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Juli – wir üben Urlaub

Urlaub können wir mit Erholung verbinden oder mit verlagertem Stress, eine Reise zu planen oder sie gar anzutreten. (Manche werden wohl wie ich mit erhobener Augenbraue fragen „Ur-was?“)

Wir sehen unser Traumpaar.
Sie steht Haare raufend vor 2 Koffern, er schaut sich sein Video an, welches er lange vor sich herschob.
Sie: „Schahaaahaaaatz?“
Er (grummelig): „Hmmm?“
Sie „Was soll ich anziehen und mitnehmen?“
Er: „Es ist nur eine Woche, da reichen die Sporttaschen der Kinder, die brauchen sie im Moment eh nicht.“
Sie (spricht dazwischen): „Immerhin eine Woche!“
Er: „Pack was Langärmeliges und was Kurzes ein und gut ist!“
Sie: „Das passt doch aber nicht in die kleine Tasche!“
Er (grummelt) „Nimm halt deine Fitness-Tasche, die ist größer!“
Sie (fiepst schon verzweifelt): „ … reicht auch nicht, da muss für noch etwas für Regen, Sonnenbad, Sport und die ganzen Pflegemittel mit“
Er (tobt): „Wir fahren nur eine Woche weg und wir machen keine große Wanderung, wir wollen es preiswert und gemütlich machen und ich will Urlaub, keine Weltreise!“

Am Ende wird das vermeintlich ersparte Geld wohl in einem Schrankkoffer angelegt…

Liebe Herrschaften, es gibt Tricks und Kniffe, diesem Stress zu entgehen aber da dürft Ihr selbst drauf kommen. (In Ordnung, mit einem anständigen Eisbecher lasse ich mich auch bestechen).

Mädels… lasst den ganzen Schminkkram zu Hause, loddert mal so richtig. Ist auch gesünder, das Gesicht nicht immer mit der Restaurationspaste und allem möglichen Zeugs neu zu zeichnen. Nehmt das bequemste Kleid, die bequemsten Schuhe und die bunteste Tasche – passt! Gehen wir einfach mal entspannter shoppen als sonst und verzichten mal ein paar Tage darauf, die an der Kasse erworbene Plastetüte über die Schulter zu werfen und die Freundin flüsternd zu fragen, ob das Grün-Weiß mit dem großen „D“ nun gerade zum roten Blazer passt.

Wie sieht Euer Urlaub aus?

Ich übe jedenfalls das Extrem-Couchen… oh, ich habe nicht mal eine 🙂

Wir üben Sommer-Mode-Sünden…

Morgens, halb acht in Red Socks City… die strengen Frisuren sitzen, die Mundwinkel wie gewohnt auch (meist nach unten, was nicht nur unsere German Queen beherrscht). Ein paar Farben leuchten durch die Stadt, die den meisten Einheimischen schon sichtlich negativ auffällt. Scheint ungewohnt zu blenden.

Modische Highlights kommen nun überall zutage: von Jesuslatschen mit Socken, gelb verhornte Füße (falls die Tennis-Socken in der Eile vergessen wurden), quellende Bäuche über den Hüfthosen bzw. Miniröcken und als totaler Heißmacher (schon zu Wintertagen) sind Spitzenleggins unter bunten Zelten (sorry, ich meinte „Big Shirts“). Der Hit sind ganze Büsche, die dank Tops oder „Muskel-Shirts“ wuchern. Besonders bei den „Muskel-Shirts“ muss ich sehr schmunzeln, wenn so ein paar Ärmchen „herauswachsen“ und aus den „Dreiviertelschwenkern“ (Bermuda-Shorts) zarte Stachelbeerbeinchen zum Vorschein kommen.

Hoch lebe die Sommermode…

Schauen wir mal auf und in unsere Handtaschen. Spätestens hier stellt sich heraus, dass ich ein Weibchen bin, was ich sonst gut zu verbergen weiß. 😉 Orangefarbene Blümchen auf dem Seesack, in dem nur das Nötigste ist… das „Portjuchee“, Pflegestift, Mini-Kosmetiktuchbüchslein, Notizbüchlein für die Gedankesblitze, Weiberfon dazu, Wechselschuhe und Shirt (bin halt viel auf den Füßen), Kühlgel für zwischendurch, faltbaren Hinternschoner, viele Taschentücherpackungen, Deo und ein Wehwehchen-Etui mit Pflastern jeglichen Kalibers und ….
Mehr nicht *ich schwöre*. Wie gut, dass der von mir kurz umbenannte Happy Weiber -Versand „Wechseltaschen“ verkauft, so macht das schnelle Umpacken von Handtäschlein zu Seesack auch noch kaum Umstände. Mädels… die gibt’s in vielen Größen 😉

Stehen wir zu unseren Sommer-Sünden? Aber ja doch! Die Sonne ist da recht schmerzlos und scheint weiter. Meine Sonnenbrille hilft auch beim „Weggucken“ 🙂

2. Juni – Wir üben „Himmelfahrt“

Der „Tag des Herren“ ist eher zu einem Loddertag mutiert.  Ich bin nicht religiös, aber diese Verhunnepipelung eines kirchlichen Feiertages als „Männer- / Vatertag hätte man sich schenken können.
Wie werden die Herrschaften eigentlich gehuldigt? In dem sie „mal“ (wieder) bekocht und betüdelt werden? 😛

Für mich ist einfach frei.  Ich bleibe besser den Straßen fern, in denen wohl die ganzen Saufgelage-Gefährte in Kolonnen fahren.

Ha, und neben unserem Haus ist ein schönes Plätzchen, um bei hoffentlich schönem Wetter Pigmente zu haschen, die noch nicht aussortierte Sommerklamotten auf ihre Passform zu testen und festzustellen, dass ein paar Grämmchen herunter müssten.  Oder es wird die Wirtschaft auf Frauenart angekurbelt.

Und da ja auch noch der kalendarische Sommeranfang ansteht und auch noch der Siebenschläfer „zuschlägt“, wird es wie immer spannend, wie der Sommer wohl wird.  Gibt es dafür schon Wetten? Ich wette jedenfalls, dass ich meinen Urlaub auf Grünwiesien verbringe und vielleicht davon noch für den erheblichen Neidfaktor Urlaubskarten dieser hinreißenden Gegend fertige. Der Aufwand der Buchung ist gering und der Preis ist auch tragbar. Einziges Gepäck: Decke, Picknick-Korb, Anti-Mücken-Hammer-Chemie für die „zarte“ Hautpflege und Sonnencreme.  Vielleicht muss auch noch das Notebook mit, um natürlich stets und ständig mit der großen weiten Welt in Verbindung zu bleiben und jaaaaaaaaaa nix zu verpassen, solang man es hier noch darf.

Gute Nacht Red Socks City – Gute Nacht Welt 🙂