Wenn der Leidensdruck groß genug ist: Wer so eine Nachbarschaft hat, wie ich, fühlt sich nur taub und dumm wohl 🤷. Weil ich für die Integration aber weder Bildung noch Erziehung auf Werkseinstellung setzen will, obwohl ich mich dann auch merkbefreit durch den Tag treiben lassen könnte, brauche ich halt nur ein Hilfsmittel für die Ignoranz.
Von allen Seiten permanent Gebläke, laute Fernseher, schreiende und trampelnde Kinder und lauter Besuch sind enorm belastend, ob man es versteht oder nicht. Zimmerlautstärke, normale Unterhaltungen etc sind hier Fremdwörter.
Es ist, als würde man jemanden in eine Disko sperren, die Musik auf volle Lautstärke drehen, die man verabscheut, und man hat keinen Zugriff auf den Lautstärkeregler.
Und ich stelle mich dazu und sage”🙄 Hab’ dich nicht so, Du übertreibst!”
Ich verfüge nunmal über eine hochgradige auditive Detailwahrnehmung. Mein Gehirn filtert Hintergrundgeräusche weniger stark heraus als bei anderen, was mir eine außergewöhnliche Präzision ermöglicht (ich nehme leise Umgebungsgeräusche wie eine Mücke im Nachbarraum bewusst wahr), aber in einer lauten Welt zu einer schnellen Reizüberflutung führt.
Heißt: Ich stehe “unter Strom”. Konzentration bei Schreibarbeit? Entspannung,,um mit oder ohne Schmerzattacken (Polyneuropathie) die Füße auszuruhen? Fehlanzeige!
Meine Kindheit war schon prägend genug, ständig in Alarmbereitschaft zu stehen. Das verschwindet auch in sicherer Umgebung nicht. Kein Schalter zum Umlegen da!
Was muss her? Kopfhörer! Irgendwelche und schnell mal eben ausgesucht und bestellt? Nein!
Was habe ich außer Lärmprotokollen, die nichts nutzten, unternommen?
Ohne KI: wenn ich Technik gekauft habe, “must have” und “nice to have“ notiert. Preisliche Obergrenze, die die notwendigen Funktionen oder Anschlüsse (je nach dem) sein darf. Sind die “nice to have” im ausgewogenen Verhältnis zur Höchstgrenze, wird die Liste der Gerätenamen gefüllt und sich dann über Artikel und YouTube Videos informiert.
Sind die Kritikpunkte der Tester für mich eher egal oder gar vorteilig, wird das in der Liste mit + markiert. Ansonsten mit – .
Mit KI ähnlich: die KI der Wahl wird ebenfalls mit den Präferenzen gefüttert und YT Videos und Artikel mit Notebook LM hübsch in Grafik aufbereiten lassen.
Ist nicht schwer!
Das Ergebnis: klar gibt es eine riesen Auswahl an Kopfhörern jeglicher Art und Technologie. Wer soll da noch durchblicken?!
Also? Must have bei in ear (ähnlich wie bei over ear)☝️ wirklich gutes ANC – check (bei meinen over ears von Urbanista für ca 20 € ist es zum Beispiel Rauschen, aber nicht schlimm), Tragekomfort und guter Halt durch Bügel oder Wings – check, gute, vor allem intuitive Bedienung und für Tremor geeignet – check, find my Device (Android/ Google bei BT)
Nice to have: BT (war mir nicht sehr wichtig, Kabel finde ich auch akzeptabel), satter Sound (ich höre fast nur Hörbuch, da ist Bass egal und ansonsten Stille), Design (bei mir geht Funktion vor Design), induktives Laden bei BT Kopfhörern auch nicht wichtig, auch wenn ich dafür Auflagen habe.
Was bekam ich? “Woohoo!” 😂
Ich habe mir nach vielem Abwägen zwischen 2 Pixel Buds Modellen für Pro 2 entschieden.
Trockene Technische Daten und Sicherheitshinweise (Quelle):
Nach vielen Fehlkäufen, die insgesamt gut den Preis der Pixel Buds treffen, vom schmerzhaften Drücken, schnell defekter Technik trotz sorgsamen Umgangs, Verlust etc habe ich jetzt offenbar eine gute Wahl getroffen.
Ich (Generation Wohnungskind) bin mit Smartphone und co nicht aufgewachsen. Ich habe mich also damit befasst.
Die Einrichtung war ruckzuck vollzogen, auch die Einbindung zur Geräte Suche bei Google, die Buds waren wegen bereits vollständiger Ladung sofort einsatzfähig.
ANC top 👍. Kein Rauschen, kein Piepen
Touch-Bedienung, zumindest ANC und Assistent auch gut machbar und das trotz Tremor 👍
Unglücklich, aber auch nicht dramatisch finde ich, dass man das Case nicht hinstellen kann.
Beim Assistenten hätte ich mir gewünscht, dass ich im bestehenden Chat weiter quatschen kann. Aber immerhin kann ich, ohne dass es andere hören, die Antwort per Audio anhören, ohne Zuhörer.
Auch das richtige Einsetzen finde ich eine ziemliche Übungssache. Schön und gut, wenn das G richtig herum zu sehen sein soll, zur Orientierung, aber man sieht es im Spiegel ja nicht. Dafür hätte das G gut farbig abstechen müssen.
Man “schraubt” die Buds also in die Ohren und probiert auch die mitgelieferten Silikon Aufsätze, bis die Größe passt, nichts drückt und unabhängig des praktischen Testtons ein gutes Gefühl hat und man tatsächlich festen, angenehmen Sitz und Halt hat.
Ich selbst bin kein Sportler, aber der Haushalt bringt auch Bewegung.
Lautstärke regeln ist bei mir noch in Übung. .
Um im Bedarfsfall die Routine zu haben, probiere ich lieber vorher zu ruhigen Zeiten aus.
Für dem von mir so genannten „Feierabend-Button“ auf einem Samsung-Tablet habe ich mir Splitscreen-Verknüpfungen für die App Pixel Buds pro 2 und dem am häufigsten genutzten Streamingdienst aufs Display gelegt.
Im Straßenverkehr werden sie nicht genutzt,da ich da volle Aufmerksamkeit brauche, auch als Fußgänger. Die Buds sind also tatsächlich eher Haus-und Hof Stöpsel oder auf einer längeren Tour mit ÜPNV oder in einem Hotel, um andere nicht zu stören.
Bin ich happy? Yeah! Jucken mich jetzt noch Erziehungsdefizite oder andere Rücksichtslosigkeit? Weit weniger!
Ich kann also eine, wenn auch bedingte Empfehlung aussprechen. Jeder hat andere Bedürfnisse und seine eigenen Pro und Kontra – Punkte.
Informiert Euch besser vorher, lasst Euch Zeit, um die richtige Entscheidung zu treffen, unabhängig wie hoch oder niedrig der Preis ist.
Similar Posts:
- None Found