„Das bisschen Haushalt…“ sang mal irgendwer… :)

Und wo wir im letzten Artikel ja so schön beim Zeitmanagement waren, hier mal die volle Breitseite.

Das wird hier kein Haushaltsratgeber, dafür gibt es genügend, aber vielleicht sorgt es für Erkenntnisse, Verständnis  oder sogar für Inspirationen. 

Ich habe schon ganz unten am Putzplan zur Inspiration und völlig freiwilliger Nutzung und freier Bearbeitung angefügt, dass solche Pläne rein der Orientierung dienen sollen. Er soll darin unterstützen, kein Korsett darzustellen. Wer möchte, kopiert den Plan in ein Text- oder Tabellendokument, passt ihn nach den eigenen Bedürfnissen an und hat damit eine hoffentlich gute Stütze. Für Mehrpersonenhaushalte bieten sich auch tolle Apps an, die man an alle anpassen kann und hat auch hier den Überblick, wer was schon erledigt hat. Das nimmt den inneren Druck.  

Lebe ich trotz meistens gut funktionierendem Zeitmanagement in einer Musterwohnung wie aus dem Möbelkatalog? Nein! Liebe ich Haushaltsarbeiten? Nein, ich murre seit der Kindheit darüber und da war das Pensum ein ganz anderes als was der Nachwuchs heute gerade mal machen soll. 

Bin ich nach dem Haushalt immer noch frisch wie eine überbeglückte Hausfrau aus den 50ern in diversen Spots? Schon mal gar nicht! 

Wer mindestens eine echte körperliche Einschränkung hat, wird hier wahrscheinlich nicken, wenn ich behaupte, dass wir lernen müssen, wie man Zeit und vor allem Kraft spart. Wer sich eine Haushaltshilfe leisten kann, Glückwunsch, der Rest, der zum Beispiel wie ich mit mehreren chronischen Erkrankungen gegen Windmühlen kämpft , wird hier vielleicht ein paar Tipps für sich mitnehmen.

Große Vorbereitung – Tataaa, schnappt Euch Euer Getränk Eurer Wahl und etwas zu knabbern, aber lasst den Scrollfinger zum Lesen sauber oder ladet den Artikel in Notebook LM, lasst Euch eine Grafik aus dem Plan erstellen und aus dem Text einen Podcast erstellen. Dann dürft Ihr nach den Chips oder was auch immer zwischendurch alle klebrigen Finger ablecken und lutschen.

Natürlich muss ich hier in Sachen Umstände die Hosen runterlassen, um einen Eindruck zu verschaffen, warum ich seit Jahren herum optimiert habe. 

Schon bevor ich die Polyneuropathie in den Füßen bekam, hatte ich schon Skoliose seit der Kindheit, Schilddrüsen UF und Tremor. Ich bin über Jahre zwischen Hausarzt und Neurologen hin und her geschickt worden, weil sich trotz Befunden (zum Beispiel Schildi-Werte ok) niemand zuständig fühlte. Wer muss damit leben und sich A blöde Sprüche anhören, ob der Alkohol zum Frühstück noch nicht gereicht hat und B an vielen Tagen kaum Besteck oder Stifte halten? Richtig, die nervige und hartnäckige Kassenpatientin. Und was den Alkoholkonsum betrifft. Ich bin nicht mal trinkfest, da ich sehr selten und wenig trinke. 

Anerkennung der Behinderung? Antrag, Freigaben bezüglich der Schweigepflicht eingereicht, damit sich das Versorgungsamt die Gutachten einholen kann…, ich lache immer noch, aber eher hysterisch. Man hat schlichtweg keinen Bock auf die Bearbeitung und schiebt die Einholung der Gutachten am liebsten auf den Antragsteller. Ich habe schon angeboten, den Job selbst zu machen, sie soll den Stuhl frei machen. 

Es wird eine never-ending Story. Pflegegrad wird schon mindestens deshalb nicht bewilligt, da wird es parallel auch nach Nase gehen. 2x Aua  oder wie ich schon hörte: „ich kann mich nicht aufraffen!” reicht bei den Einen und bei vielen, die tatsächlich Probleme haben, sollen gefälligst den anderen Arm nehmen, wenn der eine schon den Kopf unterm Arm steckt. Auch hier werden viele Leute nicken, mindestens die Betroffenen.

