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Juni – Wir üben jetzt den wahren Sommer

Hui, wir haben jetzt schon Juni (Wahnsinn, hm?). In diesem Monat beginnt ja auch der kalendarische Sommer. Etwas Vorgeschmack hatten wir ja nun schon. Da kam ja schon Freude auf, richtig?

Außerdem kommen am heutigen internationalen Kindertag wieder Parteien und Vereine aus ihren Löchern, um uns wenigstens 1x im Jahr den Schutz der Kinder zu erklären.

Weiter zum Sommer: Kennt eigentlich wer das Buch „Ich hasse den Sommer“? Ich kam durch eine Bekannte darauf. Auch wenn ich den den Sommer ja abgöttisch liebe, ist das Buch dennoch eine prima Empfehlung. Auf angenehm bissige Art beleuchtet Sibylle Weischenberg etliche Klischees in monatsweise benannten Kapiteln. Wer heute noch tatsächlich (wie ich) ein Buch statt ein Gerätchen in die Hand nimmt, wird sicher für Hingucker sorgen. In erfrischendem Gelb und mit diesem Titel fällt das Buch sicher prima auf, wenn man dann beispielsweise in luftig leichter Sommerkluft lesenderweise auf der Wiese sitzt oder liegt. Das hat in etwa den Effekt, als würde man den ersten Wälzer vom Thilo Sarrazin im Warteraum des Arbeitsamtes oder Arztpraxis lesen (wenn es nicht zu riesig für die Handtasche wäre…). Ich hoffe, ich muss jetzt kein Buch beschreiben. Doch, zur Sicherheit ist der Versuch besser: Das ist so ein Ding aus Papier mit teilweise stabilem Einband, sehr viel Schrift und mitunter sind auch Bilder enthalten. Dazu sind diese blätterbaren Dinger verschieden dick und haben auch unterschiedliche Formate. Es gibt sie meistens auch dort, wo die praktischen und wohl modernen elektronischen Teilchen angeboten werden.

Jetzt wo das Wetter überwiegend 1A gewesen ist, ließ es sich draußen klasse sitzen, lesen, schreiben oder abruhen. Ich habe ja von lieben Leuten etliche Bücher bekommen und werde es jetzt wohl endlich schaffen, sie zu lesen, während ich mich bräunen lasse. Und endlich konnten die luftig leichten Klamotten übergestreift werden. Nebenher ließ sich feststellen, ob meine ständige Nussmischungen-Futterei der Figur schon geschadet hat. Meine Befürchtung hatte sich bislang nur bei recht wenigen Teilchen als Tatsache erwiesen. Ich bin wahnsinnig erleichtert und zugleich gewarnt. Vielleicht hilft es einfach mal, Bilder aus dem Net auszudrucken, die man im Alltag auch zu sehen bekommt wie z. B. Speckröllchen aus Hüfthosen, Miniröckchen und gut sichtbare Strings *ürgs*. Tennis-Socken in Sandalen habe ich bislang noch nicht erblickt oder ich blende es schon unbewusst aus.

Der Sommer ging doch schon gut und früh los, oder? Mir fehlt nur noch ein Gärtchen, ein Liegestuhl und die Fähigkeit, abends einfach mal abzuschalten, während ich mit Lotion eingesalbt einfach so herumlungere. Nun gewitterte und regnete es gestern angekündigterweise. In diesem Moment fiel mir siedendheiß ein, dass ich meine Schönwettergebühr nicht bezahlt habe. Tja, wer unfehlbar ist, dem gehört mein Glückwunsch und unermesslicher Neid dazu.
Apropos Unfehlbarkeit. Das Wort „Sprechzeiten“ hatte ich bisher als solche verstanden. Aus etlichen Erlebnissen folgt für mich daraus eine neue Definition: Ratsch mit Kolleginnen im Treppenhaus oder „verlängerten“ Mittagspausen. Bekommt man dann endlich Madame Bearbeiterin ans Telefon, müsste man es Raunz-Hotline nennen. Braucht entweder einen Mann oder Essen reichte nicht, wer weiß?

Kommen wir wieder zu Schönerem, im doppelten Sinne: Ich freue mich jetzt so richtig auf den Sommer, werde hübsch darauf achten, die Schönwetter-Gebühren zu bezahlen, am besten sicherheitshalber per Einzug und werde noch mal nachgucken, ob es eine so genannte „Flatrate“ gibt. Abends kann es ja gern regnen und donnern, so als Kompromiss 😛

In diesem Sinne: Sonnenbrille, Badelatschen und Dreiviertelschwenker parat liegen lassen und losfreuen, selbst bei Regenwetter schon mal jubeln üben. Für die Mädels unter den Lesern: Oberteilchen nicht vergessen 😉

Wir üben den ersten Sommergenuss

Jucheee, der Sommer scheint sich schon mal durchzukämpfen – ich wurde „erhört“.

