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Wir üben Oktoberkracher…

Mädels, der Herbst kommt und es knackt schon mächtig. Stopp, ´Tschuldigung, das war ich gerade. Aber zum ähnlichen Thema „Krachen“ hätte ich etwas. Manche Modekracher aus der Reihe „Herbsttrends“ lassen sich derzeit nur mit veredelten Keksen ertragen. Noch letztens dachte ich, meine Äuglein spielen mir einen argen Streich und war besorgt, dass die Schmerzmedis mehr Nebenwirkungen haben als je auf einer Packungsbeilage aufgeführt wird. Da radelt ein Weiblein mit einem Kapuzenjäckchen vor uns her, so weit so gut. Aber beim genaueren Hinsehen entdeckte ich Ohren an der Kapuze. Bei Kleinkindbekleidung sehen solche Öhrchen ja wirklich drollig aus, aber nunja. Und tatsächlich sehe ich in der Werbeleiste eines sozialen Netzwerks tatsächlich solche Jacken. Gut, dann ist meine Medikation doch anscheinend richtig eingestellt. Wenn es mich packen sollte, dann zupfe ich Haarsträhnen oder Zöpfe durch die Mützenmaschen und trete damit wohl auch neue Trends los. Wer keine grobmaschige Mütze hat oder sich diese Öhrchenjacken nicht kaufen möchte, darf sich gern meine übrig gebliebene Strähnchenhaube mitnehmen und was draus machen.

Und wenn sich das Weiblein trotz Termin gute 2 schmerzintensive Stunden in einem Warteraum aufhält, kann es auch etwas erleben. Irgendwie wirkte ich beim Hereinkommen wohl älter als alle Wartenden zusammen. Wohlgemerkt waren es fast nur Rentner. Man nahm mir die Jacke ab, sogar die Stützen, um sie wegzustellen und fragte mich, welche Zeitung ich gern hätte. Wow! Die Unterhaltung war dieses Mal auch richtig nett. Erst ging es ums Stricken, da zwei Damen die eine neben mir so bewunderten, die eine Socke mit 4 Nadeln strickte. Später kamen wir vom hochgeliebten Gesundheitssystem zur Optimierung des Bestellsystems. Wenn wir unsere tollen Pläne auch noch an entsprechender Stelle vorgetragen hätten, sei es drum. Und wenn man in der Praxis nicht mal mehr weiß, warum ich denn hinbestellt wurde, dann wird es richtig lustig. Gut, dann wiederholt man die letzte Beschauung eben und plaudert noch mal nett über den Kollegen in der Klinik. Schließlich muss sie auch auf dem Laufenden sein, was man mir so in die Akte klapperte.

Bei meiner einen netten Nachbarin erfuhr ich neulich so ziemlich alles übers Verdauungssystem, jedenfalls ihres. Und die Kekse und Schokolade schmeckten immer noch. Irgendwie fühle mich immer mehr abgehärtet, allerdings noch nicht gegen Erkältungen. Da fällt mir ein, ich müsste mir ja wieder Chili holen, das gibt Hitze und eine klasse Gesichtsfarbe, vielleicht kann ich dann auch mal über meine Verdauung referieren.

Und damit nicht nur mehr Weiblein mehr oder weniger zufrieden gucken, habe ich wie fast immer den Werbeblock geschnitzt: Eine Moderatorin, die für eine Klamottenkette Ü40 wirbt (verdammt, wo ist eigentlich meine uralte Rabattkarte hin?), gib im Spot vor, sich nun auf ein Klassentreffen zu freuen. Sie kichert darüber, wie süß doch Klassenkamerad A oder B war. Allerdings hätte ich mir dann nicht so einen Fummel angelegt. Nunja, Hauptsache „Alles passt“. Die Autoscheibenspezies haben es jetzt endlich die alberne Aufsagerei abgelegt und das blonde quiekende Model zaubert sich jetzt Wahnsinnsvolumen in ihre Zotteln. Na gut, dann könnte ich mir das auch holen, um eine zu große Mütze auszufüllen. Hm? Kopfschwangerschaft, Umstandsmütze? Wirklich gelungen finde ich noch immer die Spots, die der Jan Josef sicherlich selbst kreirt. Tja, mit der goldenen Kugel incl. einem Haps Schoki kann der auch umgehen.