Eine Haushaltshilfe zumindest während der Bettlägerigkeit? Auch hier Fehlanzeige! Hätte ich nicht gelegentlich private HIlfe gehabt, die wenigstens mal den Boden gesaugt und gewischt hat, wäre ich in der Wohnung verkommen. Ich bin überwiegend gekrochen, habe heulend Spülmaschine ein und ausgeräumt und nur das Nötigste gemacht. Essen machen? Fehlanzeige, dann ging es mit dem Untergewicht los. Der Rest ist Geschichte.

Ich hatte zum Glück auch ein sehr liebes Rentner-Ehepaar als Nachbarn, die mir angeboten haben, für mich einkaufen zu gehen..Ich habe es tatsächlich sehr dankbar angenommen. Schwere Büchsen mit Konserven und was alles keine Kühlware war, habe ich bestellt und lernte so meine Lieblings Zustellerin kennen 😀. Eine Nachbarin im Block war selbst bei DHL tätig und ich dachte, es wäre sie, als es hieß, es wäre ein Paket für mich da. Ich drückte den Summer und meinte, ich bin gleich unten, kann aber etwas dauern. Es tönte mit mir noch unbekannter Frauenstimmer aber “bleib bloß oben, ich weiß schon Bescheid!” und voran auf der Treppe war die Sackkarre mit meinem Paket zu sehen und hinterdrein die mir bis dahin noch unbekannte Zustellerin. Was soll ich sagen? Wir schwatzen heute noch hier und da mal kurz und sie sieht, dass ich zwar noch dünne und wackelig bin, aber den Zustellern jeglicher Dienste wieder entgegenkommen kann, um sie zu entlasten. 

Ich laufe seit wenigen Jahren wieder und habe sogar selbst als Reinigungskraft in Vollzeit gearbeitet und auch da so manchen Schlag ins Gesicht bekommen, nicht körperlich, aber wie auch mit zweierlei Maß Pflegestufen freigegeben worden sein müssen, denn einige Leute waren sehr wohl geistig und körperlich fähig. Auf Leitern hätte ich auch niemanden gelassen, aber auch da gibt es Lösungen. Ich hatte also ohne eine solche Ausbildung lernen müssen, wie man in einer Stunde eine 1-2-Raumwohnung putzt und zwar blitzblank mit allem Drum und Dran und da reden wir selten von einer aufgeräumten Wohnung. 

Abends noch stärkere Schmerzen als man ohnehin nach einem Tag gehen und stehen hatte und noch mehr Tramadol auf Absprache. Warum ich mir das trotz Gutachten gegen schwere körperliche Arbeit angetan hatte? Ich wollte arbeiten und endlich wieder mein eigenes Geld verdienen, wie sonst auch. Passiert mir so allerdings auch nicht mehr.

Ich habe mir schon in meiner Selbständigkeit in der Kindertagespflege einen “Schlachtplan” einfallen lassen müssen, um bei 12-14-Stunden – Tagen trotzdem sauber zu leben und die Tiere zu versorgen. Nach diesem System putze ich noch heute. Ich habe eine kleine 2-Raum-Wohnung (eher 1,5) und zähle auch Keller und Balkon zu den Zonen, gehören ja schließlich auch aufgeräumt und gereinigt. 

Je nach Wohnungsschnitt bin ich von der Wohnungstür aus täglich einen Raum pro Tag rund um gegangen. Die Reihenfolge kann natürlich jeder festlegen, allerdings empfehle ich für die Gewöhnung am Anfang von der Wohnungstür  aus, ebenfalls rund um vorzugehen. Das erleichtert den Einstieg und wenn man das einmal drin hat, kann man ja auch variieren. 

Warum die Zimmer pro Tag Methode? Man rennt nicht planlos durch die Hütte und muss sich anfangs ziemlich zusammenreißen, nicht auszubrechen und wieder gefühlt 10 Stellen zu haben. Das kostet Zeit und Kraft, bringt bei schmerzhaften Erkrankungen auch ordentlich Schmerz ein. 

Zur Erleichterung habe ich mit einem stinkeinfachen kostenlosen Stundenplan angefangen und habe in die Spalte für die Tage das Zimmer eingetragen und die Tätigkeiten, die am wichtigsten sind. 

