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Brusthaartoupet ablegen, mit Stöckelschuhen zum Orthopäden und mit Rollern zum Schmerztherapeuten?

So, nachdem ich Herrn P. nochmals bat, den Frühling gefälligst wieder herauszurücken, guckte der noch mal kurz grimmig und willigte ein. Sehr fein, vielen Dank! Die Zweitschönste in unserem wohl kleinsten Seniorenheim in Red Socks City hat ihr Brusthaartoupet schon abgenommen, die Allerschönste zaudert noch oder ich muss sie rasieren. Das sähe aber komisch aus.

Natürlich dürfen wir dann auch keine Frühlingskracher verpassen! Die „Klinikkollektion“ hatten wir ja schon. Aber wie wäre es denn mit rosa Pumps mit einem Riesenschleifchen am vorderen Riemchen? Solche sah ich neulich in der Werbeleiste im großen sozialen Netzwerk. Heiß, oder? Ich muss so herzhaft lachen, wenn ich mich in diesen Trittchen vor dem geistigen Auge sehe. Neulich sah ich ein paar Trittchen mit Absätzen, die heftigst hoch waren. Mal davon abgesehen, dass sie A nicht meinen Geschmack treffen und ich B auf solchen Dingern auch mit gesunden Füßen nicht laufen kann, habe ich mir die Reaktion meines Orthopäden ausgemalt. Sorry, Doc für den Schock (reimt sich sogar), aber ich verspreche im eigenen Interesse hoch und heilig, dass mir so etwas nicht an meine zerdemmelten Quadratlatscher kommt. Aber die rosa Schleifchendinger mit kleinen dezenten Rollern in der Sohle wären schon ein Gag in meinem Schuhregal (Marktlücke, oder?), ich muss mal gucken, ob ich irgendwie Attrappen nachgebastelt kriege. Eine kommt mahnend in den Flur neben die Stützen, die andere ebenso mahnend ins Schuhregal, gleich neben dem Kistchen mit meinen Bandagen.

Schrecklich finde ich irgendwie, dass der Tag immer näher rückt, an dem ich mich schon mal an Stützstrümpfe gewöhne, damit ich im nächsten Jahr zum 40. die hoffentlich Geschenkten in einer Wahnsinns-Trendfarbe beim Kalkleistenübungstänzchen vorführen kann. Ich mag am Geburtstag nicht mit schlimmer gequältem Gesichtsausdruck durch die Kante tingeln. Ob ich dann auch den Hängeguschenblick wie der Großteil der einheimischen Bevölkerung aufsetze? Lieber nicht, ich bin schließlich von irgendwo anders her 😛
Bis spätestens zu diesem Purzeltag möchte ich bitteschöndankeschön fit sein. Ich sehe mich schon im Schickimickilook vor meiner Weiberei stehen und lässig fragen, ob wir denn endlich los zum Kalkleistenschubsen …äh „Disco“ können. Ich sehe schon die geschockten Blicke und den Hilferuf ans SchnellRausHier-Klinikum folgendermaßen lauten:
„Sehr geehrte Damen und Herren, Sie haben unsere Freundin, Frau XY schon zwei Mal in verschiedenen Stationen behandelt und sie als nur physisch behandlungsbedürftig eingestuft. In letzter Zeit fürchten wir allerdings, dass eine dauerhafte Unterbringung in der Psychiatrie angebracht wäre. Sie wollte entgegen ihrer sonstigen Überzeugung zur Disco. Wir halten diesen plötzlichen Sinneswandel für bedenklich und wir machen uns große Sorgen. Allerdings wäre es wünschenswert, uns als Besucher zuzulassen, um den Therapieerfolg zu beschleunigen und gar zu festigen. Mit stark hoffnungsvollen Grüßen…. „
Dann bitte ich meine Trinchen aber darum, mir mindestens meine Hyazinthen nachzuliefern, damit ich nicht wieder die Blüte verpasse. Da ich aber noch nicht so weit bin, lieber den normalen Alltagswahnsinn genießen.