Mädels, falls Eure Sofahelden auch so mit Schokolade herumspielen, dann erwartet auch markige Sprüche dazu. Und jetzt wird wieder Amaretto und Glühwein gekauft, damit die Abende gemütlich werden. Ich musste schon in der Apotheke lachen, dass man die Preise für alkoholfreien Punsch versteckte und ich extra nachfragen musste. Also, warm anziehen, Chili ins Futter oder in den süßen Tee und Blätter rascheln gehen.

In diesem Sinne: *Prost*…irgendwas Süßes mit sauscharf drin

Wir üben irgendwas mit „goldener Oktober“ oder so….

Mädels, Jungs,…es wird immer kühler und ich komme in Bedrängnis. Welche Schuhe ziehe ich dann an? Genügend Stiefel sind ja da, die ich unter normalen Umständen auch anziehen würde. Nun habe ich mir beim Versand für überbeglückte Hausfrauen „Schuhüberzieher“ gekauft. Während die Einen sie über Gipsbeine ziehen, habe ich sie über die Hüttenschuhe gezupft und jaaaa, es sieht sehr schön albern aus. Plötzlich habe ich Schuhgröße um die 45 oder so. Macht erstmal nichts, mit *watschwatschwatsch* (oder so ähnlich) komme ich einigermaßen schmerzarm zur Mülltonne, wow! Ich male mir schon die nächsten Statistiken aus, wann ich wie und wo war. Werde ich ja beim nächsten Ratsch zu erfahren kriegen. Und wie vergoldet man sich den Oktober eigentlich? Muss ich doch noch rauskriegen. Aaah, ich habs doch! Der derzeit behandelnde (jetzt aber auch ratlose) Orthopäde schlug mir Biolatschen vor…“Birkenstock“ oder so. Sicher meinte er für Zuhause. Ich hole jetzt doch den Sommer nach und hole die Kleider und Röcke hervor. Blöd nur, dass ich keinerlei Sandalen oder überhaupt normale Schuhe anziehen kann (daher ja Schuhüberzieher über die Hüttenschuhe). Gut, dann binde ich mir aus den noch vorhandenen Oma-Seidentüchern halt ein paar Sandalen. Vorher sollte ich endlich das nachholen, was ich im Frühjahr verpeilt habe….die Jubelei im Bad, wenn ich mir das Fell mittels Wachsstreifen von den Beinchen …äh Stelzen reiße.

Apropos haarig: Wenn das Weibchen keine größeren Strecken laufen kann, muss es sich eben einen „mobilen Friseur“, suchen, um endlich wieder anständig auszusehen. Also googelt das Weiblein wie eine verrückte und wurde fündig. Ich klingelte also an, fragte an und bekam gleich einen Fragenkatalog entgegengesetzt. Beispielsweise kam die Frage voran, warum ich einen „mobilen Friseur“ brauche, denn sie würde nur zu Leuten mit wirklichem Bedarf fahren. Wow, so ausgebucht und satt? Gut, sei es drum, ich beantwortete die Frage mit meiner derzeitigen Situation. Eine ganz normale Frage, was gemacht werden soll, folgte und ich erklärte. Die Frage nach der Adresse ist auch klar. Aber als es um die Etage und evtl. Vorhandensein eines Fahrstuhls ging, wurde es amüsant. Ich wohne im 3. OG und das war der Dame dann wohl doch zu hoch. Sie erklärte mir das mit ihren Kniebeschwerden. Ich weiß zu gut, dass es Leute gibt, die beispielsweise in 5-Geschossern wohnen, in denen es ebenfalls keine Fahrstühle gibt. Was macht die Gute dann? Wird das dann nichts? Schade, ich fand nur die Eine. Falls sich eine Alternative findet, der das Ganze nicht zuviel scheint, bin ich gern offen und zahle lieber für eine Friseurin, die wirklich Lust hat.

Und nun habe ich ein paar Aufschnapper parat. Zuerst einen, der meine Augenbraue hochschnellen ließ: Wenn ein österr. Sender das Wahlergebnis der „Nationalratswahl“ verkündet, habe ich irgendwie im ersten Moment ein Bild vor Augen, auf dem sich jemand eine „Gemösebröhe“ schmecken lässt. Olala, nun gut.
Nun zu lustigen Sachen: Wenn das Weiblein hinter der Tastatur nicht schlafen kann, bleibt es eben wach und schaltet sich das Radio an. Nach einigen guten Titeln und etlichen Tassen Kaffee, wurde plötzlich ein Hörspiel angekündigt. Ich dachte schon, es gäbe sie nicht mehr, aber falsch gelegen. Der Anfang war irgendwie Käse, aber ich lauschte weiter und wurde dann angenehm überrascht. Ich kam vor Lachen und Notieren kaum noch zu dem, was ich eigentlich machen wollte. Ich habe schon verdammt viel Spinnerei gehört, aber das übertraf alles bisher Gehörte. Da wäre beispielsweise eine „Synapsenvernuddlerin“ (sag mir noch mal mehr, die Wortschöpfung wäre neu), die zu einer „Rentenveredlerin“ umschulen soll, um eine Lizenz zu bekommen. Dann vernahm ich auch noch „im verka…*piep* Drecksloch“ und „Sprüche aus der Korinthenka…*noch mal piep* -Bibel“. Irgendwie hätte man das auf meinen derzeitigen Wohnort münzen können.