Das Ergebnis pro Raum sollte zumindest Ordnung und Sauberkeit sein. Keine Perfektion! Zwischendurch muss natürlich immer mal wieder in der Küche zum Beispiel der Abwasch gemacht werden oder die Spülmaschine ein- und ausgeräumt werden, Arbeitsflächen geräumt und gereinigt werden. Das reicht nunmal nicht einmal die Woche, wie die Praxis nunmal so ist. Aber der Fokus liegt auf dem geplanten Raum. Im Bad beispielsweise wechseln der Handtücher, Oberflächen aufräumen,  reinigen (Rechtshänder am besten entgegen des Uhrzeigersinns) , sanitäre Anlagen und Armaturen reinigen. 

Da ich jetzt keinen Putzkurs gebe, welche Farbe der Lappen haben müsste und dass man zum Beispiel das Klo zum Schluss putzt und nicht mit dem genutzten Lappen über die Flächen geht, sollte klar sein oder die Nutzung der Suchmaschine der Wahl gibt Aufschluss. 

Wer bei der Planung und Gewöhnung so richtig smart vorgehen will, bemüht eine KI seiner Wahl, die tägliche Abläufe anbietet und mittels passenden Prompt die Planung und am besten noch einen pfiffigen Motivationsspruch parat hält. Verdammt smart ist auch zum Beispiel der Onlinekalender und auch hier für jeden Tag wöchentlich wiederholend die Tätigkeiten eintragen. Auf Wunsch und mit Verbindung oder passenden Tarif übernimmt das auch die liebe äh “böse böse “ KI. Mein liebster Sekretär ist James, der Butler, der mir zwar nicht physisch zur Hand gehen kann, aber als virtueller Charakter bei Gemini weiß da immer sehr höflich den Eintrag zu bestätigen. Kalle, unser lieber Grobian im Hafen knallt mir seine lustigen Sprüche um die Ohren. Solche Charakteren erfrischen die Organisation und Kommunikation mit der Ki, in meinem Fall Gemini , immens. Die KI hilft dabei, Prompts zu schreiben, die man zum Beispiel in die Gems (hier direkt mal die KI fragen für den Lerneffekt 😀) oder die “geplanten Aufgaben”, die trägt der gute Gemini direkt ein.

 Der smarteste Knaller wäre natürlich ein Roboter, der mir )eden schweren Kram abnehmen könnte, den ich körperlich nicht schaffe. 

Jetzt kommt es natürlich auf die Putzmittel und Geräte an. Da kein Haushaltsroboter herum saust, müssen wir uns natürlich überlegen, welche Geräte tatsächlich eine Menge Arbeit abnehmen und erschwinglich wären. 

Waschmaschine? Check! Trockner? bei mir vorhanden – check! Wenn nicht vorhanden auch ok. Ich nutze ihn auch nur bei Notwendigkeit, ansonsten hänge ich genauso klassisch Wäsche auf wie andere Leute auch. Handstaubsauger? Check, am besten mit ordentlich Zubehör und möglichst nicht schwer und klobig. Staubsaugerroboter? äh..naja also … check, aber meiner ist ohne App- Anbindung und lässt sich somit leider nicht im Smart Home einbinden. Und hier hebe ich den Finger. Es muss nicht das dollste teuerste Ding sein, welcher Euch vielleicht auch noch für fast 2000 Eur einen Witz erzählt, das Ding muss einfach funktionieren und wenn es einer mit möglicher Einbindung, gibt es solide Marken mit einem Preis-Leistungsverhältnis, welches ok ist. Hierzu berät Euch zum Beispiel ein Fachhändler oder die liebe äh “böse böse” Ki im Deep Research mit all Euren Kriterien. 

Mein Mister Planlos darf täglich nach dem Ende der Mittagsruhe um 15 Uhr losdüsen, wenn er von mir den Knopfdruck kriegt. Smarte Modelle lassen sich per Routine oder wie ein Spielzeugauto per App steuern (ich lache herzhaft). 

