drängelnder Herbst und noch ists schön …

Irgendwie bemerkt man schon, wie sich der Herbst vordrängeln will wie Rentner an der Kasse, die es aus unerklärlichen Gründen stets eilig haben. Ich sah ja schon die ersten gefallenen Blätter auf den Wegen. Und in einem Juxbild im Netz las ich, dass etwas Wasser im Sommer ist und die Frage, ob man einen neuen Sommer bekommen könnte. Ach kommt, gönnt den Blümchen doch etwas Wasser. Aber noch gibt’s paar schöne Tage. Irgendwie muss ich auch ein bisschen grinsend an eine Stunde „Genusstherapie“ denken (die Sinnigkeit bei unserer Patientengruppe werte ich hier nicht aus). Es lagen also schon Ahorn- und Lindenblätter auf den Tischen und wir sollten fühlen, wie angenehm es für uns sein könnte. Erschrocken fragte nicht nur ich, ob die schon von diesem Jahr sind. Zum Glück haben wir aber noch ein paar Tage prima Wetter. Allerdings habe ich schon ein wenig Schrank umgerümpelt und mir noch gerade mal zwei kurzärmelige Teile drinnen gelassen. Die Rollis kommen erst im Oktober in den Schrank, ich passe meinen Kleiderschrank ja quartalsweise an.

Kichern musste ich über einen Spruch im sozialen Netzwerk. Sinngemäß heißt es, dass die Mädels, die nun lange auf eine Bikinfigur hinge“arbeitet“ haben, nun in Mänteln herumlaufen müssten und somit nichts mehr davon haben. So ein Mist, ich habe mich mühsam hochgefuttert und frage mich ohnehin ständig, was ich jetzt noch so essen könnte. Ja, ich habe nicht nur durch die Klinik viel Aufholebedarf. Mein Appetit auf Frischkäse hat sich inzwischen auch erledigt, ich muss die Bayern bitten, mir doch bitte den „Milchmeister“ einzufliegen, denn im Laden fand ich den leider nicht. Der ist schaumig und hat schon gute Milde, während das körnige Zeug (war halt gierig drauf) von „ja“ nix für mich ist. Ich schicke im Gegenzug auch „Ossizeugs“, auch wenn man die Rezeptur oft versaut hat :lol:. Wenn ich schon keinen leckeren Frischkäse im Hause habe, dann wenigstens etliche Margarine- und Frischkäsetöpfchen, die sind nämlich klasse für meine Malerei und Bastelei. Bezahlt ists ja, nix Diebio!

Und bevor ich noch vergesse, die neuesten Modekracher zum Besten zu bringen: lange Häschenohren sind nun „IN“ und das an einem Overal. Und man kramt auch wieder den alten Trend hervor, zu kurzen Hosen lange Oberteile anzuziehen *gähn*. Ich fand in einer Tauschbörse noch ein paar Schätzchen, die zwar längst „OUT“ sind, aber schnurzpiepegal, ich schlage zu, sind recht günstig und der Winter bleibt ja nicht aus. Und schon bin ich nicht nur das bestfrisierte Stubentigerchen, sondern auch die Schönste überhaupt *yeah*. Nein, die Zweitschönste, denn ich habe mir ein Weibchen zugelegt. Zum ersten Mal habe ich eine Frau abgeschleppt 😯 allerdings ist das ein Kleiderständer und die wird meine Klamotten für die Tauschbörsen etc. schön präsentieren. Ich bin fast im Örtchen integriert, denn die „Dame“ muss es ja ehrenamtlich machen und isst nichts. Sozialromantik pur! 😀

Redete ich vorhin nicht schon indirekt von Diäten? Es gibt wieder Neuigkeiten, aber so lasch wie die Versprechen der Politiker. Es steht ja wieder eine Sperrmüllaktion an, für die ich ja noch Zeugs extra stellen muss, damit der Mist endlich rauskommt und dann werden auch wieder einige Möbel inseriert. Mich graut zwar die Sozialromantik der überbeglückten Weibchen aber ich streue ja weit und hoffe darauf, noch einen angemessenen Preis aushandeln zu können.

Da ich von Ärzten ja noch nicht genug habe *hust*, ging es zur Gutachterin, durch Briefchen von der RV.
Der fiel ja nach gut einem halben Jahr ein, ach, die schicken wir mal sonst wohin in die Wallachei, um sie mürbe zu machen. Die Ärztin war absolut in Ordnung, im Gegensatz zu der recht harschen Dame in der Heimatregion. Als ich zum xten Male herunterrödelte, wie ich mir die künftige Berufszeit vorstelle, meinte ich am Schluss mit einem Zwinkern „ich werde fix Ärztin im Wohnort“. Da müssen Sie aber noch studieren. Echt? Das habe ich garnicht bemerkt. Lachen konnten wir beide darüber, sie erfuhr ja mündlich und mit jeglichen Befunden, was mir vorher passierte oder vorenthalten blieb. Sie kann auch nichts dafür, dass eine Tanztherapeutin (was auch immer sie das anging), eine Psychologin und eine FÄ für Physiotherapie (richtig so? Wenn nicht, auch egal) danach fragten. Ja, na klar will ich wieder zurück in die Pflege und Betreuung und nicht herumsitzen, dafür bin ich nicht geschaffen.

Und damit das Verbraucherherzchen nicht zu kurz kommt, gibt’s natürlich wieder den Werbeblock: Wie kreiert man einen lächerlichen TV-Spot? Man nehme einen Typen, verkleidet ihn als Erdball und lässt ihn mit wenigen Worten erklären, wie „günstig“ doch eine Webseite beim Anbieter wäre und fertig. Und man möchte damit kommunizieren, dass das Internet immer weiß, was man braucht. Echt? Gut, dann sei es drum. Schlagertrinchen Helene bewirbt mal wieder Blondierung auf ihre eigene Art. Es reicht schon aus, wenn es beim Butterzeugs bleibt, danke. Und wenn ein vermeintliches Mädchen nach dem Namen gefragt wird und genervt und bedrückt „Paul“ sagt, wirbt man für einen Versand für Kinderkram.

In diesem Sinne: Nehmt die schönen Frühherbsttage noch mit, bevor es ständig grau und kalt ist. Ich bin zwar schon gewappnet, aber ich mag es eben gern sonnig, auch wenn es frisch ist. Prost Holunderblütentee, Geschenk meiner Stammapotheke 😀

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2 Gedanken zu „drängelnder Herbst und noch ists schön …

  1. um nochmal auf deine spöttische Bemerkung über die nie zeithabenden Rentner zuirück zukommen. Werde erstmal eine, dann weißt du, daß das die PURE Wahrheit ist!

    1. naja, von Stoßen mit dem Wagen in die Hacken und einfach schieben (sonst stellt man sich ja schwach) ist nicht die feine Art und das erlebe ich meist von älteren Leuten und die kriegen auch entsprechend Protest 😀

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