Da ich zwangsläufig irre viel Zeit habe und kaum etwas verpasse, gibt’s mal wieder fast Frisches aus der Werbewelt….*tadaaa* der Werbeblock (Ihr könnt ja auch „Nase pudern“ gehen).
Die Modekette, deren Gesamtwarenwert laut einiger Juxbildchen zwischen 40 und 50 Euro liegt, hat die kreischend fiepsende Trine endlich weggelassen oder diese hat sich selbst verdünnisiert, keine Ahnung. Aber das Gesinge ist mir weit lieber als diese unangenehm prägnante Stimme, der wohl kaum jemand abkauft, dass sie so etwas ernsthaft tragen würde. Auf dem sozialen Netzwerk bewirbt der Versand, bei dessen Lieferung man bitte kreischen mag, mit Stiefeln. Abgebildet waren Latschen und man findet, dass jetzt der Herbst kommen kann. Guten Morgen!

In diesem Sinne: vergoldet Euch wieder den Oktober oder wasweißich, trinkt oder esst ordentlich Heißes, Süßes am besten mit Chili, das zaubert Gesichtsfarbe. Das weiß ich aus Erfahrung und stellt Euch vor, man schafft es in diesem Ort (oder siehe Hörspiel) dann auch mal, die Mundwinkel zu heben.

Wir üben doch mal wieder ein bisschen Herbstfreuden…

So, es ist mal wieder Herbst, juchheißa und so und natüüüüüüüüüüüürlich müssen wieder die Trends geklärt werden, das erwartet man ja von uns Mädels, nicht wahr? Gut, dann kommen wir mal weg vom sportlichen Mullbindenweiß an den Füßen (inzwischen hat man mir hautfarbenes Polsterpflaster aufs Böse geklebt. Und an den Fußnägeln trägt frau (genauso genommen ich….) Betaisodona-Rot. Leute mit med. Kenntnissen werden jetzt wohl feixen. Aber hey, ich habe in den ganzen Wochen endlich gepackt, das Wort geschmeidig auszusprechen. Der Stationsliebling im KH hat sich ständig fast scheckig gelacht, wenn ich das Fläschlein rausholte und ihn drum bat, mir zu helfen. Der Gute konnte sogar „im freien Fall“ (O-Ton) genau auf die zu versorgende Stelle am Zeh treffen, während ich das Bettzeug ein bisschen besudelte, trotz irgendwo hergefischter Unterlage. Der Stationsliebling sollte also vielleicht über ein zweites berufliches Standbein nachdenken, da ich mir das gerade sehr lustig mit Nagellack vorstelle. Für Mädels, die sich also die Nägel bunt malen oder klecksen lassen wollen, wäre er mit der besonderen Technik und der wohl beruflich bedingt guten Treffsicherheit der richtige Mann.