Und natürlich hatte ich mir während des Radiohörens einige Spots schnell notiert und nach dem Aufenthalt im KH auch wieder das Klemmbrett aufs Bettchen geschmissen, um Euch neue Schmackes aus dem TV-Tüdel zu bieten. Was wären wir denn ohne Werbung? Kaum lebensfähig, oder? 😉 also, der Werbeblock geht los: Den Spot über „Unverschämtheiten am Steuer“ habe ich ja schon beschrieben. Es gibt allerdings mehrere Versionen, aber es machts nicht besser, wirklich, aber die Zielgruppe soll es ja auch verstehen, vor allem in der jeweiligen Region. Also gestaltet man die Werbung sehr einfach. Wenn wir bei der Futterei sind, fällt mir noch die damalige Ankündigung an, dass sich die Futtertempel ja auf die Weibchen einschießen wollen. Man hört und sieht also die Spots, wie begeistert das eine oder andere Weibchen in Pommes beißt und sich ein zweites Loch ins Hinterteil beißt, weil es jetzt angeblich 30% weniger Fett wären und dennoch so irre knusprig und lecker. Mist, dann nützt die Fastfoodfutterei ja gar nicht. Ich müsste mir also weit mehr Pommes holen. Bei der großen Kette mit dem großen „M“ wirbt man damit, man möge sich vorstellen, ein Burger wäre der Chef, der Freund oder die Freundin usw. Dann folgt die Ernüchterung (huch!) , dass es eben nicht die eine oder andere Person ist. Nicht übel gemacht, aber auf Dauer langweilig. Lachen musste ich aufgrund meiner eigenen Situation über den Spot für Kühlgel nach der Rasur. Gut, ich rasiere mich nicht aber ich muss doch mal die Herrschaften unter den Lesern fragen, ob das nun wirklich gut kühlt. Ich könnte das dann gut für meine Füße gebrauchen. Nicht mal das teure beworbene Schmerzzeugs zieht. Und für eine neue „Fußnote“ mag ich nicht mehr fast 10 Euro ausgeben. Zwei teure Gels habe ich ja schon getestet und dem Ganzen eine glatte Sechs verpasst. Also bleibe ich wieder beim Duschgelduft.

In diesem Sinne: Sch… aufs teure Zeug, welches die Wahnsinns-Kühlung verspricht, selbst nach stundenlanger Aufbewahrung im Kühli ists ein Witz! Dass das Zeug wie Omazeug stinkt, hätte ich ja noch in Kauf genommen, aber unter den Umständen behalte ich lieber die Fußnote nach dem 2-Euro-Duschgel. Prost Rohrperle mit Dröhnung (doller Tag heute)

Tanzende Zehen, Fensterplatz und rassige Mitpatientinnen …

Ach, es ist ja herrlich, Temperaturen so bis 20°C sind schon mal ein guter Anfang. Jetzt kann sogar der Anorak oder Parka eingemottet werden. Nun wird es inzwischen knapp mit den Unterbettkommoden. Jaja, man schafft sich etliche Jacken und dann muss auch die Anzahl der Aufbewahrungsmöglichkeiten mit“wachsen“. Weiber! 😉 aber ich habe natürlich nachgeordert.

Und wenn ich selbst noch nicht tanzen kann, dann lassen wir es halt mal vorerst die Zehen tun und zwar bei einer Schmerztherapie erst nur an einem Fuß, so hieß es vorerst. Ja, die seit letztem Sommer ewig versprochenen Spritzen sollten ja nun kommen und da wäre wohl erstmal ein kleiner Test nötig, so die Worte des. Arztes. Mich graulte es schon davor. Nun trat ich am Montag also an, wartete im Ambulanzbereich und wurde ungeduldig, denn um 8:00 Uhr sollte ich bereits bei der Sprechstunde sein und es stand noch die Blutzapferei an. Ich traf sogar auf klasse Schwestern, mit denen man auch ein bisschen geikeln konnte und das entspannt vorerst. Dann geht’s auf die Suche zur stationären Aufnahme, die genauso „organisiert“ war wie damals unser Bürger“service“. Also war dort wieder sitzen und lauern angesagt. Man murmelte mir mit einem Gesichtsausdruck wie unser Bundeshosenanzug herunter, was ich zu tun und zu lassen hätte und wie es mit der Zuzahlung läuft. Dann bekam ich meine Unterlagen in einem Werbetütchen und durfte die Station suchen.