Vorerst kommt natürlich die Beleuchtung der derzeitigen TV-Spots auf den Plan (ehrlich: ich krieg nix dafür, außer vielleicht Beschwerden…*g*).
Nun, wo ich nun doch keinen 96-Std.-Deo-Wirkungstest veranstaltete und weiterhin die Dusche vorzog, habe ich etwas anderes entdeckt: Frau K., die Modekönigin zeigt uns Schminktips, während sie irgendwelche Fliegenbeinchenfarbe präsentiert. Die gute Vera will uns immer noch etwas von der Wirkung des Supi-Jogurts gegen das Gefühl von „Aufgeblähtheit“ erzählen und es scheint wohl nicht zu wirken, jedenfalls nicht sichtbar, wo jetzt auch noch Fitnessübungen empfohlen werden und sie lt. ihrer gekreischten Überzeugung im Spot ja mitmachen wollte. Ein Spot ist mir noch immer fragwürdig. Was bitte bewirkt „Charakter-Futter“ für die Katz´ – wohl eher im doppelten Sinne? Wer als Katzenhalter das Zeug gefüttert hat, möge mir bitte mitteilen, ob die Katze nun einen anderen Charakter hat, wenn überhaupt. Und haben wir schon mal von „heißem Volumen“ gehört? Ich habe so gewiehert, als ich mir so bildlich ausmalte, dass sich meine Kopfflusen statt mit Fönluft dann durch das heiße Sommerwetter plötzlich aufplustern würden *fluffff!*. Dazu bräuchte es vorher aber auch das Zeug, welches man sich im wahrsten Sinne des Wortes in die Haare schmiert. Was mich allerdings sehr schockt ist, dass unsere ehem. Eiskunstlauf-Fee (sie war die Einzige, die mich für Sport am TV kleben ließ) nun werbereißerisch mit einem „Faltenlineal“ herumwedelt und auch noch von „Vertrauen und Kontrolle“ redet… auweiaa…!
So, Werbe-Pi…- Pausenende 😉

Was findet man noch so alles für den Sommer? Bei mir fliegen ja allerhand Kataloge ein, von der Sommermode bis zum Haushaltszeug. Auf meiner Pinnwand eines sozialen Netzwerks wurden sogar „Bewässerungsringe“ beworben. Optisch sieht das Ganze aus, als wären stinknormale Kunststoff-Pflanztöpfe samt Pflanze einfach bis auf überragende 1- 2 cm in die Erde versenkt worden. Über dieses sicher nützliche Teilchen lacht eine clevere Hausfrau eher, die aus alten Töpfen einfach den Boden herausschneidet und den vom Versand beworbenen Effekt erreicht. Ein weiterer Sommer-Brüller ist die „neueste“ Schuhmode. Die „Ballerinas“ werden ja schon eine Weile als neuer Bringer im Handel präsentiert. Ich finde die je nach Modell auch recht neckisch. Erst neulich wollte ich mir wieder ein paar „Bequemlatscher“ kaufen. Die Auswahl ist ja immens! Aber warum erinnern mich die meisten Teile an die Gymnastik-Schuhchen aus DDR-Zeiten, außer dass diese eben keine Schleifchen und Schnallen hatten? Schnell angezogen und einigermaßen bequem waren die ja und hätten zu fast allem gepasst, ob nun zu Hose oder Rock und unabhängig der Länge der Beinchenkleidung. Auch die „Essenmarkenturnschuhe“ sind seit etlicher Zeit in natürlich etwas abgewandelter Form der Modekracher für die Füße. Ich kläre erst einmal den Begriff „Essenmarkenturnschuhe“ auf: Diese Dinger haben ja zur meist weißen Gummisohle auch eine solche Kappe an den Zehen und hatten damals den Gesamtbetrag des Essen- und Milchgeldes zur DDR-Schulzeit, also ca. 5 Mark. Heute kosten sie mit recht verschiedenem Design mindestens das 3-4 fache in Euro. Witzig sehen die Dinger ja aus, sind wegen der Schnürsenkel aber unpraktisch und die Innennähte drücken meist, schade! Meine Verzweiflung und das viele Durcheinandergegacker der verdammt jung´schen Hühnchen, die diese Schuhe anscheinend als tatsächlich neueste Mode-Kracher halten, trieben mich jedenfalls innerlich kreischend aus dem Geschäft.

Übrigens: Hört mal in Wohnsiedlungen genau hin, wo die Badfenster sind. Sind da schon die ersten Schmerzjubler zu hören? Jahaaha, Wachsstreifen in verschiedener Art und auch Epelliergeräte können wahre Jubelkonzerte zaubern. Vielleicht macht ja mal einer einen Hit draus (oder gibt es schon einen?). Erst neulich lachte ich über das Wort „Alf-Strumpfhose“, da ich es eben noch nicht kannte, auch wenn es vielleicht ein Wörtchen mit ellenlangem Bart ist. Also Mädels und vielleicht auch Jungen´s , jubelt den Sommer weiter herbei, ob während der Haarentfernung oder … achwasweißich… 😛

Wir üben jetzt mal den ersten Ruf nach dem Sommer…

So, die Eisheiligen hätten wir dann schon mal überstanden. Weiß jemand, wo die jetzt sind? Ich weiß es: die sitzen wieder mal bei mir und trinken mir meinen Kaffee weg. Scheinen sich bei mir wohl zu fühlen, denn irgendwie muss ich es mir ja erklären, dass in meiner Hütte immer noch der milde Winter herrscht. Draußen ist es wechselhaft. Mal haben wir 1A-Wetterchen und von einem Tag auf den anderen könnte man sich wieder einpummeln und wie das Michelinmännchen herumlaufen. Kommt mir jetzt nicht mit „Hey, Du wirst alt!“.

