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Wir üben Mai – Jubel

Juchheißa, der Mai ist wieder da (na sowas…!). Im Gepäck hat er natürlich wie immer den Kampf-Arbeits- und Jubeltag, an dem mal wieder das rote Blümchen ans Blüschen geklemmt wird und natürlich diverse Trüppchen für „soziale Gerechtigkeiten“ und Sonstiges herummarschieren. Wer was wie und warum befeiert, ist natürlich unterschiedlich. Wer Glück hat, konnte auch am Montag ausschlafen. Ich leider nicht (Quotenseufzer). Wie ich den Tag verbringe, hängt vom Wetter ab. Aber es wird verdammt sicher ein erholsamer Tag, ganz ohne jegliche Pflichtwinkerei, die es anscheinend noch für andere gibt.

Dann hätten wir ja auch noch die kommende Stichwahl zum OB der Stadt, die Spannung und womöglich noch Spaß bringen wird. Schon der Wahlkampf in der ganzen Zeit ist stellenweise an Lächerlichkeit kaum zu überbieten – von allen Seiten, wohlgemerkt. Andernorts gab es wenigstens noch „Show-Häkeln“. Jedenfalls werde ich mich selbstverständlich in Hut und Mantel schmeißen und zum Wahllokal marschieren. Die „drei Kreuze“, weil alles endlich ein Ende hat, mache ich dann später 😉 (um mal die scherzhafte Befürchtung eines Bekannten zu widerlegen). Wem beide Kandidaten nicht zusagen, der kann ja auch noch den Herrn oder Frau „Ungültig“ wählen 😉 (man sieht „ungültig“ natürlich nur bei Stimmungsbarometern auf diversen Webseiten). Das ganze Wahlkampfgedöns wird sich dann aber auch demnächst anknüpfen, da ja bald Stadtratswahlen anstehen. Dann werden die Wahlkampftierchen wieder aktiv. Aber darüber machen wir uns jetzt noch nicht heiß, sondern erholen uns vorerst vom ganzen Tamtam.

Und es gibt noch ein „Tadaaaaaaa…!“ Es braucht ja wieder einen extra Tag für die Mütter und vorher feiern diverse Kreise den Tag der Befreiung. Habe ich etwas vergessen? Irgendeinen Tag des Hausschuh´s oder den Tag des Müsli´s oder oder oder…. ?

Die „Produktionsbesprechungen“ (O-Ton des Insektenfritzen, den ich ja jedes Jahr wegen Wespennestern im Dachboden heranpfeifen lassen muss) laufen auch auf Hochtouren.

Ich freue mich jedenfalls trotzdem wie Bolle auf wärmere Temperaturen, wo endlich die letzte dickere Jacke in der Mottenhülle verstaut werden kann und man schon voller Vorfreude die Sandalen herausstellt. Mit bunten Sommerteilchen habe ich mich auch bereits eingedeckt und bei der Gelegenheit ein bisschen „Nilpferd in Schlangenhaut“ gespielt (ich habe zugelegt! *Angst*). Meine Hütte erblüht im fast neuem Glanz: hier etwas weg, da etwas hin und natürlich durfte die Umtopforgie nicht fehlen.

Warten wir mal ab, was der Mai noch so Hübsches zu bieten hat. Ein bisschen unfassbares Glück hatte ich ja schon fast Ende April, wo endlich wirklich ein Briefchen der Gerechtigkeit im Briefkasten landete und ich kein Minus verzeichnen muss, sondern sogar noch etwas zurückbekam. Die Genugtuung über die Gerechtigkeit, die es „im Namen des Volkes“ wohl tatsächlich hin und wieder gibt, hat für mich allerdings das größere Gewicht. Vor lauter Freude hottete ich mit einem „Jippiiiiiiiiiiiiiiiiii!“ durch die Hütte.

Unabhängig davon, ob noch mehr solcher Jubeleien durch die Hütte gehen oder nicht: Der Mai wird sicher auch ein Kracher! 😉

Wir üben Wahlniederlage…

Red Socks City: Die Wahl läuft auf Hochtouren und auf den Wahl-Zetteln sind erste Schweißtropfen der Wahlhelfer zu sehen. Red Socks City wählt den oder die neue OB. Unseren Lesern dürfte das Ganze wie ein Pferderennen erscheinen. Erste Freudensprünge über den Erfolg konnten im Netz schon beobachtet werden. Wir haben uns auf vielen Diskussionsplattformen umgesehen und fanden sogar Befürchtungen vor, dass der Wähler vor Erleichterung über das eventuelle Wahlkampfende drei Kreuze machen würde. Weiterhin wird über Mode diskutiert (Anm. der Red.: Wir sind einerseits amüsiert, andererseits weinen wir ein bisschen über das frische Fax, welches bei uns eintraf) Die erste Gegenkandidatin hat uns im Zuge der Wahl eine PM hinterlassen, die wir, die Schmierblatt-Redaktion, selbstverständlich an dieser Stelle umgehend veröffentlichen:

„Sehr verehrte Bürgerlein,

als erste Gegenkandidatin habe ich das Feld doch noch einem Anderen überlassen. Ich gratuliere dem neuen OB schon jetzt zu seinem 110 %-igen Erfolg und wünsche ihm viel Kraft und Halt während seiner Amtszeit.

