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Experiment „Schlagertrinchenblond“? oder Wahlk(r)ampf …

Ha, also nu kann es schon gern Sommer werden, denn ich bin gewappnet und habe die „Bikinifigur“ noch vom letzten Jahr behalten. Wer noch immer abnehmen möchte, kann ja gern in der „Perle Thüringens“ einchecken. Die beworbene spezielle Station muss es noch nicht mal sein. Der Geschäftsführer hat übrigens zwar einen sehr eigenartigen Humor, aber ich kann stellenweise drüber lachen.

Und wenn der Purzeltag naht, steigt die Aufregung schon ein bisschen. Sicher ist es nichts Großes und noch kein Runder, aber irgendwie hoffe ich, dass ich bei der Schmerztherapie zwei Tage vorher etwas bekommen könnte, was mich künftig schmerzfrei herumturnen lässt. Das wäre ja das schönste „Geschenk“.

Noch einen zum Thema „Altern“: ich musste ja schon kichern, wenn man so am Kosmetikregal entlangstelzt und hier und da an die Frau Makatsch oder Fischer denkt. Yeah „Schlagertrinchenblond“ wäre doch der Knaller, um die ersten grauen Haare abzudecken, hm? Frau Makatsch hätte dann zugeflüstert:“Welche grauen Haare?!“ Hach, aber irgendein Experiment ist aber mal wieder fällig, mal sehen was es wird und vor allem wie es ausfällt, ich will ja nicht wie ein Leuchtkopf oder schlimmer herumtingeln, wenn es danebengeht.

Lustig ist auch der Wahlkampf im Örtchen, da zanken sich Vereine und Möchtegerngenossenschaften um die Erhaltung eines Veranstaltungsgebäudes, welches hässlicher nicht sein kann und das Wichtigste noch nachgerüstet werden muss, aber nun mal auch Geld kostet und somit auch eher ein „Zuschussgeschäft“ ist. Und wenn ich mir den einen oder anderen Vertreter angucke und davon lese, kann ich mich vor Lachen nur kringeln. Es ist ja Wahlkampf und „zufällig“ ist der eine oder andere „engagierte“ Stadtratskandidat. Wie will der denn im Falle der Wahl nüchtern eine Sitzung aushalten? Naja, jeder blamiert sich, so gut er kann. Wer nichts anderes auf dem Kasten hat als Parteimitglieder (inzwischen ausgeschieden) und Gäste anzugehen, wird sich mächtig auf dem Boden Tatsachen wiederfinden. Und wenn etwas für eine Personengruppe erreicht wurde und endlich ein finanziell ausschließlich belastendes Gebäude endlich vertickt wurde und nun die Studenten dort drinnen lernen können, möchte man den Erfolg hier und da gern für sich verbuchen. Wir haben die Wahlkampflosung vom vorletzten Jahr doch wohl nicht vergessen, oder? 😆 Und wem die Interessen der Bürger zu profan sind, kann mir ohnehin als Stadtrat gestohlen bleiben. Es sind ohnehin überwiegend die eigenen Interessen, die vertreten werden, sie werden sich schon gegenseitig wählen und ein paar Leute beschwatzen, dumm genug sind einige ja. 🙂

Denken wir einfach mal positiv, in welcher Hinsicht auch immer und umgeben uns, so gut es im Alltag geht, auch im Beruf mit tollen Kleinigkeiten und sei es einfach ein duftender Blumenstrauß oder eine Topfpflanze. Meinen Dschungel dünne ich auch noch aus und dann muss mehr Blüte in die Hütte. Und für ganz „romantische“ Stimmung LED-Lichter, klasse, man muss nicht mehr laufend auspusten, wenn man den Raum verlässt. Wäre aber ein lustiger Effekt, wenn man auch diese auspusten könnte.