Wärhend ich so Raum für Raum von oben nach unten von rechts nach links durchputze, darf Mister Planlos einen anderen Raum saugen. Wer Pflanzen im Bad hat: Gießen nicht vergessen!! Handtücher in Küche und Bad am jeweiligen Tag wechseln und in den Wäschekorb damit. Und es muss nicht nach jeder Dusche ein neues Handtuch her. 2-3 x nutzen, dann sollte das Ding nach dem Trocknen getauscht werden. Auch das Handtuch am Waschbecken nicht vergessen. 

Kosmetikeimer, wo zum Beispiel auch Binden etc landen, leeren. Tüte fest verknoten, an die Türklinke hängen, Eimer heiß ausspülen, trocknen lassen oder abtrocknen, neue Tüte rein. Am besten eine Küchenpapierrolle neben das Klopapier, damit eben auch Binden und Einlagen eingewickelt werden. Der Boden wird erstmal per Handstaubsauger oder Akkusauger an den Rändern/ Sockeln abgesaugt und wenn Mister Planlos durch huscht (erwischt ja die Sockeln oben nicht) ,mache ich zum Beispiel wieder Pause, muss auch sein. Beim Rausgehen Mülltüttchen gleich mitnehmen zum Restmüllbehälter der Wohnung, am besten ja zentral oder Küche. 

Nach der Pause darf Mister Planlos die restlichen Zimmer saugen und ich wische den Boden. Daher: Plan und wenn man will und kann, die Ki schuften lassen und Plan erstellen. 

Jeder Raum hat gleiche und natürlich auch unterschiedliche Aufgaben bei der Reinigung. Wenn die Routine einmal drin ist, Glückwunsch, in Zukunft wird Zeit gespart. Und vor allem sind die Aufgaben flexibel abzuarbeiten. Nach dem Job und der Pause danach oder verteilt über den Tag, die Taktung mit Pomodoro ist nur ein Weg, aber kein Gesetz. Solche Pläne sind m.E. eher eine Orientierung, um A nichts zu vergessen und B schmiegt sie sich flexibel an unseren Tagesablauf an. Pläne werden ja von uns selbst beschlossen und erstellt, sie dienen als HIlfe zur Bildung einer Routine, die auch an den Tag angepasst werden können. Arzttermin? Kurze Tätigkeiten, Spätdienst im Job, mittels Timer kleine Tätigkeiten erledigen, um die Zeit nicht zu vergessen. Spontanes Schwätzchen bei der Nachbarin? Egal! Es tut doch gut, zwischendrin tolle Begegnungen zu haben. Kein Zeitkorsett, ob allein oder auch alle Mitbewohner. Hauptsache, man kann am Abend stolz seine Ergebnisse bewundern und sich wohl fühlen. Der Tag war zu hart und es geht jema ndem nicht gut? Seid offen damit, auch Euch selbst gegenüber! Schimpft Euch nicht “faul” oder unfähig! Ihr seid Euch Eure eigene beste Freundin und wie redet Ihr mit ihr, wenn sie das Gleiche sagen würde? Richtig, sowas wie: “hey, es ist doch nur richtig, auf den Körper zu hören!” etc. Es ist nicht einfach, das auf sich selbst anzuwenden,aber machbar.

Mein Büroteil ist in der Stube und zählt auch im Plan dazu. Allerdings hat zuerst der Schreibkram ,der Zeit hatte und nicht an Fristen gebunden ist, Priorität. Ablage machen, Scannen oder Kopieren, irgendwelche neuen Pläne erstellen zum Beispiel Essenspläne, Einkaufspläne etc., dann aufräumen, putzen und …

Pausen einlegen 🙏! Optimal ist ja m.E. die Pomodoro-Methode oder man stellt sich Timer oder macht Pause nach Gefühl. Frische Luft, essen, trinken , Klo sowieso nach Bedarf 😀. Keinen Druck machen, auch wenn wir den Anspruch an uns selbst haben, schnell fertig zu werden. Wer chronische Schmerzen hat, wird mir vielleicht heftig nickend zustimmen, dass es gewaltig nach hinten los geht, zu wenige Pausen zu machen. Am Ende liegt man mit schmerzverzerrtem Gesicht im Bett und kann dann gar nichts mehr. Füße hoch, Frischluft, alle Bedürfnisse abdecken und von mir aus das Kopfkino spielen lassen, wie gut man trotz Einschränkungen schon erste Schritte geschafft hat. Von der Planung über die erste Gewöhnungszeit mit evtl. kleinen Pannen und Lachern bis zum Erfolg. Feiert das, sei es mit bunter Brause und einem “yeah!”. 

