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bisschen Frühlingswahnsinn …

Also, wenn der Frühling so ankommt, nöch, dann drehen nicht nur die Tiere frei. Und dass die Bäume ausschlagen, wurde ja schon zig Male besungen.

Beim Menschen ists natürlich anders. Es leuchtet in den Prospekten, ob als Papierchen, Onlineausgabe oder per App das neueste Wochenangebot und meist sind es unter anderem auch viele Klamotten. Und dann fühlt man sich noch stärker in die Zonenzeit zurückversetzt, wenn die Leute vor dem Discounter schon Schlange stehen und bei Öffnung an die Grabbeltische eilen und alles Störende gewaltsam wegschubsen. Da ich bedarfsweise auch Mitleid haben kann, kann ich mir gut vorstellen, dass die Zeltträgerinnen jetzt schon ganz schön schwitzen müssen, die Ärmsten! Die Logik der einheimischen Weiberei ist auch niedlich 😆 eine Zeltträgerin befürchtet, ich würde ihr etliche Teilchen wegschnappen und ihr nichts übrig lassen. Wer mich kennt, weiß, dass ich mich hinter Laternenmasten umziehen könnte und somit höchstens die Hälfte solcher Trampel bin. Klischeehaft heißts ja, die Dünnen wären immer unruhig und zickig, während die breitere Fraktion ja so gemütlich wäre. Falsch! Ich konnte mehr mit den Damen geikeln, die eine schlanke Statur haben, während sich die Zeltoutfitfraktion wie ein Bagger durch die Guckerreihe schiebt und herumnörgelt. Achja, natürlich bekam ich etwas in meiner Größe ab und müsste offensichtlich ohnehin kaum fürchten, dass meine Größe zu schnell vergriffen sein könnte. Aber da so manches Weibchen nimmt die knappen Teilchen mit und nicht zu wenig, um anderen Kunden und den Kassiererinnen wohl zu symbolisieren, dass sie in die 36/ 38 oder höchstens 40 tragen können. Ich verstehe künftig jeden Knall, der aus dem Umfeld kommt. Man muss nur gen Himmel gucken, ob die ach so arme Stadt mal wieder böllert oder die Zeltfraktion vereinzelt die Klamotten platzen lassen oder sich selbst zerschießen. 😆

Wer kräftig lachen will, schaut in die Frauenmagazine. Man erklärt uns, dass fülligere Frauen intelligentere Kinder hätten und in einem anderen Artikel erklärt man uns, woran wir merken, dass wir intelligent wären. Beispiele gefällig? Wir müssen groß, Linkshänder und gestillt worden sein und außerdem müssen wir gelegentlich Drogen konsumiert haben. Wer also gesund lebt, auch die eigene Mutter, Normalgewicht und wer noch nie Drogen konsumiert hat oder auch Linkshänder ist, müsse also fürchten, dass es um die Intelligenz nicht bestens gestellt sein könnte. 😆 Als Linkshänder gilt man sogar als kreativ. Ich frage mich nun, was nun die armen Rechtshänder, zu denen ich auch gehöre, noch im Leben erreichen sollen, wenn alles offenbar.hoffnungslos gilt? Aber als „Erstgeborene“ habe ich noch eine kleine Chance *striiiiiiike!* 😀

Und um das Verbraucherherzchen wieder jubeln zu lassen, gibt’s wie gewohnt, den Werbeblock: Eine Shakira benutzt laut einem Spot also die beworbene Zahnpasta und strahlt mit allem möglichen um die Wette, auch gut. Zu den noch zig erscheinenden Erkältungsmittelchen drängen sich jetzt immer mehr Duschgele und Deos durch. Ja, es „frühlingt“ schon und bald „sommert“ es. Hygiene wird doch eh überbewertet, richtig? Man riecht es sogar schon morgens in den öffentlichen Verkehrsmitteln. Daran ist ganz sicher die vielbejammerte „Armut“ verantwortlich. Den ersten Spot für Osterleckerei gibt’s auch schon ein Weilchen. Was soll ich sagen? Es gibt dann wieder „Spiegeleierkuchen“ – öde.