Die TV-Werbung will uns jedenfalls schon mal den Sommer vormachen. Was wird beworben? Super-Deos, die bis zu 96 Stunden wirken sollen. Vielleicht sollte ich das mal an einem Wochenende testen, schließlich muss ich da kaum unter Leute und Körperhygiene wäre für den Test ja kontraproduktiv. An Diätprogramme und Zaubermittelchen für den Schlankheitswahnsinn wird man eh immer erinnert. Vom Wunder-Wohlfühljogurt, Schlankheits-Shake bis zum Punktejubeln beim Kalorienzählen nebst Sonderprodukte, die uns höchstens viel Geld abnehmen, gibt es ja alles Mögliche. Ich versuche einfach nur weniger Nussmischungen zu naschen, die ich am liebsten kiloweise vertilgen könnte. Wonach steht eigentlich der neueste Sommertrend? Ich bin da irgendwie nicht „up to date“, muss ich (schein-)beschämt zugeben. Ein großer Teil meiner Klamotten sind etliche Jahre alt und halten auch noch „fürchterlich“ lange.

Da der Herr P. vom Wetteramt inzwischen einen Narren an mir gefressen zu haben scheint, womöglich, weil ich ihm doch immer so liebe Briefchen schreibe und ständig schönes Wetter beantrage, will ich mal folgendes an ihn loswerden:

Sehr geehrter Herr P. und sehr geehrter Sprecher Herr K. ,

falls Sie hier wieder mitlesen, richte ich ein paar dankende Worte an Sie. Es freut mich, dass Sie wahrscheinlich um meine Frisur besorgt sind und darum mit dem Ausschütten Ihrer Wassereimer warten, bis ich von meinen Touren zu Hause angekommen bin. Sie würden mich aber noch mehr begeistern, wenn wir ein paar Tage mehr schönes, sonniges Wetter hätten, damit sich meine Hütte endlich miterwärmt und ich drinnen wie draußen etwas weniger anziehen müsste. Außerdem hebt sonniges Wetter mit Temperaturen um 20°C meine Laune um Einiges, wovon auch meine Mitmenschen profitieren. Weiterhin würde ich doch gern meine erst letzten Monat erstandenen Sachen ausführen können. Das „Nilpferd-in-Schlangenhaut-Spiel“ im Geschäft soll sich schließlich gelohnt haben. Der schöne Sonnenschein bei versprochenen 20°C am Tage ist ja schon mal ein guter Anfang. Vielen Dank auch noch dafür.

Mit wahnsinnig begeisterten Grüßen

Siewissenschon

So, Frage an die Mädels: was stellt man an einem solchen schönen Tag an? Die „Jungen´s“ hatten sich ja gestern wieder „ihren“ Tag genommen, obwohl es ein kirchlicher Feiertag war. Ich vernahm zum Glück kein Gegröhle und hier im Umfeld blieb anscheinend auch alles heil.
In meiner Hütte hatte ich gestern mal wieder einen Rundumschlag vorgenommen und ich tät´ jetzt gern auch die dicken Jeans weit weg räumen und mich wieder im Sommerkleid verlaufen. An den Lachkrampf beim Anprobieren im letzten Jahr denke ich heute noch mit einem breiten Grinsen (ich verirrte mich wegen dem Innenteil darin). Für die erste gute Laune sorgte ja schon das neue Duschgel (mal wieder Citrusfruchtduft aber *wow!“) und für weiterhin gute Laune wird jetzt feinste Countrymusi aufgelegt. Wer nicht auf die Musikrichtung abfährt, der kann ja z. B. das von mir so genannte „Strohpüppi-Tanz-Liedchen“ rauf und runter spielen. Man hört es auch im TV-Spot von „Kinder-Country“ (Schokolade!) und kann es sich sogar meiner Kenntnis nach auf der Webseite herunterladen (soviel zur Werbung *schnalz*) und dann raus in die Sonne, zum Beispiel zum „Wieder-Einlatschen“ der schnieken Sommerteilchen für die Füßchen.

An die Jungen´s: Hat sich der Kater schon aus dem Haus geschlichen oder wurde mit diversen Mittelchen verjagt? 😉

Auf in den Freitag und dann schon mal Wochenende proben. Ob ich mich schon mal übungsweise ins Sommerkleid stecke, damit es im Sommer reibungslos ohne Verirrungen klappt?

In diesem Sinne: Wiesen-Blümchen in die Haare geklemmt (passt bei mir sogar auch schon) und ab ins schöne Wochenende, vor allem mit frühlingsfrischer Laune.

Vielleicht lässt sich der Sommer ja dann hervorlocken.