Ich bin dafür, dass ich dagegen bin.
Ich weiß, das gibt nur wenig Sinn.
Ich stell´ mich trotzdem mal mit Schildchen hin
und warte, bis ich meinen Mist los bin.
Also dräng´le ich jedem meine Zettel auf
und stör´die Leut´ vorm Großeinkauf.
😉
Ich bin dafür, dass ich dagegen bin.
Ich weiß, das gibt nur wenig Sinn.
Ich stell´ mich trotzdem mal mit Schildchen hin
und warte, bis ich meinen Mist los bin.
Also dräng´le ich jedem meine Zettel auf
und stör´die Leut´ vorm Großeinkauf.
😉
Sehr geehrte Bürger und so weiter…
Seit einiger Zeit wird auf verschiedene Art ein neuer OB gesucht. Hier bin ich, als erste Gegenkandidatin!
Ich besitze die zauberhafte Fähigkeit, Tagträume zu haben und mein Ego durch Abgucken vom amtierenden „Lehrer“ auf verschiedene Art zu pushen. Weiterhin habe ich seit meinem Umzug hierher gelernt, bedarfsharmlos zustimmend zu lächeln und warme Worte zu bringen. Bedarfsgerechte Ignoranz zählt ebenso zu meinen vielen hinzugewonnenen Stärken. Außerdem bin ich wirklich parteilos und kann mich seit meiner Einbürgerung und fast gelungenen Integration in dieser Region den Klagen der Bürger anpassen, auch wenn sie sich nicht mit meinen decken.
Zurzeit lerne ich Zahlen schönrechnen und sehe hier weiteres Potenzial. Als so genannter Ghostwriter habe ich meine Qualitäten mit blumigen Artikeln auf Werbeweb- und Katalogseiten bereits trainiert und mehrfach erfolgreich angewendet. Ich werde somit auch die Zeitungsecken füllen können.
Als führerscheinlose und somit umweltfreundlich reisende Person kann ich von vornherein jegliche Dienstwagenaffären ausschließen.
Mein Prestige-Objekt soll eine Seilbahn über der Stadt sein. Die Seilbahngondeln werden mit Ohrensesseln ausgestattet. Ein vermeintlicher Nachteil wird die geringe Sitzplatzanzahl sein, da gegenüber der Sitze Platz für Rollatoren etc. gehalten werden müssen. Die bereits vorhandenen Helfer werden hierzu auch Vitamingetränke (auf Wunsch auch in Schnabeltassen) und Müsli in verschiedener Konsistenz reichen. Da unsere hiermit bedachte Zielgruppe über genügend Zeit verfügt, wird während der Wartezeit an den Haltestellen passende Musik gespielt. Unsere evtl. noch übrige jüngere Generation wird auf das bislang vorhandene Angebot verwiesen. In den Wohngebieten werden einige Freibäder entstehen, wo es ganztägig Seniorenschwimmangebote geben wird. Die evtl. noch übrige junge Generation soll selbstverständlich auch noch Perspektiven erhalten und wird die Versorgung mit Drinks und Plansch-Zubehör übernehmen. Um dieses zu wahnsinnig sozialen Preisen anzubieten, werden die Kräfte weiterhin mit ortsüblichen Stundensätzen von 1-3 Eur/ Std. abgespeist, da es sich bislang offensichtlich und nachweisbar sehr gut bewährt hat. Die Fluktuation bringt den Nutzern die Abwechslung ins Spiel.
Die Anlaufstelle für Bürgeranfragen wird wegen erheblicher einseitiger Sparmaßnahmen und Desinteresse in die noch freien Gewerbeflächen verlegt. Meine permanent warmen Worte wird mein junger Sekretär im Dauerpraktikum per Mail übermitteln.
Da ein größeres und ausführliches Konzept nur wenig lohnt, verbleibe ich vorerst hierbei.
Meine Kandidatenlosung heißt: „Es bleibt nicht wie immer – ich kann auch schlimmer“. In diesem Sinne …
Eure mit bedarfsüberzeugter Mimik hoffnungsvolle Neu-Kandidatin.
😉
Jaja, „Alles Neue macht der Mai“…oder so ähnlich heißt es.
Es beginnt ja auch gleich mal am Ersten des Monats. Natürlich rufen wir vor allem fröhlich „1. Mai, wir sind dabei“. Wer sein Stimmchen nicht überanstrengen möchte, hält sein Winke-Winke-Element hoch. Es werden morgens die Plaste-Nelken (für die Bürger in den alten Bundesländern: Kunststoff-Nelken) noch aus der Abzeichensammlung gezupft, den roten Schlips aus der hintersten oder gar vordersten Schrank-Ecke gezerrt, Frack, Hut, Stock (vielleicht auch noch das Arbeiterkampflied-Gesangsbuch?) unter den Arm geklemmt und auf geht der Marsch mit der noch heute sehr „bürgernahen“ Masse, die man sich heute noch immer nicht aussuchen könnte. „Tag der Arbeit“ (und der fällt nun auf den Sonntag).
Übrigens: Neulich stand sogar ein weiß gekleideter „Dienstagsdemonstrant“ (Pantomime) vor dem großen Einkaufszentrum herum, der sich wohl für cleverer hielt, den mit nur Winkerei erbettelten „Reichtum für alle“ nicht teilen zu müssen 😉 Ich halte den für mutig. Denn wehe, wenn der sich von der Montagsfraktion erwischen lässt, die die Leute mit ihrer Hausiererei am Wirtschaftsankurbeln hindert.
Ich schwänze mal wieder den Kampfmarsch wie gewohnt und lege lieber den Tag des Frühjahrsputzes ein. Es ist ja schließlich auch Kampf und Arbeit, richtig? Altes Gerümpel muss endlich raus und wie sagte mein alter Herr schon? „Äußere Ordnung ist auch innere Ordnung“ Woher er das hat, weiß ich nicht, ist mir auch egal.
Also, lieber auf in den Frühling, mit mehr Luft in den Schränken, Kellern und anderen Tornado-Ecken und wenn das Wetter passt, dann testen wir die Wald- und Wiesendecken wieder neu auf ihre Tauglichkeit.
Mädels, holt die Röcke und Kleider aus den hintersten Winkeln Eurer begehbaren Schatzkammern und lass(t) uns den Frühling proben! 🙂
In Sachen Petitionen bin ich leider nicht geübt, da sind andere Fraktionen wesentlich kompetenter. Ich sage einfach nur: ab hier ____ bitte zeichnen 😉