Wir üben Herbstbrüller…

Das Weiblein hinter der Tastatur hatte in der letzten Zeit ja viel lachen dürfen und auch wieder das inzwischen verdammt flache Stirnchen geklatscht. Beispiel gefällig? Wenn der Jammertalkurier meldet, dass man auf dem Markt parken dürfte, entrüstet sich ungefähr die Hälfte der Bürgerlein darüber. Lachen musste ich allerdings über die sehr flexiblen Markierungen. Natürlich war es wegen dem Probelauf nur improvisiert. Warum denke ich so über die Klischees bezüglich der Parkkunst der Weibchen? Und hat das Weiblein eben schräg eingeparkt, macht es nichts, da man die Abgrenzung neu „verlegen“ konnte. Klasse, oder?
So, irgendein Fußballtamtam ist auch endlich rum und ich amüsiere mich immer über die Kommentare der Spieler. Wie oft die wohl den Ball an den Kopf kriegten….?

Ich hatte im letzten Tapetchen noch eines vergessen zu erzählen. Vor dem Ärztehaus könnte man ja eigentlich eine große Bank hinstellen, denn dort trifft sich die Fraktion Ü60, ob nun real oder gefühlt. Man kommt dort mehr zum Schwatzen als anderswo. Ich komme also an den dort hängenden Briefkasten, schicke meiner Krankenkasse liebe Post und werde von einer älteren Dame angesprochen. Diese bedauerte mich wegen meiner Beinchen. Lachend legte sie drauf, dass sie es ja auch arg mit den Knien hätte aber es sich bei sich „altem Weib“ (O-Ton) wohl kaum lohnt und bei ihren kleinen täglichen Spaziergängen nur irre quietschen würde. Ich musste so lachen und habe ihr kurz beschrieben, was mit meinen Beinchen los ist und dass auch das mal in Ordnung kommen wird. Wir schwatzten noch eine kleine Weile und ich war so von ihren so drolligen schwarzen Humor beeindruckt. Eine der wenigen Einheimischen und aus der älteren Generation, die noch so lachen und Witzchen reißen kann. Dann kam ihr Abholer und wir wünschten uns gegenseitig alles Gute. Ach, manche Leute sind wirklich wahre Herzchen. In der Apotheke wurde ich ebenso überrascht. Ich löste ein Rezept ein und fragte nach Kompressen bestimmter Größe und Beschaffenheit. Man war plötzlich sehr bemüht, mich telefonisch zu benachrichtigen, wenn sich Kompressen finden, wie ich sie benötige. Ich sollte mich setzen und mir wurden dort die Medikamenten-Packung und ein Zettel gebracht, auf dem ich dann meine Erreichbarkeit schrieb. Wow, da hat sich die Betreiberin aber wirklich eine rührige Mitarbeiterin angestellt, sie schien neu zu sein.

Was macht eigentlich die Modewelt? Mädels, darauf habt Ihr doch gewartet, richtig? Öhrchenkapuzenjacken hatten wir ja schon im letzten Artikel. Die nächsten Wahnsinns-Anblicke ließen ja nicht lange auf sich warten. Neu ist dieser „Look“ allerdings nicht. Man kombiniere Shorts mit Leggins und verdammt hohen Stiefeln. Selbst bei knackigster Figur wäre das nichts für mich, schon gar nicht bei dem Wetter. Wenn sich aber Höhe und Breite in einem unvorteilhaften Verhältnis stehen, wird mir noch kälter bei dem Anblick. Sehr schön sticht es auch ins Äuglein, wenn sich Punkte und Karos in einem Outfit treffen. Nun gut, Mutti hat wohl denselben Geschmack und woher soll sie es anders wissen, wenn man im Örtchen fast nur einen Stil vorfindet? Man kommt sich schon fast „overdressed“ vor, wenn man anzieht, was zusammenpasst oder auch die Statur dabei berücksichtigt. Ich könnte meine Stelzchen auch in Stiefel mit zu weitem Schaft stecken. Wäre beim Einkaufen nicht übel, dann belaste ich die von den Stützen überanstrengten Pfötchen nicht so. Und bis ich mein Gewicht „aufgebessert“ habe, besorge ich mir dann Hosenträger für die „Umstandshosen“. Übrigens wird’s noch mal bisschen wärmer, ich hole mal fix den Sommer nach.

