nennen. Braucht entweder einen Mann oder Essen reichte nicht, wer weiß?

Kommen wir wieder zu Schönerem, im doppelten Sinne: Ich freue mich jetzt so richtig auf den Sommer, werde hübsch darauf achten, die Schönwetter-Gebühren zu bezahlen, am besten sicherheitshalber per Einzug und werde noch mal nachgucken, ob es eine so genannte „Flatrate“ gibt. Abends kann es ja gern regnen und donnern, so als Kompromiss 😛

In diesem Sinne: Sonnenbrille, Badelatschen und Dreiviertelschwenker parat liegen lassen und losfreuen, selbst bei Regenwetter schon mal jubeln üben. Für die Mädels unter den Lesern: Oberteilchen nicht vergessen 😉

Wir üben den ersten Sommergenuss

Jucheee, der Sommer scheint sich schon mal durchzukämpfen – ich wurde „erhört“.

Vorerst kommt natürlich die Beleuchtung der derzeitigen TV-Spots auf den Plan (ehrlich: ich krieg nix dafür, außer vielleicht Beschwerden…*g*).
Nun, wo ich nun doch keinen 96-Std.-Deo-Wirkungstest veranstaltete und weiterhin die Dusche vorzog, habe ich etwas anderes entdeckt: Frau K., die Modekönigin zeigt uns Schminktips, während sie irgendwelche Fliegenbeinchenfarbe präsentiert. Die gute Vera will uns immer noch etwas von der Wirkung des Supi-Jogurts gegen das Gefühl von „Aufgeblähtheit“ erzählen und es scheint wohl nicht zu wirken, jedenfalls nicht sichtbar, wo jetzt auch noch Fitnessübungen empfohlen werden und sie lt. ihrer gekreischten Überzeugung im Spot ja mitmachen wollte. Ein Spot ist mir noch immer fragwürdig. Was bitte bewirkt „Charakter-Futter“ für die Katz´ – wohl eher im doppelten Sinne? Wer als Katzenhalter das Zeug gefüttert hat, möge mir bitte mitteilen, ob die Katze nun einen anderen Charakter hat, wenn überhaupt. Und haben wir schon mal von „heißem Volumen“ gehört? Ich habe so gewiehert, als ich mir so bildlich ausmalte, dass sich meine Kopfflusen statt mit Fönluft dann durch das heiße Sommerwetter plötzlich aufplustern würden *fluffff!*. Dazu bräuchte es vorher aber auch das Zeug, welches man sich im wahrsten Sinne des Wortes in die Haare schmiert. Was mich allerdings sehr schockt ist, dass unsere ehem. Eiskunstlauf-Fee (sie war die Einzige, die mich für Sport am TV kleben ließ) nun werbereißerisch mit einem „Faltenlineal“ herumwedelt und auch noch von „Vertrauen und Kontrolle“ redet… auweiaa…!
So, Werbe-Pi…- Pausenende 😉

Was findet man noch so alles für den Sommer? Bei mir fliegen ja allerhand Kataloge ein, von der Sommermode bis zum Haushaltszeug. Auf meiner Pinnwand eines sozialen Netzwerks wurden sogar „Bewässerungsringe“ beworben. Optisch sieht das Ganze aus, als wären stinknormale Kunststoff-Pflanztöpfe samt Pflanze einfach bis auf überragende 1- 2 cm in die Erde versenkt worden. Über dieses sicher nützliche Teilchen lacht eine clevere Hausfrau eher, die aus alten Töpfen einfach den Boden herausschneidet und den vom Versand beworbenen Effekt erreicht. Ein weiterer Sommer-Brüller ist die „neueste“ Schuhmode. Die „Ballerinas“ werden ja schon eine Weile als neuer Bringer im Handel präsentiert. Ich finde die je nach Modell auch recht neckisch. Erst neulich wollte ich mir wieder ein paar „Bequemlatscher“ kaufen. Die Auswahl ist ja immens! Aber warum erinnern mich die meisten Teile an die Gymnastik-Schuhchen aus DDR-Zeiten, außer dass diese eben keine Schleifchen und Schnallen hatten? Schnell angezogen und einigermaßen bequem waren die ja und hätten zu fast allem gepasst, ob nun zu Hose oder Rock und unabhängig der Länge der Beinchenkleidung. Auch die „Essenmarkenturnschuhe“ sind seit etlicher Zeit in natürlich etwas abgewandelter Form der Modekracher für die Füße. Ich kläre erst einmal den Begriff „Essenmarkenturnschuhe“ auf: Diese Dinger haben ja zur meist weißen Gummisohle auch eine solche Kappe an den Zehen und hatten damals den Gesamtbetrag des Essen- und Milchgeldes zur DDR-Schulzeit, also ca. 5 Mark. Heute kosten sie mit recht verschiedenem Design mindestens das 3-4 fache in Euro. Witzig sehen die Dinger ja aus, sind wegen der Schnürsenkel aber unpraktisch und die Innennähte drücken meist, schade! Meine Verzweiflung und das viele Durcheinandergegacker der verdammt jung´schen Hühnchen, die diese Schuhe anscheinend als tatsächlich neueste Mode-Kracher halten, trieben mich jedenfalls innerlich kreischend aus dem Geschäft.

Übrigens: Hört mal in Wohnsiedlungen genau hin, wo die Badfenster sind. Sind da schon die ersten Schmerzjubler zu hören? Jahaaha, Wachsstreifen in verschiedener Art und auch Epelliergeräte können wahre Jubelkonzerte zaubern. Vielleicht macht ja mal einer einen Hit draus (oder gibt es schon einen?). Erst neulich lachte ich über das Wort „Alf-Strumpfhose“, da ich es eben noch nicht kannte, auch wenn es vielleicht ein Wörtchen mit ellenlangem Bart ist. Also Mädels und vielleicht auch Jungen´s , jubelt den Sommer weiter herbei, ob während der Haarentfernung oder … achwasweißich… 😛