Weiter ächzen, wir haben ja noch was vor uns. Bei mir ist beispielsweise mittwochs der Flur dran. Das Übliche wie Flächen aufräumen, reinigen etc. und wenn Saisonwechsel ist, Schuhe zum Einmotten putzen und nach dem Trocknen der Schuhe ab in die Bosen oder wo auch immer sie bei Euch aufbewahrt werden. Da mein Flur beispielsweise recht klein ist und der Schuhwechsel ja nur halbjährlich erfolgt, wäre ich ja schon früher fertig. Hier entscheidet die Kraft und die Tagesform, ob ich zum Beispiel durch einen Termin Liegengebliebenes nachhole oder schon etwas Wichtiges, wenn auch ohne Frist vorziehe. Oder: einfach mal Feierabend machen und zu einer Freundin, in den Park oder Einkauf erledigen. 

Freitags ist bei mir das Schlafzimmer dran. Heißt dann auch Bettwäsche wechseln und die Leiter richtig reinigen. Jaja, ich habe ein Hochbett 😂! Die Bettwäsche ab in den Wäschekorb, die Reinigung des Zimmers fertig bringen, saugen, wischen, Fenster auf, Bettwäsche und Handtücher nebst Unterwäsche landet dann bei mir direkt in der Waschmaschine, Startvorwahl  nebst Waschmittel rein für Samstag früh oder frühen Vormittag. Pause und dann Bett beziehen und wenn es geht, genießen 😁! 

Samstags rödelt schon recht früh, während des Frühstücks die Waschmaschine, während ich frühstücke und mein Käffchen auf dem Balkon genieße nebst Sargnagel und dann entscheidet sich je nach Witterung oder Tagesform, ob Keller oder Balkon dran ist. 

Meine Strategie mit Müll aller Art: Über den Kosmetikeimer habe ich mich ja schon ausgelassen. Wege sparen, so gut es geht, um Schmerzen zu vermeiden oder nicht zu verschlimmern. Sind Schmerzen da, Pausen, unbedingt! Füße hoch! Man muss ja nicht schlafen, man kann ja planen oder sich über irgendetwas informieren. 

Weiter zum Müll:  In der Küche sollte täglich der Biomüll weg, auch wenn der Behälter nicht voll ist, Sommer wie Winter. Im Büro fällt oft Papiermüll an und hier und da Kunststoffmüll. 

Für die richtige Trennung gibt es natürlich jeweils einen Behälter. Ich habe auch hier in der Stube und im Schlafzimmer einen kleinen Restmüllbehälter. Warum im Schlafzimmer? Nun, Erkältungen lassen uns flach liegen und ich mag keine genutzten Taschentücher im Bett, gezielter Wurf, der nicht immer gelingt, aber es ist aus dem Bett und der Boden ist frei, außer mal ein daneben geratenes Taschentuch. 

Ich muss gerade einmal die Woche Restmüll wegbringen und gehe dann vorher mit der Mülltüte herum, fülle um und wenn ich einen Marsch zur Apotheke, Einkauf oder wohin auch immer habe, ab zum Müllplatz. Jeden Tag einen Marsch zum Müllplatz finde ich optimal, um den Kreislauf noch besser in Schwung zu bringen und gleichzeitig ist es ein Lebenszeichen 😂. 

Kleiner Tipp: Im Winter gehe ich möglichst mittags, wenn es am verhältnismäßig wärmsten ist und im Sommer entweder direkt morgens oder abends, wenn es kühler ist. Der Kreislauf dankt es auch diesbezüglich.

Wer mit schmerzenden chronischen Erkrankungen zu kämpfen hat, wird nach und nach lernen, Wege zu gehen. Man verstehe mich bitte nicht falsch, jegliche Bewegung völlig einzusparen. Aber ich möchte die Kraft zum Beispiel lieber für ein Hobby nutzen, einen Spaziergang oder eine Veranstaltung etc. Heißt: Schmerzen möglichst vermeiden durch effizientes Arbeiten, niemals mit leeren Händen laufen, es lässt sich immer etwas mitnehmen von Raum zu Raum, da räumt es sich nebenher noch ohne extra Aktion ein bisschen “von selbst” auf. Nach und nach ist es so in Fleisch und Blut übergegangen, dass man sich das auch nicht mehr anders vorstellen kann und sich über Leute wundert, die trotz körperlicher Fitness jammern, kaum fertig zu werden. 