Für jegliche Erwärmung helfen auch die Wärmflasche in der Hamsterhose mit Lapalomaumschlag und eine funktionierende Heizdecke. Meine recht hektische, ja schon panische Suchaktion nach meiner Wärmflaschensammlung war erfolgreich, somit auch die Nächte gerettet. Blöd ist nur, wenn man sich noch die Schoki ins Bette holt, um beim unnützen Herumliegen wenigstens noch das Gewicht aufbessern und die zerdemmelten Füße ausruhen muss. Die Schokolade muss dann fix gefuttert werden. Geht derzeit auch sehr gut.

Und damit das Verbraucherherzchen auf den einigermaßen neuen Stand ist, gibt’s natürlich wieder den Werbeblock (oder Pinkelpause, Futter und Trinken holen etc.): Eigentlich möchte man meinen, dass die sehr spät eingeblendeten Spots für Erwachsene sein sollten. Wenn man mir aber auf fast kindliche Art eine Kuppelbörse anbieten will, erweckt sich mir der Eindruck, ich würde dann dort auf Gestalten treffen, die eher eher eine Adoption nötig hätten.

Mädels und/ oder auch Jungens, Kuppelbörse hin oder her, raus ins Frische, da sehen so manche eventuell künftige Schätzchen gesünder aus und nicht so halb verhungert. In diesem Sinne: Prost heiße Schoki mit irre viel Amaretto. Und ja, legt mal eine CD mit der guten Frau Bardot oder so ähnlich auf. Nein, nicht die Brigitte. Die Temperatur könnte im Zimmerchen fix auf die gefühlte Körpertemperatur Eures Schätzeleins annehmen. Achtung, Heizung aus, es wird teurer 😉

Wir üben Oktoberkracher…

Mädels, der Herbst kommt und es knackt schon mächtig. Stopp, ´Tschuldigung, das war ich gerade. Aber zum ähnlichen Thema „Krachen“ hätte ich etwas. Manche Modekracher aus der Reihe „Herbsttrends“ lassen sich derzeit nur mit veredelten Keksen ertragen. Noch letztens dachte ich, meine Äuglein spielen mir einen argen Streich und war besorgt, dass die Schmerzmedis mehr Nebenwirkungen haben als je auf einer Packungsbeilage aufgeführt wird. Da radelt ein Weiblein mit einem Kapuzenjäckchen vor uns her, so weit so gut. Aber beim genaueren Hinsehen entdeckte ich Ohren an der Kapuze. Bei Kleinkindbekleidung sehen solche Öhrchen ja wirklich drollig aus, aber nunja. Und tatsächlich sehe ich in der Werbeleiste eines sozialen Netzwerks tatsächlich solche Jacken. Gut, dann ist meine Medikation doch anscheinend richtig eingestellt. Wenn es mich packen sollte, dann zupfe ich Haarsträhnen oder Zöpfe durch die Mützenmaschen und trete damit wohl auch neue Trends los. Wer keine grobmaschige Mütze hat oder sich diese Öhrchenjacken nicht kaufen möchte, darf sich gern meine übrig gebliebene Strähnchenhaube mitnehmen und was draus machen.

Und wenn sich das Weiblein trotz Termin gute 2 schmerzintensive Stunden in einem Warteraum aufhält, kann es auch etwas erleben. Irgendwie wirkte ich beim Hereinkommen wohl älter als alle Wartenden zusammen. Wohlgemerkt waren es fast nur Rentner. Man nahm mir die Jacke ab, sogar die Stützen, um sie wegzustellen und fragte mich, welche Zeitung ich gern hätte. Wow! Die Unterhaltung war dieses Mal auch richtig nett. Erst ging es ums Stricken, da zwei Damen die eine neben mir so bewunderten, die eine Socke mit 4 Nadeln strickte. Später kamen wir vom hochgeliebten Gesundheitssystem zur Optimierung des Bestellsystems. Wenn wir unsere tollen Pläne auch noch an entsprechender Stelle vorgetragen hätten, sei es drum. Und wenn man in der Praxis nicht mal mehr weiß, warum ich denn hinbestellt wurde, dann wird es richtig lustig. Gut, dann wiederholt man die letzte Beschauung eben und plaudert noch mal nett über den Kollegen in der Klinik. Schließlich muss sie auch auf dem Laufenden sein, was man mir so in die Akte klapperte.