Als ich sie fand, war man vorerst sehr zurückhaltend und zeigte mir mein Zimmer. Die Schwester, die auch den mir zugeteilten Schmerztherapeuten begleitet, war inzwischen auch aufgelockerter, sehr gut! Im Zimmer hatte ich endlich auch mal einen Fensterplatz mit meinem Bettchen und ich war auch nicht allein, denn es war schon eine Dame da. Erst schwiegen wir uns unsicher an, dann haben wir geplaudert und tauten auf. Es war eine Woche mit etwas Angst vor irgendwelchen, wenn auch notwendigen Pieksereien, aber es gab auch viel zu lachen. Wir wurden beide von einem jüngeren Arzt behandelt, während der Chef stand und beobachtete und da er mich kannte, auch nachhalf. Und aus „einer Nacht“ wurde eine Woche. Ich mit wenigen Klamotten und gerade das Nötigste für die Hygiene musste also Nachschub organisieren. Bloß gut, dass die Blocknachbarin, mit der ich mich gut verstehe, half und mich Dank einer Kurzbeurlaubung nach Hause nahm und mich packen ließ, während sie einkaufte. Bepackt ging es also wieder in Richtung Klinik und ins Zimmer. Kleiner Tipp an die Fußkranken: keine Leggins, sondern schööööööööööööööööööööööne weite Schlabberhosen! 😉 so oft wie man das Hosenbein hochschieben muss, um untersucht oder behandelt zu werden, leiert auch der schickste Fetzen am Beinchen aus. Ich erhielt ein „Tens-Gerät“ mit Erläuterung zum Umgang und dann rauf aufs Füßchen und ans Knie und der Reizstrom kann auf den Nerv pochen. Schmerzhaft war es nicht, da die neuen Geräte keine Rädchen mehr haben, sondern idiotensichere Tasten zum Einstellen. Also gibt’s keinen ungewollten Satz mehr. Meine versprochene Spritze bekam ich nicht, dafür aber ein Wirkstoffpflaster, welches ich nun alle 12 Stunden aufkleben und 12 Stunden weglassen soll. Es gab zum Glück nur einmal eine kleine Reizung. Ich hatte tatsächlich mal heiße Knie. Teilt man das den Schwestern mit, haben die keine Ahnung, verweisen auf eine „Schmerzschwester“ und sieht sie dann brummelnd davonziehen.

Auf dem Gang stand ein Bett vor dem Ärztezimmer. Darin eine ältere Frau, die man laut Aussage stark beobachten müsse, als ich mal darauf hinwies, dass sie wimmert und starke Schmerzen zu haben schien. Aber hey, sie war noch rassiger als meine klasse lockere Zimmerkumpanin. Sie ließ die Vorbeigehenden öfter mal ihre Beinchen bewundern. Denn stets zog sie bei Publikumsverkehr ihr Nachthemd hoch. Allerdings hätte sie vom Alter her meine Großmutter sein können. Mein Kopfkino zeigt sie in meinem gelegentlichen „Outfit“: Longpulli, Leggins und breiten Gürtel 😆 das hätte wahrlich gepasst. Aber ich hoffe, dass sie auch wieder fit wird. Man malt sich auch aus, dass sie vielleicht auch eine Familie hatte und Kinder großzog und ihr Leben lang ackerte. Und ganz gleich, wie jemand auch psychisch aufgestellt ist, mag ich mich speziell darüber nicht lustig machen. Wir wissen alle nicht, wie wir mal enden. Vielleicht auch „unter Beobachtung“ im Stationsgang. Und wenn sich das Gesundheitswesen immer mehr an amerikanische Verhältnisse annähert, liegen wir wohl alle auf dem Gang, wenn wir „nur“ gKV und sonst „finanzielle Katastrophen“ sind.

Und hey, es wurden mal keine „niederen Instinkte“ (so ein anderer Arzt) an mir ausgelassen, weil man berechtigt eins aufs Dach kriegte, sondern es ging wirklich freundlich und kompetent ab. Der Zugang der mir mal wieder auf den Handrücken gelegt wurde, tat vorerst zwar weh, aber es gab keine starke Verfärbung und die „Bohrung“ (so ein Arzt vor etlichen Wochen in der Notaufnahme) sah besser aus als die Letzte. Ich kann also ohne tagelange Schmerzen an den Armen meinen Alltag leben. Welch ein Unterschied! Diese Woche habe ich also in guter Erinnerung und kostet mich 50 Euronen Zuzahlung und sei es drum, endlich mal gezielte Diagnostik und Behandlung. Der Physiotherapeut war allerdings der Putzigste in der Runde. 😆

