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8. Mai – Wir üben „Muttertag“

Es gab Zeiten, da wurde artig Befreiung gefeiert. Jetzt jubeln die Geschäfte nun von einem Schlussverkauf in den nächsten und natürlich gibt es ja wieder festgelegte Tage, an denen wir wen ehren sollten. Es trifft jetzt die Mütter. An diesem Tag ist es also vom Handel erklärte Pflicht, Konfekt, Blumen und anderes Gedöns zu verschenken.

Am 8. März war Frauentag. Sind Mütter nicht auch Frauen oder sind es Familienmaschinen? Wohl nicht! Und wieder frage ich mich, warum es hierfür Extra-Tage gibt. Einfach so im Alltag an die Ma denken und ihr kleine Freuden zu bereiten, sie zu achten, scheint wohl mehr und mehr unterzugehen. Das wertvollste Geschenk, wie ich finde, ist Zeit, die man möglichst zusammen verbringt – erst recht, wenn man sie in unmittelbarer Nähe hat. Im anderen Falle, wie es oft leider der Arbeitsmarkt erzwingt,  gibt es mindestens das Telefon für die ständigen Schwätzchen über Kilometer hinweg.

Lassen wir uns vom Handel mal wieder nicht diktieren, wann wir wen wie zu beschenken haben. Das entscheiden wir selbst und das dann lieber überzeugender und überzeugter – nämlich einfach mal so. So, wann sind die Zehner-Packs gemeinsame Zeit im Angebot? 😉

Auf die Muttis *Prost*. 😀

Alle Montage wieder… ;-)

Ich bin dafür, dass ich dagegen bin.
Ich weiß, das gibt nur wenig Sinn.
Ich stell´ mich trotzdem mal mit Schildchen hin
und warte, bis ich meinen Mist los bin.
Also dräng´le ich jedem meine Zettel auf
und stör´die Leut´ vorm Großeinkauf.

😉

Wir üben OB-Kandidatensuche

Sehr geehrte Bürger und so weiter…

Seit einiger Zeit wird auf verschiedene Art ein neuer OB gesucht. Hier bin ich, als erste Gegenkandidatin!

Ich besitze die zauberhafte Fähigkeit, Tagträume zu haben und mein Ego durch Abgucken vom amtierenden „Lehrer“ auf verschiedene Art zu pushen. Weiterhin habe ich seit meinem Umzug hierher gelernt, bedarfsharmlos  zustimmend zu lächeln und warme Worte zu bringen. Bedarfsgerechte Ignoranz zählt ebenso zu meinen vielen hinzugewonnenen Stärken. Außerdem bin ich wirklich parteilos und kann mich seit meiner Einbürgerung und fast gelungenen Integration in dieser Region den Klagen der Bürger anpassen, auch wenn sie sich nicht mit meinen decken.

Zurzeit lerne ich Zahlen schönrechnen und sehe hier weiteres Potenzial. Als so genannter Ghostwriter habe ich meine Qualitäten mit blumigen Artikeln auf Werbeweb- und Katalogseiten bereits trainiert und mehrfach erfolgreich angewendet. Ich werde somit auch die Zeitungsecken füllen können.

Als führerscheinlose und somit umweltfreundlich reisende Person kann ich von vornherein jegliche Dienstwagenaffären ausschließen.

Mein Prestige-Objekt soll eine Seilbahn über der Stadt sein. Die Seilbahngondeln werden mit Ohrensesseln  ausgestattet. Ein vermeintlicher Nachteil wird die geringe Sitzplatzanzahl sein, da gegenüber der Sitze Platz für Rollatoren etc. gehalten werden müssen. Die bereits vorhandenen Helfer werden hierzu auch Vitamingetränke (auf Wunsch auch in Schnabeltassen) und Müsli in verschiedener Konsistenz reichen. Da unsere hiermit bedachte Zielgruppe über genügend Zeit verfügt, wird während der Wartezeit an den Haltestellen passende Musik gespielt. Unsere evtl. noch übrige jüngere Generation wird auf das bislang vorhandene Angebot verwiesen. In den Wohngebieten werden einige Freibäder entstehen, wo es ganztägig Seniorenschwimmangebote geben wird. Die evtl. noch übrige junge Generation soll selbstverständlich auch noch Perspektiven erhalten und wird die Versorgung mit Drinks und Plansch-Zubehör übernehmen. Um dieses zu wahnsinnig sozialen Preisen anzubieten, werden die Kräfte weiterhin mit ortsüblichen Stundensätzen von 1-3 Eur/ Std. abgespeist, da es sich  bislang offensichtlich und nachweisbar  sehr gut bewährt hat. Die Fluktuation bringt den Nutzern die Abwechslung ins Spiel.

Die Anlaufstelle für Bürgeranfragen wird wegen erheblicher einseitiger Sparmaßnahmen und Desinteresse in die noch freien Gewerbeflächen verlegt. Meine permanent warmen Worte wird mein junger Sekretär im Dauerpraktikum per Mail übermitteln.

Da ein größeres und ausführliches Konzept nur wenig lohnt, verbleibe ich vorerst hierbei.

Meine Kandidatenlosung heißt: „Es bleibt nicht wie immer – ich kann auch schlimmer“. In diesem Sinne …

Eure mit bedarfsüberzeugter Mimik hoffnungsvolle Neu-Kandidatin.

😉