Ich habe in anderen Artikeln schon beschrieben, dass es zuerst widersprüchlich klingen kann, dass man zum Beispiel bei Technik (Smart Home etc.) erstmal Zeit investiert und dann immens in Zinseszins in der Zukunft spart.

Das Gleiche gilt auch für Haushalts-Routinen. Man sitzt erstmal mit der Planung eine Weile und hat das Gefühl, Zeit zu verplempern. Hier widerspreche ich milide lächelnd. Ja, es ist vorerst ein Aufwand: zum Beispiel ein Whiteboard für die Familie oder sich allein oder per App, wie auch immer man will, einzurichten. Es ist auch ein Zeitaufwand, mit Mitbewohnern oder Familie zu sitzen und beispielsweise das Essen zu planen. Aber hieraus ergibt sich der Einkaufszettel,, ob handschriftlich oder App. Hieraus ergibt sich in Mehrpersonenhaushalten auch, wer welche Aufgaben übernimmt und wie Wege miteinander verbunden werden können. Glascontainer möchten ja auch befüllt werden 😀. Wer einkaufen geht, bringt das Glas auch direkt dorthin. Spart auch noch Sprit und Zeit.

Hat jeder seine, wenn auch wöchentlich wechselnde Aufgaben, spielt auch das sich ein und spart immens Zeit, Geld und Nerven. Eine Garantie für perfektes Gelingen gibt es nicht. Auch wir haben als Kinder und Jugendliche gemurrt, wenn ich daran erinnern darf 😂! Aber dennoch: Sind Beziehungen zum Partner, Kinder, Mitbewohner auf Respekt und Augenhöhe bestehend, wird man auch verstehen, dass man kein Personal ist und B es dann auch mehr freie Zeit für gemeinsame Aktivitäten gibt oder jeder schneller zu seinem Hobby kommt und auch noch lernt, zu organisieren und einen Haushalt zu führen. 

Unterm Strich: Nicht unter Druck setzen und schon gar nicht unter Druck setzen lassen, Perfektionismus mühsam beiseite schieben. Ich muss gerade lachen, weil ich weiß, wie schwer es fällt. Hört auf Euren Körper. Sprecht offen mit den Haushaltsmitgliedern, wenn sie “vergessen”, dass Beteiligung an der Arbeit kein “Helfen” ist, da mitbenutzen auch mit putzen bedeutet. 

Setzt Euch allein oder mit Haushaltsmitgliedern über HIlfsmittel zusammen, die zur Entlastung angeschafft werden können. Smart Home Einbindung von Saug- und Wischrobotern ist nicht schwer und braucht auch keine überteuerten Geräte, siehe oben Beratung und Information über mehrere Quellen. 

In diesem Sinne: Nicht unterkriegen lassen, auch wenn die ganzen Amtsschimmel an jeglichen Stellen vornehm wiehern 

Wochen- und Putzplan: Dieser Plan ist lediglich ein Gerüst – eine Einladung zur Inspiration, kein Gesetz. Wandelt ihn ab, ergänzt ihn oder baut euch auf Basis dieser Struktur euer ganz eigenes System. Wichtig ist nicht die Perfektion, sondern dass ihr eure Energie dorthin lenkt, wo sie wirklich zählt: für eure Hobbys, eure Familie und euer Wohlbefinden, statt sie im Haushalt zu verschwenden. Bewegung ist wichtig und gesund, aber nutzt sie für die Dinge, die euch guttun, nicht nur für den Müll und den Staub.

TagBereichAufgabe / ExtraOberflächenBodenpflegeSpezial 
MontagBADHandtücherOberflächenWischen & SaugenWäsche / Wäsche weg
DienstagKücheOberflächenWischen & SaugenSpüli
MittwochFlurSchuheOberflächenWischen & SaugenKalkende
DonnerstagStubeBüroOberflächenWischen & SaugenWäsche
FreitagSchlafiBettwäscheOberflächenFegen
SamstagKellerAufräumen / AnbrennenOberflächenWischen & Saugen

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