Bei meiner einen netten Nachbarin erfuhr ich neulich so ziemlich alles übers Verdauungssystem, jedenfalls ihres. Und die Kekse und Schokolade schmeckten immer noch. Irgendwie fühle mich immer mehr abgehärtet, allerdings noch nicht gegen Erkältungen. Da fällt mir ein, ich müsste mir ja wieder Chili holen, das gibt Hitze und eine klasse Gesichtsfarbe, vielleicht kann ich dann auch mal über meine Verdauung referieren.

Und damit nicht nur mehr Weiblein mehr oder weniger zufrieden gucken, habe ich wie fast immer den Werbeblock geschnitzt: Eine Moderatorin, die für eine Klamottenkette Ü40 wirbt (verdammt, wo ist eigentlich meine uralte Rabattkarte hin?), gib im Spot vor, sich nun auf ein Klassentreffen zu freuen. Sie kichert darüber, wie süß doch Klassenkamerad A oder B war. Allerdings hätte ich mir dann nicht so einen Fummel angelegt. Nunja, Hauptsache „Alles passt“. Die Autoscheibenspezies haben es jetzt endlich die alberne Aufsagerei abgelegt und das blonde quiekende Model zaubert sich jetzt Wahnsinnsvolumen in ihre Zotteln. Na gut, dann könnte ich mir das auch holen, um eine zu große Mütze auszufüllen. Hm? Kopfschwangerschaft, Umstandsmütze? Wirklich gelungen finde ich noch immer die Spots, die der Jan Josef sicherlich selbst kreirt. Tja, mit der goldenen Kugel incl. einem Haps Schoki kann der auch umgehen.

Mädels, falls Eure Sofahelden auch so mit Schokolade herumspielen, dann erwartet auch markige Sprüche dazu. Und jetzt wird wieder Amaretto und Glühwein gekauft, damit die Abende gemütlich werden. Ich musste schon in der Apotheke lachen, dass man die Preise für alkoholfreien Punsch versteckte und ich extra nachfragen musste. Also, warm anziehen, Chili ins Futter oder in den süßen Tee und Blätter rascheln gehen.

In diesem Sinne: *Prost*…irgendwas Süßes mit sauscharf drin

Wir üben irgendwas mit „goldener Oktober“ oder so….

Mädels, Jungs,…es wird immer kühler und ich komme in Bedrängnis. Welche Schuhe ziehe ich dann an? Genügend Stiefel sind ja da, die ich unter normalen Umständen auch anziehen würde. Nun habe ich mir beim Versand für überbeglückte Hausfrauen „Schuhüberzieher“ gekauft. Während die Einen sie über Gipsbeine ziehen, habe ich sie über die Hüttenschuhe gezupft und jaaaa, es sieht sehr schön albern aus. Plötzlich habe ich Schuhgröße um die 45 oder so. Macht erstmal nichts, mit *watschwatschwatsch* (oder so ähnlich) komme ich einigermaßen schmerzarm zur Mülltonne, wow! Ich male mir schon die nächsten Statistiken aus, wann ich wie und wo war. Werde ich ja beim nächsten Ratsch zu erfahren kriegen. Und wie vergoldet man sich den Oktober eigentlich? Muss ich doch noch rauskriegen. Aaah, ich habs doch! Der derzeit behandelnde (jetzt aber auch ratlose) Orthopäde schlug mir Biolatschen vor…“Birkenstock“ oder so. Sicher meinte er für Zuhause. Ich hole jetzt doch den Sommer nach und hole die Kleider und Röcke hervor. Blöd nur, dass ich keinerlei Sandalen oder überhaupt normale Schuhe anziehen kann (daher ja Schuhüberzieher über die Hüttenschuhe). Gut, dann binde ich mir aus den noch vorhandenen Oma-Seidentüchern halt ein paar Sandalen. Vorher sollte ich endlich das nachholen, was ich im Frühjahr verpeilt habe….die Jubelei im Bad, wenn ich mir das Fell mittels Wachsstreifen von den Beinchen …äh Stelzen reiße.