Dass ich Sie als Bürgerinnen und Bürger mit meiner anvisierten Seilbahn mit wahnsinnig sozialem Konzept dahinter nicht überzeugen konnte, stimmt mich schon sehr traurig. Ich werde mich hierüber mit meiner Therapeutin zusammensetzen.

Dennoch schüttele ich mit sportlicher Fairness die Hand unseres neuen Rathausherren. Möge unsere Stadt mit (noch) mehr Jubel und Farbe aufleben, woran ich ganz fest glaube. Als mein persönliches Geschenk überlasse ich hier feierlich mein Selbstbildnis, welches ich als Wahnsinns-Kunst bezeichne und der Sitztanztruppe als symbolisches Zeichen meiner Anerkennung für das starke Engagement für die größte Zielgruppe stifte. Einen echten „Hapunkt“ an der Wand zu haben, ist für Sie hoffentlich eine Ehre (ansonsten verscheuern Sie ihn einfach an die Sponsoren des noch umzubauenden Gebäudes für die Aufbewahrung jeglicher Kunst). Es grüßt Sie die nun abdankende oder trefflicher ausgedrückt, abgedankte OB-Kandidatin.“ ;-)

(Bemerkung d. Red.: wir schenken der abgetretenen Kandidatin eine Therapie-Stunde in Form eines Gutscheins, da das Einkommen nun weiterhin niedrig bleibt und zücken ständig unsere mit Logo bedruckten Taschentücher).

 

 

Wir üben Wahlkampfrummel…

Heida, bald ist Wahl und auch noch Volksfest.

Warum passt es eigentlich so herrlich zusammen? Richtig, beides sind Erlebnisse wie Eierkochen. Dazu kommt auch, dass sich zum Schwindel-Anfall (nein, an dieser Stelle nicht nur die Wahlversprechen) bei Überdosis des Auf und Ab und Hin und Her oder „Turbo-Kreisverkehr“ gelegentlich auch mal die letzte Mahlzeit zurückmelden kann. Was wird geboten? Ich denke zum Magendrehen natürlich zuerst an die Achterbahn, wenn man sich die überschlagenden Ereignisse hin und wieder so zu Gemüte führt. Oder ist es der Auto-Scooter, wo das Ganze noch an Fahrt gewinnt und einer den anderen rammt? Man könnte ja mal zur Luftschaukel hinübergehen. Das bisschen Dosis „Verschaukelung“ mehr oder weniger reißt es auch nicht mehr heraus. Und bei der zartrosa-farbenen Zuckerwatte kommt mir die eine oder andere Rede in den Sinn, die wie Kosmetik-Watte in unser Synapsengeflecht dringt und ebenso weich klingt. Warme Worte wie „Ich bin da ganz bei Ihnen“ klingen schon wie die leicht abgekühlte „Roster“ am Futterstand. Jeder Hauptdarsteller zeigt seine Kunststückchen – vom Ärmelchenzaubertrick bis zum Rekord beim „Ich kann vor Zorn besser brüllen und schneller erröten, wenn man mir auf die Füßchen tritt“. Für jeden Zuschauer ist etwas dabei. Wo steht eigentlich das Streichelgehege und wer ist der beste Animateur? Am Ende wird der beste Darsteller gekürt, der den Rummelplatz für mehrere Jahre unterhalten darf, zweideutigerweise. Wir trinken fix noch eine bunte Brause und ziehen dann entspannt vom Platz oder warten noch auf das Feuerwerk, welches noch den krönenden Abschluss zaubert. Sind wir schon verzaubert? Gut, dann lege ich mal die Rummelprospekte beiseite, rauche noch fix eine und bin nur noch gespannt, wessen bunte Jubelfunken wir demnächst über den Häusern der Stadt bewundern dürfen.

Ich lasse jetzt noch etwas Bedarfsromantik da, indem ich den schönen Sonnenuntergang bewundere und ein schmachtendes „Hachjaaaa…“ von mir gebe (ganz ohne Globuli).

Ein Gedichtchen hätte ich da noch:

Neulich auf der Feier sagte die Frau Meier:
„Das Wahlkampfgeseier geht mir mächtig auf die Eier!“
Darauf entgegnete entnervt ihr Mann:
„Geliebtes Weib, du hast nicht mal welche dran!“

😉