Und damit das Verbraucherherzchen nicht zu kurz kommt, gibts hier wie fast immer den Werbeblock: Wenn der Uwe Ochsenknecht ständig mit den dollsten Versprechungen das Rezept für einen Käse macht, muss ich schon feixen. Herrlich, wie die Zwei jeweils neben ihm eisern schweigen und den herrlichsten Blick aufsetzen. Nicht mal unser Bundeshosenanzug und ein Großteil der einheimischen Bevölkerung dieses Nests.zusammen können das so schön. Ich kann mir gut vorstellen, wie die Darsteller beim Drehen des Spots ständig lachen mussten. Und jetzt an die Mädels: aufgemerkt. Es gibt jetzt eine „Anti-Aging“-Kur für die Haare und wer lacht uns dann Haare wedelnd entgegen? Natürlich, die Frau Eckes. Und es gibt ja noch mehr „Wundermittelchen“ fürs Haar, ja dolle, nöch? Wir können es mit etlichen Mittelchen etlicher Marken „reparieren“ lassen. Und so manches Mittelchen bekommt man sogar im Einzelhandel, so wirbt man. Ja, gesehen habe ich es auch, sogar im Netto, wenn ich nicht irre. Aber wer glaubt an die Wirkung? Ich nicht. Mein Shampoo für wenige „Taler“ lässt meine Fusseln auf dem Kopf auch ordentlich aussehen, nach dem Kämmen 😀 Und in einem anderen Spot sehen wir für eine Hautpflegemilch irgendwelche leckeren Zutaten herabfallen und wir werden gefragt, was entsteht, wenn man hochwertige Zutaten hineinmischt. Ähm, ein ungenießbarer Fruchtsalat? Und die Fastfoodkette mit dem goldenen „M“ schlägt uns einen „Deal“ vor. Man nehme also Curryzeugs, Zwiebeln, Brötchen und entweder Rind- oder Hähnchenfleisch und man bekäme dafür nur einen Euro, natürlich UVP. Einen hab ich noch auf die Schnelle, wir wollen ja schön einteilen: Es gibt schon den zweiten Spot, bei dem wir Della Reese zu hören bekommen und zwar für Eis. Hachjaa…. Den ersten Spot, bei dem wir die klasse Sängerin hören, habe ich ja bereits gebracht.

In diesem Sinne: Nehmt endlich die Brusthaartoupets ab, es wird immer wärmer und vor allem präsentieren wir doch die dollsten Modeknaller. Und die Ballerinas für die Damenschaften werden auch immer schicker und bequemer. Für meine Füße aber noch nichts, sähe auch komisch aus, wenn ich da so ein Wirkstoffpflaster auf dem Spann der Füße habe 😆 und sollte ich es doch tun, rennt wohl mindestens die Hälfte der Jammertalbewohner mit irgendwelchem aufgeklebtem Zeug herum, weil es Trend wurde. Prost Eiskaffee

heißer Frühling auf dem Kleiderständer und Gesundheitswesenwahnsinn …

Festhalten, Leute, der Frühling war nicht nur schon schön warm, es wird jetzt heiß – und zwar auf dem Kleiderständer. Ha, wer jetzt an irgendein Spitzengedöns gedacht hat, wird jetzt wohl enttäuscht wegklicken, oder? Wenn das Weibchen hinter der Tastatur nun auch nun ein paar leichte Pullis kauft, die elendig langen Schilder nach dem Anprobieren abschneidet und das Teilchen in die Wäsche packt, kriegt es plötzlich einen Grinseanfall. „Keep away from fire“ lese ich auf dem abgeschnibbelten Schildchen welches auch am Waschhinweisschildchen dran war. Ich hatte natürlich das gleiche Kopfkino, welches ich bei den Herrschaften vermute und stellt Euch mal vor, der „Herr“ wäre im übertragenen Sinne „entflammt“, wenn er das gesehen hätte, was er sich wohl am meisten wünscht. Übrigens ist jetzt „Wirkstoffpflaster-Ecru“ IN. Allerdings trägt man es unterm Strumpf (bedingt!) direkt an der Schmerzstelle.

Nun wieder zu den „Halbgöttern“ – meistens in Weiß. Sie toben ja nicht nur im virtuellen Bereich herum, auch in ihren Praxen, nun serviert man uns ja auch in dieser rückständigen Region die „Arzneimittelinitiative“. Wie gewohnt möchte man uns ja nur vom Vorteil überzeugen. Schaut man aber genauer hin, ist es eigentlich nichts anderes als ein weiterer Einschnitt und man scheint zu verdrängen, dass der Patient ein meist mündiger Bürger ist oder einen gesetzl. Vertreter hat, der so gut es geht, für das Wohl des zu Betreuenden sorgt. Wer hier einen Vorteil sieht, möge sich mal bitte äußern und uns Mitleser davon überzeugen. Ein Arzt weiß anhand der Akte immer, was er seinem Patienten verordnet, wenn er sie ordentlich führt. Und wenn der Patienten zum ersten Mal bei einem anderen Arzt ist, bleibt es die Eigenverantwortung und Zuverlässigkeit des Patienten oder seinem Betreuer, dem anderen Arzt eine Liste der derzeit einzunehmenden Medikamente plus (!) auch frei verkäufliche Mittel, mit denen sich der Patient noch zusätzlich versorgt. Es bleibt also im Falle der Überweisung bzw. in Arztbriefchen so, dass sich die Ärzte untereinander auch darüber unterrichten, was derzeit in der Behandlung geschehen ist und was noch empfohlen wird. Jemand der eine Stammapotheke hat, mag minimal davon profitieren. Die Arztwahl ist ja regional schon ein Hohn oder man nimmt es wortwörtlich wie die „Damenwahl“. Danke, liebe Verantwortlichen, es kann nur noch besser werden. Vielleicht kriegt der Minister noch Geschmack daran, noch mehr an die Wand zu fahren. Ein kleiner Schritt für Thüringen und Sachsen, einen großen noch fürs ganze Land, ran an die Wand.

