So, nachdem ich mir nun von der vergangenen Nacht nach knallendem Sektkorken und Böllern meine Ohren wieder eingesammelt, mein leichtes Haarwurzelsausen (das bisschen Bowle!) ausgeschlafen, mein Gesicht entfaltet und etliche Kaffee getrunken habe, melde ich mich wieder mit frischen Neujahrsgrüßen zu Worte.
Das 5. Silvester hier ist ja nicht nur das Eine, das 2. Jahr selbst böllern, war ja das Andere. Bislang habe ich mich ja nur an „Baller-Kosten“ und „Futter“ beteiligt. Kichernde Mädels in der Küche, die Herrschaften als „DJ“,Tischdecker und Knaller-Zünder waren in den meisten Jahren die Gewohnheit. Für´s feierliche „Ah“ und „Oh“ waren natürlich alle „zuständig“.
Ich bin also im letzten Jahr mit 2 kleinen Packen Knallern im Einkaufsbeutel nach Hause gestiefelt und habe mir wieder grinsend gedacht: „Wie blöd stellen wir uns dieses (2.) Mal an?“. Gar nicht so sehr blöd. „Man“ muss also erstmal (festhalten…!) etwas über Mitte 30 sein, um auch mal Böllern zu „üben“, was ich mit einem schallenden Lacher und auch verlegen gestehen muss. Ich bin diesbezüglich also im wahrsten Sinne des Wortes „Spätzünder“. Dafür bin ich bei der „Alters-Boshaftigkeit“ sehr frühreif. Welch ein Ausgleich! 😉
Achja: Ergebnisse? Ja, also, einen „Rohrkrepierer“ und einen total zerrissenen Böller (traute ich mich dann auch nicht mehr anzuzünden) kann ich verschmerzen, alles andere verlief 1A. Darf man das hier in der Stadt eigentlich noch in anderem Zusammenhang aussprechen oder ist es schon entsprechend geschützt? Werde ich ja sehen, wenn ich mal diesbezüglich vom „1A“-Meister verklagt werde.
Amüsant ist es auch, wenn man die vorher besorgten Knabbereien bereits am Vorabend knuspert und spät abends noch mal loszieht, um Silvester wieder etwas zu haben. Nun wurde gerade mal eine Rolle „Stapelchips“ verdrückt und die anderen 3 Rollen und eine „Knabbermischung“ werden wohl an den nächsten Abenden vertilgt. Sie werden bei mir also nie schlecht.
Ein bisschen vermisste ich ja meine alte Tradition, einige Gästemägen abends mit meinem hier und da berühmten Käsesalat zu beglücken, etwas verkleidet draußen mit der Nachbarschaft „Apfel im Schlafrock“ zu naschen und gemeinsam aufs neue Jahr anzustoßen. Hier ist anscheinend jeder eher gern für sich, wenn nicht gerade zu anderen Feiern unterwegs. Sei´s drum, ich hatte trotzdem meinen Spaß.
Jetzt fängt also wieder ein neues Jahr mit allem „Juchu“, „Ach und Je“ an und das stemmen wir auch wieder mit neuer Kraft. Und genau diese Kraft wünsche ich meinen Lesern für das kommende Jahr.
In diesem Sinne: Prost Restbowle oder Kaffee 🙂