Erst neulich schaute ich mich wieder nach Wohnideen um. Das gerade errötende Weibchen an der Tastatur gibt zu, dass es am liebsten wöchentlich umräumen möchte, da sich hier ein Handling als ungünstig erwies, es an der nächsten Ecke doch recht gedrängt erscheint oder vielleicht auch einfach ständige Veränderung braucht. Ich fragte Frau Google Löcher in den Bauch, wie man ein Büröchen praktisch und dennoch wohnlicher (als es ohnehin schon ist) gestalten könnte. Ja, ich wollte eine Oase, die mich im Winter mit warmen Farben wie Rot, Gelb und Orange und im Sommer mit kühler wirkenden Farbtönen positiv beeinflusst.
Und wo wir nun bei Beeinflussung von Farben in unserer Umgebung sind, muss ich erneut mit den Lachtränchen kämpfen. Bei meiner Suche stieß ich auf ein Forum, welches sich mit Feng-Shui befasst. Ehrlich gesagt, interessierte mich das Thema bislang überhaupt nicht, klickte aber auf den Link. Ich hoffte dennoch heimlich auf Bilder, die mir unabhängig des „Qi“ (gesprochen „Chi“) helfen könnten. Ich stieß auf eine Frage, in der es sich um die Einrichtung einer „Reichtumsecke“ handelte. Durch meine Unkenntnis in diesem Bereich wusste ich natürlich nicht, dass es sogar so etwas geben sollte. Weiter las ich sinngemäß, dass eine Reichtumsecke wohl durch Rot aktiviert werden würde. Just in diesem Moment war ich mal wieder überglücklich, dass meine Augäpfel angewachsen sind. Weitere Stichworte, die ich inzwischen durchs Lachen nasse Äuglein verschwommen lese, sind „Wohlstandsmünzen“, „Wohlstandspflanzen“ und das Klagen über weg fließendes Geld (verantwortlich wird hierfür die Stellung der Möbel gemacht).
Mein Geld fließt auch hin und wieder weg, ich klage darüber auch hin und wieder, aber ich weiß, woran es wirklich liegt… 😀
Die Lachtränen rühren allerdings aus einem weiteren Grunde her, als so mancher vermutet.
Nun weiter:Ich hatte mal Polyester-Schals in verschiedenen Rot-Tönen mit Orange und Gelb abwechselnd als Raumteiler, was für den einen oder anderen Leser anrüchig wirken oder klingen mag. Ich beginne gerade darüber nachzudenken, warum ich die scherzhaft angebotene „Partisanenabwehrversicherung“ eines Bekannten noch nicht abschließen konnte. Die „Lösung“ fand ich in einem [festhalten, liebe ebenfalls noch Unwissende!] „Kompass“. In diesem ist auch ein eingezeichneter Türenanschlag (wie sie in technischen Zeichnungen üblich sind) zum „Wissen“ eingezeichnet. Weitere Beschreibungen spare ich mir, seht selbst. Ich verlinke hier allerdings kein Suchergebnis, sondern überlasse die Entdeckung der Vielfalt dem, der sich interessiert und entweder selbe Reaktion zeigt wie ich oder das dort beschriebene „Wohl“ durch das blanke Umräumen finden möchte.
Meine „Reichtumsecke“ ist buchefarben, derzeit umgeben von orange- und mintgrünfarbenen Wohntextilien. Wer glaubt, dass es sich beißt: weit gefehlt, es sieht wunderprächtig aus, es zeigt Kontrast zu warm und kühl und …Moment mal…! Ich werde reich! Ich gewinne wieder Motivation, mehr für mich zu tun als bisher, tanke wieder neue Kraft und [ich halte es kaum aus…!], bereichere mich mit und nicht an den Kontakten. Denn an meine „Reichtumsecke“ kann man sich zum gemütlichen Essen oder Schwätzchen niederlassen. Diese von mir nun so definierten „Reichtumsecken“ stehen auch überall, ob in der Gastronomie, in Wohnstuben, großen Küchen oder bei großen Entfernungen voneinander auch virtuell in sozialen Netzwerken. Das sind zum Beispiel Schätze und nicht mit Trophäensammlungen in Freundeslisten zu verwechseln.
Zum Thema Reichtum hat jeder seine eigenen Gedanken und zum Wohndesign mit oder ohne Feng-Shui ebenfalls. Wie heißt es immer? „Leben und leben lassen“, auch wenn ich stellenweise sehr schmunzeln musste 😉
Aber eine bohrende Frage habe ich dennoch: Wenn ich mir dann also einen Raumausstatter bzw. so einen „Feng-Shui-Berater“ für die bewusste „Akivierungsgeschichte“ ins Hüttchen zerren würde…, spreche ich den am besten mit „Genosse“ an?