Peinlich wurde es mir vorm Neurologen. Ich komme also von meinem „Urlaub“ früher wieder als ich müsste und es hieß, man findet so fix keinen Doc, der mir einen neuen Zugang legt. Man stritt sich auch darum, ob man mir den Zugang hätte dranlassen sollen. Hätte ich allerdings heikel gefunden. Nun kam aber etwa 10 Min. nach der Diskussion ein Arzt herein. Ich ging natürlich davon aus, dass man den zum Legen des neuen Zugangs heranorganisiert hätte. Also hielt ich ihm nach dem Begrüßen wie in einem schlechten Drama meine Hand hin und meinte, „huh, ich kann nicht hingucken und ich bleibe vorsorglich liegen“. Der war erstmal irritiert und meinte, dass da so ein bisschen Pfote nicht reicht und er mich ja ganz untersucht, er wäre der Neurologe. Huch 😳 Aber man konnte sehen, wie er in sich hineingrinste. In den Raucherrunden sah man den sogar lachen.

Ha und es gibt den 2. Menschen, der einen Brandenburger von einem Berliner unterscheiden kann, Striiiiiiiiiiiike ! 😀 sogar ein Taxifahrer, der „Wessis“ verteufelte, aber in seiner Art in Ordnung war.

Ihr dachtet wohl ich lasse mal meine Lästerei über Mode weg? Ha, falsch gedacht. Kennt Ihr die „Klinikkollektion“? Noch nicht? Doch, ich glaube schon. Das sind die Klamotten, die man sonst nur ungern anzieht (überguckt oder sieht nicht mehr so schnieke aus), aber dennoch gut erhalten sind. Man möchte ja auch ordentlich herumlaufen. Und ich habe es mir angewöhnt, mir eine kleine Tasche vorzubereiten, aber diesmal mit mehr Klamotten als bei der letzten „Übung“. Und wer an Beinchen oder Füßchen erkrankt ist, besser keine Leggins, aber das sagte ich sicher schon. Und das „Mullbindenweiß“ ist inzwischen „out“.

Für das interessierte Verbraucherherzchen bringe ich beim nächsten Artikelchen natürlich wieder den Werbeblock, der ist schon vorbereitet – ehrlich!

Ein paar Dankesworte gibt’s von mir auch an Herrn P. Wir konnten in der Woche unseres Aufenthalts schönes Wetter genießen und erst am WE nach der Entlassung war es Käsewetter, wo es mich nicht stört. Ha, aber jetzt darf es ruhig wieder wärmer und schöner werden, sonst muss ich die fetten Jacken doch noch wieder vorkramen.

In diesem Sinne: Wenn Ihr Euch heißen Fummel in die Kliniken schleppen wollt, geht sicher, dass es auch lohnt 😉 und irgendwie schafft man doch bissel Platz im Schrank, wenn ein paar Solala-Klamotten schon parat sind, falls es mal wieder dicke kommt. Und jetzt Frühling, bitte! *Prost Tee* (irgendwie ists hier frisch auf der Hühnerbrust)

Fastenzeit, Schenkelklopfer und neue Füßchenmode …

Hach schön, Fasching ist rum und es war schon süß anzugucken, wenn die Kurzen verkleidet und bemalt durch die Straßen tingelten. Die Narrenzeit wird allerdings auch ohne Verkleidung bleiben, denn wir haben ja noch Stadträte und Regierungen auf verschiedener Ebene, die uns einen Schenkelklopfer nach dem anderen bieten. Auch will man uns nun wieder die Fastenzeit schmackhaft machen, in dem man angeblich Jugendliche damit gewonnen hätte. Klar, und im Himmel ist Jahrmarkt, dann haben die wahrscheinlich auch noch eine Shoppingtour dort geplant oder gehört es auch zum „Fasten“? Und offensichtlich halten sich die Vermarktenden auch nie dran. Sei es drum, ich kaufe es eh niemandem ab 😀 „Helau“ und „Tätätaätäää“…achnee, ist ja nu rum.

Die Discounter, Supermärkte und Versandhäuser locken uns auch zum Shoppen von Ordnungssystemen an, damit der Frühjahrsputz auch ja perfekt ist. Und ja, natürlich grabscht die Zweitschönste in unserem Haushalt zu. Ich habe es tatsächlich geschafft, mein ganzes Untergrundmenü in einem Kleiderschrank unterzubringen. So lohnt sich das ausgegebene Geld auch richtig und so irre teuer muss es auch nicht sein, finde ich. Für mein Artikelchen rund um Haushalt und Spartipps habe ich schon etliche Fotos geschossen, die ich dann in meinem Ordnung- und Sauberkeitstapetchen verlinken werde. Es war wie immer eine helle Freude, den Artikel zu verfassen, vor allem solch langen Dinger. Wer interessiert ist, wird’s lesen, andere lassen es halt aus.