Nun wieder zu schöneren Dingen: Wenn die Bliemchen bliehen…äh wenn die Blümchen blühen, dann ist doch jeder kleine Herzchenhopser doch angenehm. Die Schönste in unserem Seniorenhaushalt kriegt seit gut einer Woche schon frischen Löwenzahn serviert. Und guckt Euch mal um, aus der Ferne sieht so manche Wiese wie ein Teppich aus. Ich muss im Moment improvisieren, da ich nirgends Tulpen und andere Frühblüher rupfe. Also habe ich ein schniekes Frühjahrsblüherarrangement fabriziert und irgendwann hole ich mir mehr Blütenpracht in die Hütte. Denn meine Topfpflanzen sind nur grün. Und da uns Farben ja schon im gewissen Maße beeinflussen, wird auch die Hütte entsprechend gestaltet, natürlich nicht unangenehm knallig. Und derzeit muss ich eh mit den Kräften sehr haushalten. Also Stück für Stück und sei es auch bis in den Sommer hinein. Ich hoffe, dass ich es bald schaffe, wieder fit zu sein, denn es ist schrecklich, wenn man sinnlos herumsitzen und mehr liegen muss und nicht wirklich dafür geschaffen ist.

Und damit das Verbraucherherz nicht außen vor bleibt, präsentiere ich natürlich wieder den Werbeblock: Die gute Frau Katzenberger wird bei einem Spot gefragt, mit wie vielen Bettgeschichten man künftig rechnen müsste. Die Blondine antwortet „mindestens mit einem Dutzend“. Klasse Wortspiel aber irgendwann langweilig. Putzig aber ist ja nun ein Spot für einen Discounter, zu dem man laut Slogan ja „erstmal“ geht. Wir sehen also ein Pärchen, welches eine Verkäuferin fragt, wo denn ein Bäcker in der Nähe wäre. Die Verkäuferin zeigt es ihnen auf eine recht amüsante Art und alle starren und „verbiegen“ sich in die gleiche Richtung. Im Radio laufen elendig lange Beiträge über die Entscheidung, Nichtraucher zu bleiben oder zu werden. Bitte kürzt diese Beiträge ab, sonst wird genau das Gegenteil geschehen und der Hörer schaltet genervt ab. Der Schauspieler Schweighöfer ist auch putzig bei der Werbung für Bier. Das „Momentchen…… mal“ auf die Frage, ob er für das Bierchen werben würde, war mein Favorit, sehr hübsch aufgesagt. 😆

In diesem Sinne: lasst Euch den angenehmen Frühlingsrausch nicht vom Walhk(r)ampf versauen, der hier und da stattfindet und sicher wieder aggressiver wird und lasst diese Versprechen einfach links liegen. Ihr kennt das ja: erst kurz die Blümchen und runde Worte, dann nix mehr bzw. das Hochhalten der Kärtchen im meist eigenen Interesse. Also, wer kann und hat, Liegestuhl auf die Wiese, Terrasse oder Balkon. Ich liege mit Eisspray auf der Couch herum. Merkt Euch: nie ist ein Fuß stärker als ein Betrahmen und wenigtens dafür taugt das Kältespray aus der Apotheke *puh*. Prost kalten Früchtetee 

SRPD stellt kurz ihr Wahlprogramm vor …

Red Socks City: Die sozialromantische Partei Deutschlands hat sich zu einem neuen Ruck entschieden. Jetzt soll Leistung nicht mehr für Null erbracht, sondern angemessen bezahlt werden. „Wir selbst haben schon die Nase voll von Planlosigkeit und märchenhaften Forderungen!“ so der Sprecher Hansi Tunichtwohl. „Wir müssen endlich umdenken und erkennen, dass von nichts gar nichts kommt „Mit dieser Wahllosung „Endlich Leistung belohnen“ geht die SRPD in Wahlkampf.

