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Wir üben Wissenschaft: Das Wahlkampftierchen

Allgemein:
Entdeckt wurden Wahlkampftierchen schon lange. Sie sind, wie andere Tierchen des Einen Freud´, des anderen Leid. Die Wissenschaft hat zwar in den Medien mehrfach darüber berichtet, jedoch scheint noch Unsicherheit bezüglich der meist possierlich anzusehenden Tierchen nicht nachgelassen zu haben.

Erkennung:
Wahlkampftierchen sind meist unifarben. Wir sind es zwar von den meisten Tierchen gewohnt, dass die Männchen bunt und Weibchen nur eine Farbe zeigen, hier lassen sich die Geschlechter jedoch nur schwer unterscheiden. Auch die Optik ist recht abwechslungsreich. Beide Geschlechter schmücken sich sehr gern und geben meist säuselnde Laute von sich. Das Säuseln ist oftmals in Verbindung mit ihrer wechselbaren Körperbedeckung z. B. erkennbar mit Schlips und Kragen oder anderem „Schmuck“ zu beobachten.

Vorkommen:
Wahlkampftierchen sind meist im Rudel vorzufinden, gelegentlich auch einzeln. Jedoch haben sie ähnlich wie Bienen eine Königin, aber mit kleinem Unterschied auch einen König. Aktiv sind sie meist am Tage. Sie lieben den Aufenthalt im Freien wie auch in Räumen. Bevorzugt sind Räume mit besonderer Luft, zum Beispiel die eines Rathauses oder anderen Regierungsgebäuden. Anders als bei Bienen ist auch, dass führende Exemplare nicht unbedingt aus dem jeweiligen Völkchen stammen müssen.

Verhalten und Umgang mit Wahlkampftierchen
Die Wissenschaft schweigt sich noch immer darüber aus, wie man sie im Falle der Haustierhaltung handhaben könnte. Wahlkampftierchen sind allerdings nur bedingt als Haustiere geeignet, da sie entweder eigensinnig wie Katzen, oftmals aufdringlich wie Fliegen und auch treue Freunde wie Hunde sein können. Einige Exemplare zeigen also deutlich wie Hunde, wie sie zu ihren Wirten stehen, allerdings ist der Wirt bei keinem der Wahlkampftierchen der Einzige. Andere schleichen wie Katzen um die Beine ihrer auserwählten Wirte und fahren auch unberechenbar gelegentlich ihre Waffen aus. Bei einem besonders gut erkennbaren Völkchen ist meist sogar fliegenähnliches Verhalten zu erkennen.

Die Ernährung der Wahlkampftierchen ist recht abwechslungsreich. Vom Papier bis zum Kupfer ist die Palette recht umfangreich. Das Lebenselexier eines Völkchens und besonders deren Oberen ist jedoch die Stimme des Wirtes. Der Instinkt eines Wahlkampftierchens verlangt auch je nach Völkchen verschiedenen Farbschlages die Auswahl ihrer Wirte. Haben sie sich für ihre Wirte entschieden, bleiben sie der Gruppe auch meistens treu, da Wirte ja zur jeweils richtigen Ernährung der Wahlkampftierchen beitragen. Vorsicht ist geboten, wenn manche Exemplare besonders zugänglich wirken, wie beispielsweise bei in mehrerer Hinsicht sehr Auffälligen. Haben Wahlkampftierchen ihr Hauptziel erreicht und sind mit dem wichtigsten Lebenselexier, der Stimme des Wirtes ausreichend versorgt, kann es vorkommen, dass das Wahlkampftierchen schnell das Interesse an den Wirten verliert. Denn die Ernährung der Wahlkampftierchen ist auch mit vielen anderen Wirten gesichert.

In der Regel suchen Wahlkampftierchen in aller Regelmäßigkeit den Kontakt zu ihren Wirten auf. Einige Exemplare kehren oft zur gelegentlichen Kontaktaufnahme zu ihren Wirten zurück, auch außerhalb der Nahrungssuche-Zeit. Diese Treue trägt oft zur Freude des Wirtes bei und lässt die Bereitschaft bestehen, das Wahlkampftierchen mit Leckerbissen zu belohnen.
Findet sich ein Wahlkampftierchen jedoch mit dem erkennbar bettelnden Blick beim vernachlässigten Wirt ein, ist es die Entscheidung des Wirtes, wie er reagiert. Er ist entweder konsequent und verjagt das Wahlkampftierchen oder lässt sich weiterhin zu besonderen Fütterungszeiten mit der honigähnlichen Substanz zur Futterversorgung benutzen.