In meinem Kleidereckchen tut sich auch wieder was, es muss ja mal ordentlich Platz ausgenutzt werden und dennoch soll es ja nicht zugeräumt wirken. Nicht so einfach, wenn man sich nicht so teure Mehrfachfunktionsmöbel kaufen kann. Aber es lässt sich aus vorhandenen Stücken auch etwas zaubern. Da ich mir nun doch kaum noch einen Kopf machen muss, wie ich meine Stützen abstelle, ohne dass sie hinderlich im Gang herumstehen, machts das Ganze schon leichter. Obwohl ich mir noch irgendwie einen Schirmständer oder Ähnliches zurechttüdeln werde, wo auch die Stützen guten Halt haben, unabhängig der Nutzung.

Und noch mal Mädels: raus mit den leichten Klamotten, locken wir mit den leichten und hoffentlich bunten Textilien den Frühling heran und auf dass er bleibe, bis es Sommer wird. Das hebt die Laune und das brauchen wir dringend nach einem so langen Winter. Im Versand für die überbeglückte Hausfrau fand ich ja etwas witziges für die Beinchen, was ich mir auch unter anderem Zeug bestellte 😳 festhalten Mädels: ein Paar Füßlinge, an denen kurze Stulpen dran sind. Macht sich sicher prima für Leggins und Ballerinas oder Stöckelschuhe. Da Letzteres schon immer gemieden wurde und es auch erst recht jetzt so bleiben wird, werde ich also in flachen Trittchen herumtrippeln…ähm stelzen. Und das „modische“ Mullbindenweiß und hautfarbene Zeugs muss ich schon lange Zeit nicht mehr „anlegen“. Dreimal auf Holz klopfen soll ja helfen *tocktocktock* ans Köpfchen. Allerdings ist der Frühling eher ein „Juchheißa“ für uns „überzeugten Migräniker“.

Für das stets neugierige Verbraucherherz gibt’s natürlich den Werbeblock: Der Spot für die kleinen schnuffigen Doppelkekse ist nicht mehr so nervig wie vorher, nicht mal übel gemacht, endlich, danke liebe Werbegentur. Ein bisschen unlogisch wirkts allerdings, wenns Kindelein sogar ein Glas Milch unterwegs dabei hat. Auch der Supermarkt, der laut seiner Aussage ja Lebensmittel liebt (aber selten kennt), wirbt auf noch putzige Art für sich. Kinder können ja so gemein untereinander sein, aber ein bisschen Schadenfreude hat man schon, wenn sich das Jungchen im Wagen gegenüber einem Mädchen zu wichtig nehmen will. Und dann kommt Mami hinzu und streicht ihm übers Köpfchen, während sie Windeln hinter ihm in den Wagen packt. Wir sehen das Mädchen mit Schadenfreude im Blick. Übrigens wissen wir jetzt, wie ein „Schnupfen-, Husten- und Fiebergesicht“ aussieht. Schauen äh lauschen wir auch mal wieder der Radiowerbung. Hm, also für ein Auto zu werben und es süß finden, wenn sich irgendein Oberwachtmeister über „Unverschämtheit am Steuer„ aufregt, da die Dame irgendwelche technischen Raffinessen im Fahrzeug hat und ihres länger ist als das Dienstfahrzeug, des Polizisten. Naja das ist schon ein Spot für ziemlich einfach Gestrickte, leider auch die Radiowerbung eines meiner Stammversandhäuser. Schade, aber nicht schlimm, es soll ja auf die Region zugeschnitten sein, nöch?

In diesem Sinne: stellt oder legt die Waage weg, man sieht auch so, ob die Klamotten noch passen und dann raus damit, also in die Landschaft auf unserem stählernen Body (den ich mir gerade erarbeite). Und guckt auf die Wiesen, da sitzen schon die Krokeen und Krokanten mit den Schneeglöckchen herum. Ordentlich Dufti drauf und aufi. Meine neu adoptierten Hyazinthen mühen sich auch schon mit Blüte. Das zaubert noch mehr gute Laune, denn ich mag diesen Duft unheimlich. Ja auch im Privatkrankenzimmer erster Klasse muss so was her.

*Prost* kalten Wintertee 😀