Die Kollegen von „Ein kleines Schmieblatt“ stellten mir freundlicherweise das Interview zur Verfügung, welches sie mit dem Sprecher führten.

Ein kleines Schmierblatt: „Wie kamen Sie nun zu dieser Erkenntnis?“

H. Tunichtwohl: „Immer mehr Bürger sind gebildet, so mussten wir erkennen, dass sie unseren Schmarrn nicht mehr abkaufen.“

Ein kleines Schmierblatt: „Sie wollen die Bürger also nun mit der Wahrheit konfrontieren? Vertragen diese es dann?“

H. Tunichtwohl: „Wir denken schon, denn mit Bildung kommt auch die Bevölkerung leider zur Erkenntnis, dass ausschließlich Forderungen ohne vernünftiges Finanzierungskonzept nichts bringen. Vorerst haben wir uns ja Einiges von den kirchlichen Einrichtungen abgeguckt. Diese bauen ja auch gern auf die grenzenlose Nächstenliebe. Aber wir mussten auch sehen, dass sich viele Menschen nicht mehr für dumm verkaufen lassen und entsprechendes Gehalt fordern, um die Lebenshaltungskosten zu decken“

Ein kleines Schmierblatt: „Vielleicht benennen Sie Ihre Partei ja in >SozialMasochistische Partei Deutschlands< um?"

H. Tunichtwohl: „Nein, das hatten schon andere Bürger vor, die sich zusammenschließen wollen.“

Ein kleines Schmierblatt: „Wie wollen Sie dann mit den Gewerkschaften weiterklüngeln, wenn immer mehr austreten?“

H. Tunichtwohl: „Hören Sie auf mit Gewerkschaften, die letzte Ausbeute haben sie nicht mal mit uns geteilt und sich selbst Sekt und Schnittchen geleistet. Wir finden das unerhört!“

Ein kleines Schmierblatt: „Wir verstehen Ihren Ärger, schließlich haben Sie mit denen ja ständig auch den 1. Mai gefeiert und die Leute überzeugen wollen, dass es nur um deren Wohl gehen soll. Meinen Sie es denn nun ernst mit ihrem Ziel, dass jeder der gut und viel arbeitet, auch wirklich gut bezahlt werden soll?“

H. Tunichtwohl: „Ja, jetzt ist es uns ernst und wir versuchen auch, von der Millionärssteuer abzukommen, die war eh Unsinn, aber immerhin haben es uns einige Leute geglaubt und dementsprechend fiel die letzte Kommunalwahl aus. Leider merken es inzwischen zu viele Bürger, dass viele Forderungen nicht in die Kommunalwahl passen. Also müssen wir uns neue Ziele ausdenken. Allerdings sind wir nach wie vor für die Legalisierung jeglicher Dröhnung, die man so rauchen, schniefen oder auch trinken kann, denn mit Bildung und auch Nüchternheit der Bevölkerung sind wir ziemlich überfordert.“

Ein kleines Schmierblatt: „Wie wollen Sie die Bildung der Bevölkerung denn eindämmen bzw. verhindern?“

H. Tunichtwohl: „Wir bauen und kaufen erneut Gebäude, die mehr kosten als einbringen und lassen den Steuerzahler und die Stadt für unser Hobby bluten. So bleibt keinesfalls genügend Geld für Bildung und Erziehung. Damit sind wir bislang auch gut gefahren. Warum also nicht einen erneuten Versuch starten?“

Ein kleines Schmierblatt: „So kommt Ihre Partei aber nie vom Widerspruch ab, Unmögliches zu fordern, das Nötige aber zu verhindern.“

H. Tunichtwohl: „Sie blöder aufgeblasener Möchtegernjournalist, ich breche hier ab!“

Ein kleines Schmierblatt: „Wir auch, vor Lachen. Ähm, Herr Tunichtwohl….bleiben Sie doch…?!“

Ich bedaure ebenfalls, dass der Sprecher das Weite suchte und hoffe, Euch dennoch eine Anregung für die Wahlentscheidung geboten zu haben.

Und seid auf der Hut, es kursieren viele Aprilscherze 😉