Käfig-, Aquarien- und Terrarienhaltung führt zu aggressivem Verhalten von Wahlkampftierchen. Aufmerksamkeit brauchen sie allerdings recht regelmäßig und können bei ungedecktem Bedarf schon gereizt reagieren. Hat sich ein Wahlkampftierchen sogar noch fester an einen Wirt gebunden und gründet ein Mini-Völkchen, ist das Weibchen zwar mit dem Nestbau und der Aufzucht der Wahlkampftierchen-Jungen oft allein. Das betroffene Wahlkampftierweibchen hat aber als Gattin vielleicht einen größeren Anreiz, sich ebenfalls als Wahlkampftierchen-Königin zu betätigen.

Sind Wahlkampftierchen gefährlich oder harmlos?
Besonders ist hervorzuheben, dass die Hinterlassenschaft wie Honig wirkt, welche sie gern an der Mundregion ihrer Wirte haften lassen. Das Hinterlassen von honigähnlichen Substanzen sollte vom Wirt als Kompliment aufgefasst werden. Allergisch reagierenden Wirten kann geholfen werden. Inzwischen sind zur Vorbeugung oder zur Heilung Mittel entwickelt worden, die die Hinterlassenschaft einfach herabrutschen lassen. Nano-Partikel sind hier zum Bsp. der Hauptbestandteil. Gefährlich sind die Hinterlassenschaften jedenfalls nicht, sind aber zum Beispiel an verdrehten Augen und leicht psychischer Reizbarkeit gut erkennbar. Resistente Wirte haben es hier gut, bei ihnen bewirken Wahlkampftierchen sogar so possierlich, dass sie sie gern beobachten und mit Humor reagieren. Im Extremfalle kann es gelegentlich auch zu Lachkrämpfen kommen.

Die Wissenschaft erforscht weiterhin das Verhalten und den Umgang mit Wahlkampftierchen. Wir dürfen also immer gespannt bleiben.

Januar 2012 – Wir üben Neujahr

So, nachdem ich mir nun von der vergangenen Nacht nach knallendem Sektkorken und Böllern meine Ohren wieder eingesammelt, mein leichtes Haarwurzelsausen (das bisschen Bowle!) ausgeschlafen, mein Gesicht entfaltet und etliche Kaffee getrunken habe, melde ich mich wieder mit frischen Neujahrsgrüßen zu Worte.

Das 5. Silvester hier ist ja nicht nur das Eine, das 2. Jahr selbst böllern, war ja das Andere. Bislang habe ich mich ja nur an „Baller-Kosten“ und „Futter“ beteiligt. Kichernde Mädels in der Küche, die Herrschaften als „DJ“,Tischdecker und Knaller-Zünder waren in den meisten Jahren die Gewohnheit. Für´s feierliche „Ah“ und „Oh“ waren natürlich alle „zuständig“.

Ich bin also im letzten Jahr mit 2 kleinen Packen Knallern im Einkaufsbeutel nach Hause gestiefelt und habe mir wieder grinsend gedacht: „Wie blöd stellen wir uns dieses (2.) Mal an?“. Gar nicht so sehr blöd. „Man“ muss also erstmal (festhalten…!) etwas über Mitte 30 sein, um auch mal Böllern zu „üben“, was ich mit einem schallenden Lacher und auch verlegen gestehen muss. Ich bin diesbezüglich also im wahrsten Sinne des Wortes „Spätzünder“. Dafür bin ich bei der „Alters-Boshaftigkeit“ sehr frühreif. Welch ein Ausgleich! 😉

Achja: Ergebnisse? Ja, also, einen „Rohrkrepierer“ und einen total zerrissenen Böller (traute ich mich dann auch nicht mehr anzuzünden) kann ich verschmerzen, alles andere verlief 1A. Darf man das hier in der Stadt eigentlich noch in anderem Zusammenhang aussprechen oder ist es schon entsprechend geschützt? Werde ich ja sehen, wenn ich mal diesbezüglich vom „1A“-Meister verklagt werde.

Amüsant ist es auch, wenn man die vorher besorgten Knabbereien bereits am Vorabend knuspert und spät abends noch mal loszieht, um Silvester wieder etwas zu haben. Nun wurde gerade mal eine Rolle „Stapelchips“ verdrückt und die anderen 3 Rollen und eine „Knabbermischung“ werden wohl an den nächsten Abenden vertilgt. Sie werden bei mir also nie schlecht.