In diesem Sinne: Lasst Euch nicht schon vor der Osterzeit verrückt machen, auch wenn schon alles in den Läden steht. Genießt weiterhin die Dusche, dann muss das Deo nicht alles übertünchen, auch ohne Aluminium, wie man ständig bewirbt. Und vielleicht trinkt Ihr schon Kaffee draußen. Das lockt den Frühling ganz sicher weiter aus dem Bau. *Prost* Cappu J

Erste Härtetests im Frühlingsrausch …

Es „früüüüüüüüüüüüüühlingt“ schon ein bisschen, merkt Ihr das? Klar, noch ist es etwas frisch auf unserer Hühnerbrust, aber es gibt viel Sonnenschein, es bleibt schon wieder ein bisschen länger hell und ich finde, dass es die Laune verbessert.

Lachen muss ich dann schon noch immer über mich selbst, wenn ich jetzt die dollsten Wintersachen stricke neben ein paar Stücken für meine Verwandtschaft. Jetzt erst komme ich auf den Trichter, einen riesengroßen Loop zu stricken, andere Halswärmer wie z.B. Rollkragen, Stulpen und so Zeugs. Ja, nach dem Winter ist vor dem Winter und je mehr ich übe, umso besser wird’s doch und ich kann dann bald mehr stricken. Muss doch endlich mal einen schicken Pulli hinkriegen, wie ich schon lange suche und wünsche. Ich habe sogar schon jetzt ein tolles Purzeltaggeschenk bekommen, dabei ists noch etwas länger hin. Aber ich habe mich gefreut wie Bolle. Wolle über Wolle, absolut hippe neonfarbene Strümpfe mit dem Label der lieben Strickerin und Hariboooooo. Da platzt man doch fast vor Freude, oder?!

Und am Folgetag war ja Sperrmüllaktion. Wie die meisten Frauen bin ich natürlich auch gierigen Blickes nach dem Einkaufen zum Container zurück, musste ja eh vorbei und meine entsorgte Couch war schon fast wieder zugestellt, die stand schön Platz sparend hochkant. Die hätte ich wirklich niemandem anbieten wollen. Wenn sie sich trotzdem jemand vom Sperrmüll geholt hätte, wäre das auch völlig ok, auch wenn es juristisch ein Diebstahl wäre. Egal, weg ist weg und wer sich drüber freuen möchte, soll sich drüber freuen, gelle? Und dann stand ein Objekt meiner jahrelangen Begierde gleich vorn im Container und zum Glück auch der Vorbesitzer. Woher auch immer der kam, er hat mich zum Glück verstanden. Ich habe ganz lieb angefragt, ob es seins war und ob ich das mitnehmen dürfte. Ja, ich darf und ihm war es offenbar ein bisschen peinlich, dass der so dreckig und voller Spinnweben war. Habe lachend abgewunken und gesagt, dass alles gut ist und wenn er oder seine Frau etwas Hausrat gebrauchen können, dürfen die sich ruhig bei mir melden, die wussten ja eh, wo ich wohne. So kann man sich gegenseitig erfreuen, richtig? Richtig! Nach der gründlichen Säuberung steht das Ding jetzt in meiner Wohnstube zum Härtetest und lackiert und mit Serviettentechnik dekoriert wird das Ding eh. Die nächsten Gäste werden echt gucken und sich über meine neue „Sitzecke“ amüsieren, egal, denn es stehen jetzt meine Campingklappstühle in der Stube am Bücherregal und man versinkt auch da ganz gut. Und in den Getränkehalterllöchern in der Armlehne, passt prima ein kleines Knäul oder Kleinkram zum Nähen. Aber meist stricke ich ja eh abends im Bette. Ich bin an schmerzarmen bis schmerzfreien Tagen ja ganz gut aktiv und zum ausklingen lassen des Tages ist Stricken bestens geeignet. Wären meine Fähigkeiten so gut wie meine Ideen, ich könnte glatt einen Laden eröffnen, aber lohnt sich hier eh nicht 😆 hier spielt man gern „Armut“.