Apropos haarig: Wenn das Weibchen keine größeren Strecken laufen kann, muss es sich eben einen „mobilen Friseur“, suchen, um endlich wieder anständig auszusehen. Also googelt das Weiblein wie eine verrückte und wurde fündig. Ich klingelte also an, fragte an und bekam gleich einen Fragenkatalog entgegengesetzt. Beispielsweise kam die Frage voran, warum ich einen „mobilen Friseur“ brauche, denn sie würde nur zu Leuten mit wirklichem Bedarf fahren. Wow, so ausgebucht und satt? Gut, sei es drum, ich beantwortete die Frage mit meiner derzeitigen Situation. Eine ganz normale Frage, was gemacht werden soll, folgte und ich erklärte. Die Frage nach der Adresse ist auch klar. Aber als es um die Etage und evtl. Vorhandensein eines Fahrstuhls ging, wurde es amüsant. Ich wohne im 3. OG und das war der Dame dann wohl doch zu hoch. Sie erklärte mir das mit ihren Kniebeschwerden. Ich weiß zu gut, dass es Leute gibt, die beispielsweise in 5-Geschossern wohnen, in denen es ebenfalls keine Fahrstühle gibt. Was macht die Gute dann? Wird das dann nichts? Schade, ich fand nur die Eine. Falls sich eine Alternative findet, der das Ganze nicht zuviel scheint, bin ich gern offen und zahle lieber für eine Friseurin, die wirklich Lust hat.

Und nun habe ich ein paar Aufschnapper parat. Zuerst einen, der meine Augenbraue hochschnellen ließ: Wenn ein österr. Sender das Wahlergebnis der „Nationalratswahl“ verkündet, habe ich irgendwie im ersten Moment ein Bild vor Augen, auf dem sich jemand eine „Gemösebröhe“ schmecken lässt. Olala, nun gut.
Nun zu lustigen Sachen: Wenn das Weiblein hinter der Tastatur nicht schlafen kann, bleibt es eben wach und schaltet sich das Radio an. Nach einigen guten Titeln und etlichen Tassen Kaffee, wurde plötzlich ein Hörspiel angekündigt. Ich dachte schon, es gäbe sie nicht mehr, aber falsch gelegen. Der Anfang war irgendwie Käse, aber ich lauschte weiter und wurde dann angenehm überrascht. Ich kam vor Lachen und Notieren kaum noch zu dem, was ich eigentlich machen wollte. Ich habe schon verdammt viel Spinnerei gehört, aber das übertraf alles bisher Gehörte. Da wäre beispielsweise eine „Synapsenvernuddlerin“ (sag mir noch mal mehr, die Wortschöpfung wäre neu), die zu einer „Rentenveredlerin“ umschulen soll, um eine Lizenz zu bekommen. Dann vernahm ich auch noch „im verka…*piep* Drecksloch“ und „Sprüche aus der Korinthenka…*noch mal piep* -Bibel“. Irgendwie hätte man das auf meinen derzeitigen Wohnort münzen können.

Da ich zwangsläufig irre viel Zeit habe und kaum etwas verpasse, gibt’s mal wieder fast Frisches aus der Werbewelt….*tadaaa* der Werbeblock (Ihr könnt ja auch „Nase pudern“ gehen).
Die Modekette, deren Gesamtwarenwert laut einiger Juxbildchen zwischen 40 und 50 Euro liegt, hat die kreischend fiepsende Trine endlich weggelassen oder diese hat sich selbst verdünnisiert, keine Ahnung. Aber das Gesinge ist mir weit lieber als diese unangenehm prägnante Stimme, der wohl kaum jemand abkauft, dass sie so etwas ernsthaft tragen würde. Auf dem sozialen Netzwerk bewirbt der Versand, bei dessen Lieferung man bitte kreischen mag, mit Stiefeln. Abgebildet waren Latschen und man findet, dass jetzt der Herbst kommen kann. Guten Morgen!

In diesem Sinne: vergoldet Euch wieder den Oktober oder wasweißich, trinkt oder esst ordentlich Heißes, Süßes am besten mit Chili, das zaubert Gesichtsfarbe. Das weiß ich aus Erfahrung und stellt Euch vor, man schafft es in diesem Ort (oder siehe Hörspiel) dann auch mal, die Mundwinkel zu heben.