Ein bisschen vermisste ich ja meine alte Tradition, einige Gästemägen abends mit meinem hier und da berühmten Käsesalat zu beglücken, etwas verkleidet draußen mit der Nachbarschaft „Apfel im Schlafrock“ zu naschen und gemeinsam aufs neue Jahr anzustoßen. Hier ist anscheinend jeder eher gern für sich, wenn nicht gerade zu anderen Feiern unterwegs. Sei´s drum, ich hatte trotzdem meinen Spaß.

Jetzt fängt also wieder ein neues Jahr mit allem „Juchu“, „Ach und Je“ an und das stemmen wir auch wieder mit neuer Kraft. Und genau diese Kraft wünsche ich meinen Lesern für das kommende Jahr.

In diesem Sinne: Prost Restbowle oder Kaffee 🙂

Wir üben warme Worte zum Jahreswechsel

So, der ganze Weihnachtswahnsinn ist endlich herum, die Waagen dürften nach dem vielen Festessen inzwischen mehr anzeigen, es hat sich jetzt wie gewohnt nur noch die Hälfte der Menschheit lieb (keine Angst,es kommen ja noch Silvester, Valentinstag, …) und die ersten Meldungen über Umtauschaktionen gehen auch schon heraus. Ich habe nichts umzutauschen, da ich mich wirklich freuen konnte.

Hat es eigentlich schon wer wie im Werbespot probiert, die Tafel einfach in die Spüli zu schieben, um in Sekundenschnelle blitzblankes Geschirr wieder herauszubekommen (aufgetafelt, versteht sich) ?. Wem das geglückt ist, bitte Bescheid geben, Dankeschön 🙂 An dieser Stelle legen wir mal eine Hochachtungs-Schweigeminute für die ein, die unter so manchem Dach für alles Wohl gesorgt haben.

Passend zur Weihnachtsessenspeckröllchenbeseitigung (extra für die Scrabblespieler oder vielleicht auch als „Unwort des Jahres“ verwendbar) gibt es ja zum Glück Konsolenspiele.
Ich lache schon schallend bei der bildlichen Vorstellung, wie dann irgendwelche albernen Verrenkungen in der Luft zu sehen sind und dann in immer mehr Profilen stehen wird: „ja, ich treibe Sport!“.

Wie steht es eigentlich mit den Vorsätzen? „Ochnöööööööööööö!“ wird sich der eine oder andere Leser denken.

• Jaja, „nicht mehr rauchen“ (ja, ich kenne auch „…und nicht weniger“),

• mehr Sport (also, so richtig richtig … richtig Sport …),

• gesünder ernähren (gut, eine Gurken- oder Tomatenscheibe mehr am Tage auf den Burger legen lassen),

• für die Karriere so richtig „reinhauen“ (gut, wir gehen sprichwörtlich über Leichen)

• ….mehr Dieses und mehr Jenes…
Echt?!

Wie viel ist denn von den letzten Vorsätzen konsequent realisiert worden? Sind wir rundum perfekt und gesund ernährte Muskelpakete in einer höheren beruflichen Position?

Unser Ehrgeiz wird uns schon ohne vordefinierte Vorsätze dazu treiben, mehr für sich selbst zu tun und unser „Samariterinstinkt“ lässt auch anderen etwas übrig…ähäm… zugute kommen natürlich.

Was erwartet uns eigentlich so bis auf das Übliche? Es steht noch eine OB-Wahl bevor. Der Weltuntergang wohl auch lt. einigen Verschwörungstheorien (die sind so herrlich) aber da wird sicher noch rechtzeitig „gewarnt“…. Sollten wir den (wieder mal) verpasst haben, geht der Blog mit einer „Krachermeldung“ weiter. Der letzte Weltuntergang war ja auch nichts. Übrigens sind der vorausgesagte Weltuntergang und die OB-Wahl nicht am selben Tag *hüstel*. Die OB-Wahl findet im April (nein, auch nicht am 1.) und der Weltuntergang lt. ominösen „Voraussagen“ in der Vorweihnachtszeit statt, aber dazu, wenn noch möglich, später 😉

Wir wollen das neue Jahr aber mit „Hui und Jui“ begrüßen. Ich bleibe fast wie ich bin, ob es passt oder nicht. Warum fast? Weil man ja jeden Tag etwas dazulernt…(Achtung Gersche…)…´ge?

In diesem Sinne wünsche ich meinen Lesern einen gelungenen Rutsch ins neue Jahr. Und sollte man sich dennoch heimlich bei Vorsätzen für das neue Jahr erwischen, sei´s drum. Dann sind es Ziele und Wünsche, die sich aus eigener Kraft und auch mit Unterstützung der Vertrauten sicher erreichen bzw. erfüllen lassen. Vorsätze lassen Kräfte wachsen, die uns treiben und andere vielleicht mitreißen. 🙂