Weiter im Trend. Wenn sich das Weibchen nur schlecht informieren kann, worüber auch immer und seien es die Jammertalnews, dann hat es „Klickentzug“. Und wenn es kaum etwas bringt auf einen Lieblingsbutton sicherlich vieler Weibchen zu klicken wie z.B. „Jetzt kostenpflichtig bestellen“ oder „jetzt kaufen“, dann ist schon wieder ein leichtes Zittern zu verspüren und nicht nur, weil mal wieder die Stoffwechseljubelpille verpeilt wurde, sondern um sich für den Herbst zu wappnen. Etwa 10 Pullis reichen eben nun mal nicht, auch nicht die 3 warmen Jacken und schon gar nicht die ganze (jaja, Modesünde) Strumpfhosenbatterie. Was wird sich das Weibchen vorerst an ihre zerdemmelten Füßchen anziehen müssen? Hüttenschuhe und für draußen wetterfeste Schuhüberzieher. Wenn ich damit nicht noch einen Trend lostrete, dann weiß ich auch nicht. Weitere Trendkracher könnten auch eingeschnittene Sockenbündchen sein. Das sieht besonders zu „hippen“ Leggins (in meinem Fall „Jeanslook“) heftig aus. Ich musste schon beim Anziehen lachen, als mir dieser Gedanke durch meinen Kopf schoss. Und wenn wir noch eins drauf setzen wollen, muss der Pulli zum Pflaster vom Zugangspieks auf dem Handrücken passen. Wie gut dass das Ganze mit neutralem Weiß bepflastert wurde. Ja, die Mode ist schon eine harte Herausforderung, der wir aber eben nicht scheuen, oder? Da ich vom Sommer kaum etwas hatte und somit keine kurzen Beinkleider tragen konnte, ist es schon schön bequem, sich die Stelzen nicht zu rasieren, denn nun wird eh lang getragen. Ganz heftig ists schon, wenn sich das Weiblein hinter der Tastatur sogar Hosen für den nächsten KH-Aufenthalt bestellte, um bequem das ganze Kleinkram mit sich herumtragen zu können, wenn man „balkoniert“ oder auf den Gängen herumschleicht (und das im wahrsten Sinne des Wortes mit weichen Bettschuhen sogar!). Ich ließ mich auch dazu hinreißen im Supermarkt ein Schmeißmichfixüber zu kaufen. Es wedelt herrlich …, wenn man es nicht wie auf dem Bild gezeigt, knotet. Hm….ich muss wohl noch andere Medis zu mir nehmen, um von solchen verrückten Gedanken abzukommen. Ob da die „Saroten“ auch hilft? Als inzwischen verdammt dürres Gestell muss man noch mehr auf die Kleiderzustammenstellung achten, als ich es als damaliger Moppel je dachte. Nix mit Figurbetonung. Sonst bekomme ich zu den schmeichelnden Worten, ich sähe aus wie Mitte 20 auch noch wieder eins rein, ich hätte aber auch eine Statur wie halb so alt. Fix die Schokolade zusammensuchen, die hier und da verteilt wurde (Küche und Schreibtisch) und rein damit…, am besten nachts, da schmeckt eh alles am besten.

Donnerwetter, beinahe hätte ich vor lauter Hirnvernebeleung den Werbeblock vergessen! Na klar gibt’s trotz 4 Wochen werbefreier Zeit doch noch einige Aufschnapper. Nehmen wir uns doch mal den Spot einer Modekette vor. An jedem Weiblein hängt ein männliches Anhängsel, weil entweder das Material so kuschelig ist oder die Frau so flott gekleidet ist oder gar beides. Es wandeln also nicht nur die Schilder herum, wie auch beim letzten TV-Spot. Der Mobilfunkbetreiber, der immer mit so lustigen „Mobilfunkexperten“ wirbt, beginnt nun, vermeintlich günstige Smartphones zu verkaufen, welche bei anderen Anbietern oder überhaupt wohl weit teurer wären. Man meint jedenfalls, dass andere mit tollen Angeboten werben würde, aber nur beim Anbieter mit dem großen B wäre es anders. Natürlich doch. Wenn man sich wenigstens wirklich „Mobilfunkexperten“ an Land ziehen würde, wäre der Deal perfekt. Schade, denn auf Kompetenz baue ich mehr als auf vermeintlich günstigere Handys. Der rosa Anbieter ist wieder ein wenig kreativer und ansprechender, dabei bleibt es leider aber auch. Auch wiederum schade.

Mädels und Jungens, wenn der Herbst wirklich noch amüsant wird, bis auf diverse Stresserei, ob beruflich oder privat, dann lass uns doch von den vielen Farben doch einfach beeinflussen. Ich spreche jetzt von bunten Blättern und toller Deko in der Hütte, von mir aus auch von der Mode. Ob irgendein Weibchen hier nur flüchtig gelesen hat und in der nächsten Drogerie nach „Betaisadona-Rot“ sucht, werde ich wohl nie erfahren, aber mein Kopfkino lässt mich schallend lachen, wenn auch noch das Verkaufspersonal danach befragt wird. Der Farbton ist ja an sich nicht übel. Schönes leicht leuchtendes Weinrot 😉

In diesem Sinne, lasst es bunt krachen und denkt dran, es wird frisch auf den Hühnerbrüsten, die Brusthaartoupéts müssen wieder angelegt werden. *Prost Glühwein*, wenn es den schon gibt. Ansonsten tuts auch der Tetrapakrotwein 😉