Das Gefühl von „Sechser im Lotto“ kennen ja viele, gelle? Die Kunst mit dünnen Storchenbeinen, hohem Spann und einer ordentlichen Schuhgröße, Stiefel zu finden kennen sicher auch einige Leute. Ich habe ganz schön was hinblättern müssen. Da wäre ein echter Lottogewinn mehr als hilfreich gewesen. Aber ich spiele ja nie, nur virtuell um irgendwelche Forengroschen, um die man sich sinnloserweise streitet. Aber ich kann wieder Sachen tragen, die nur in Stiefeln gehen und wo es mit anderen Trittchen schon recht unglücklich ausgesehen hätte. Achtung: *Juuuuuuuuuuchuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuuu!*, so fertiggefreut. Ich freue m ich ja schon bei jedem Gang in den Stiefeln und meine fetzigen Stulpen kommen dann auch noch zum Einsatz, da es ja noch mal ordentlich knacken wird, in Sachen Kälte.

Und für das wissensdurstige Verbraucherherzchen serviere ich mal wieder den Werbeblock: Ein Discounter wirbt mit einem Vortrag, was gut ist oder woran wir merken sollten, was gut ist. Die Radiowerbung ist ein Stück erfrischender und zum Glück kürzer, da spart man also lieber. Und wenn man in TV-Spots von „geruchsblind“ redet, werden die Leserinnen lachen, Augen verdrehen oder beides tun. Es geht nämlich um starken Schweißgeruch in Räumen. Man hat gegen die „Geruchsblindheit“ also eine Truppe verschwitzter Männer in den Raum gelassen und dann natürlich mit einigen Sprühstößen des beworbenen Raumduftes gegen den Gestank nachgeholfen. Duschen wird ja überbewertet, nöch?

In diesem Sinne: Egal, ob der Winter schon rum ist oder nicht es ist wie in der Politik, in der es immer heißt: „nach der Wahl ist vor der Wahl“ (wird allerdings nur zur Wahlkampfzeit hervorgekramt). Und nun heißts: nach dem Winter ist eben auch vor dem Winter. Und so lange es entspannt, wird genäht, gemacht, getan und wie ich von einer lieben Bekannten in einer Hobbygruppe immer las „gesträkelt“. 😆 und jetzt *Prost* mit kaltem Tee.

 

erster Frühlingsjubel …

Der Frühling winkt schon ein bisschen.  Es ist schon eine Weile schön mild und die Sonne lacht uns entgegen. Drinnen motiviert es zum Putzen und Dekorieren und draußen tut die frische Luft gleich noch mal so gut und verbessert die Laune immens. Da wird die Zeit und Lust zum Stricken gleich wieder dünner 😆 dann wird im Park, ein paar Meter von den Säufern entfernt gesessen und gelesen, das bringt auch wieder ein paar Pigmente auf die Haut.

In den Onlinezeitschriften diskutiert man wieder über „Armut“, vor allem bei Kindern. Ja, nur ein Handy und nur wenige Spiele für die Konsole kann seit Jahren schon echt hart sein. Dort wo wirklich Armut herrscht und es ums blanke Überleben geht, lacht man sich über diese „Probleme“ eher tot, wenn man da nicht gerade verhungert.

Und noch ein Reizthema geht durch Deutschland, die Impfung mal wieder. Nun heißt es, es wäre ein Kind an Masern gestorben. Natürlich beharken sich Impfbefürworter und die Gegner. Bei einem thüringischen Radiosender findet man es sogar „krass“ (so im Kommentar unter meiner Meinung), dass man Geld bietet, um auch ungeimpfte Kinder unterzubekommen und man hoffte, dass ich mich sozusagen „bestechen“ lasse. Was ist so ungewöhnlich dran? Richtig finde ich es auch nicht und ich habe mich darauf auch nicht eingelassen, auch wenn uns die Stadt mit 1-3 Eur/ Stunde abgespeist hat und die Schwarzarbeit ordentlich blühen ließ. Aber ca. 5 Euro mehr und selbst wenn es mehr gewesen wäre, schützen die Gesundheit anderer auch nicht. Das wäre so ein Kapitel namens „Wenn einfach gestrickte und geizige Leute auf ebensolche hoffen“ wert! Zum Glück muss ich mich damit nicht mehr befassen und nur noch auf meinen eigenen Impfschutz achten, damit ich da nix mehr vertüdele, denn schnell ist es vergessen, die Impfungen aufzufrischen. Aber Termin steht ja. Heißt also, ich lasse mich immer noch impfen. Risikolos ist nichts, aber stellen wir mal den Nutzen gegenüber.

Und wer Lachtränen mag, liest sich mal bei den typischen Weiberzeitschriften in den Fanseiten durch. Herrlich, sage ich Euch. Der derzeitige Kracher ist die Frage, warum sich Frauen zu enge Sachen tragen und sie dann Abdrücke davon auf der Haut haben. Ich habe mir mal ein paar Antworten der kommentierenden Weibchen durchgelesen und bin über das oft niedrige Niveau wenig überrascht. Sinngemäß heißt es bei vielen Antworten, dass Frauen ja auch vorgemacht wird, wie sie sich anzuziehen hätten und dass Frauen dafür nichts können. Außerdem wird man ab Größe 38 schon als fett bezeichnet und da muss man ja unbedingt engere Sachen anziehen. Und dann lese ich die Antwort eines Mannes, der da schreibt, egal wie toll die Jeans aussieht und wie eng die sitzen soll, fett bleibt fett. Ich habe langgelegen vor Lachen! Natürlich erboßten sich einige Weibchen und ich setze allem noch die Krone auf und schreibe, dass ich ihm auch als Frau beipflichte und einer Dame erklärte ich, dass man sich nicht durch irgendwelche Blättchen beeinflussen lassen muss. Wer seinen Kopf für mehr nutzt als nur zum Haare schneiden, kauft sich einfach Sachen, die sitzen und die Person gut kleiden. Und auch für die stämmige Statur gibt es doch schöne Sachen, die sehr schön fallen und vorteilhaft wirken. Und ich kenne meine Übergewichtszeiten noch zu gut und das war genau zur Wendezeit, als das Angebot noch nicht so vielfältig war. Mädels, kleidet Euch bequem, engt Euch nicht ein und spart das Geld für Weiberzeitschriften. Rezepte und sonstige Tipps gibt’s genügend im Netz für 0 Euro und 0 Cent. Nehmt lieber jemanden mit, der ehrlich seine Meinung sagt und Vorschläge bringt, was Euch gut kleidet. Aber wohl fühlen ist das Wichtigste, ganz egal, welche Statur man hat.

Und damit das Verbraucherherzchen wieder hüpfen kann, gibt’s wie gewohnt den Werbeblock: „Ich will Marieeeeeeeeeeee!“ schreit es uns in einem Spot für irgendeine Markenhose entgegen. Herrje, was eine schwarze und sicher auch nicht übel geschnittene Hose so bewirken soll, weiß ich noch nicht so. Und da man noch immer sehr für Erkältungszeugs wirbt, bietet sich uns zusätzlich auch die Werbung für Warzenzeugs. Und bei einem angeblich Bakterien abtötenden Duschgel verspricht man uns auch zusätzlich längerer Frische, sogar als „Duschinnovation“, boha! Und weil das nicht reicht, muss man seine ganze Bude desinfizieren, indem man ein Zellstoffküchentuch nimmt, auf den Spender drückt und die Küchenoberflächen abwischt. Natürlich müssen gerade in der Erkältungszeit noch mindestens alle Türklinken von Keim befreit werden und mein schlichter Tipp ist: einfach öfter Hände waschen, vor allem, wenn man keine Taschentücher beim Niesen und Husten benutzt. So etwas ist ja sehr verbreitet und ekelhaft! Aber wem sagen wir das? Und es gibt die Taschentücher sogar „soft, softer… „. Mahlzeit.

In diesem Sinne:  Lockt den Frühling mal noch ein bisschen, öffnet Fenster und Herzchen und schmeißt die Weiberzeitschrift in Kisten, die ihr noch für Geschirr oder Deko abpolstern wollt 😆 Prost* kalten Pfeffi-Honig-Tee.