Justin-Bieber-Pflaster und „Schmollbraten“

Prosit Neujahr oder so ähnlich wünsche ich auch jetzt nochmals. Nun, der Winter schien mild zu bleiben, wären da nicht die Prognosen, es gäbe demnächst Schnee. So melden es jedenfalls die vielen Sprecher des Herrn P. Vielen Dank, das Gröbste habe ich ja fast geschafft. Bitte die kommende Woche noch warten, denn da stehen noch einige Termine an, Danke. Und meine Wette scheint ja aufzugehen, dass der Winter etwa Mitte Januar so richtig reinhaut, mal sehen wie lange. Ich tippe auf Anfang März.

Als würde es nicht reichen, futsche Füßchen zu haben, kam endlich das lang besprochene Ausschnibbeln zweier Leberflecken (vorerst!) dran. Klar hatte ich ein bisschen Muffensausen davor, aber alles rosa, es juckt nur halt ganz schön. Wer so etwas also noch vor sich und einen guten Hautarzt bzw. gute Hautärztin, muss nix fürchten. Der Pieks zur Betäubung ist etwas unangenehm, ganz klar, der Rest ist nix weiter. Allerdings war ich mal wieder sehr glücklich, dass die Augäpfel angewachsen sind. „Merken Sie, dass ich schon schneide?“ 😯 dann wird alles mit Kompressen gut verklebt und es geht nach Terminvereinbarung für Verbandswechsel und Fäden ziehen nach Hause. Ich habe schon einmal angemerkt, dass man an meinen Tanzkünsten nicht zweifeln sollte, so was geht auch prima, ohne die bösen Füßchen zu belasten. Entspannt einschlafen ist eine Sache für sich, wenn man sich durch die Fußschmerzen den Schlaf auf dem Rücken angewöhnen muss, nun aber nicht kann, da zwei böse kleine „Löcher“ sind. Als ich mir in der Apotheke dennoch vorsorglich ein paar größere Pflaster kaufte, musste ich draußen schon wieder bist zu den Ohren grinsen. Ich habe ja wieder so dummdrollige Püppis als Hauptdarstellerinnen meines Kopfkinofilms vor Äuglein. „Gibt’s keine coolen Pflaster mit Aufdruck wie Justin Bieber oder so?“ . Reicht da nicht mehr die „Modefarbe“ „Betaisodonarot“ aus?

Apropos Kino: Nun wird ja der Film „Der Medicus“ groß beworben. Im „Spiegel“ (danke liebe Arztpraxis!) stand eine gut verfasste Vorstellung des Films. Aber es wird während der kurzen Beschreibung der Handlung auch einiges treffend zum Ausdruck gebracht. Ich kann leider nicht zitieren, aber sinngemäß hieß es, dass durch Berührung auch ein Stück zur Heilung beigetragen wird. Es geht nicht ums Grabschen sondern um beruhigende Gesten, die eben nicht anzüglich sind. Kommt dann auch noch fachliche Kompetenz dazu, ist alles prima. Wer übt seinen Beruf noch so aus? Schnellabfertigung ist die Devise und man kann es nur selten Behandlung nennen. Ich glaube, ich werde mir den Film mal ansehen. Es soll laut Beschreibung keine „Mittelalterromantik“ aufkommen oder irgendeine rosafarbene Medizinwelt wie in irgendwelchen billigen Serien der öffentlich rechtlichen Sender.

Natürlich darf die Befriedigung des Verbraucherherzchens nicht vergessen werden. Daher präsentiere ich natürlich wieder den Werbeblock. Neulich erinnerte mich ein guter Freund an einen wirklich putzigen TV-Spot. Wie Ihr seht, gibt’s sogar auch hierfür tatkräftige Unterstützung. Vielen Dank auch nochmals auf diesem Wege. Es dürfte eine bekannte Situation sein: Wir sehen ein junges Paar in einem Ford (glaube ich) und sie diskutieren über ihre Eltern. Sie kritisiert ihn, dass er genauso reagieren würde, wenn sie zu spät zum Rollbraten seiner Eltern kämen. Der junge Mann erwidert, dass die Eltern seiner Partnerin auch schon recht komisch drauf wären. Natürlich schmollt das Weibchen darüber. Wir sehen das Jungchen dann eine SMS tippen, welche aus dem Lautsprecher im Auto verlesen wird. „Es tut mir leid, mein kleiner Schmollbraten“ tönt es. Beworben wird also mitunter die nun irre neue Technik, dass man zum Nachrichtenlesen nicht mehr aufs Handy gucken muss, sondern sie vorlesen lassen kann, was allerdings sehr emotionslos klingt, wie jede solcher Funktion auch. Sie muss dann doch lachen und alles ist wieder gut. Wirklich niedlich. Nach einem bekannten Titel rockende Hühner sehen wir in einer Benz-Werbung. Allerdings habe ich es nur zweimal gesehen und so kann ich immer noch keinen Sinn daraus erkennen. Aber nicht übel gemacht. Und da die Erkältungszeit ja noch immer Hochzeit hat, sehen wir noch immer Spots, die uns bildlich demonstrieren, wie schön der Schleim aus den Bronchien gelöst wird, wenn man Erkältungsmittelchen A oder B hat. Passend dazu las ich in einer Apothekennachschmeißzeitung, dass diese Kombimittelchen nicht das Beste wären. Eher sollte man sie anders kombinieren und daher einzeln kaufen.

In diesem Sinne: Jungs und Mädels, mottet die Wintersachen lieber noch nicht ein, auch wenn uns schon der Frühlingswahnsinn packt. Allerdings bin ich noch ein Stückchen wahnsinniger, dass ich schon Kurzarmshirts bereitgepackt habe. Irgendwie betätige ich mich mit den Stützen so „sportlich“ dass ich bei der Ankunft beim Doc gut durch bin und mich flink frisch machen muss. Allerdings passe ich schon hübsch auf, dass ich keine Erkältung bekomme, da ich meinen Rekord von 2 Jahren ohne Schnupfen und etliche Jahre ohne richtige Grippe mit Fieber und allem drum und dran geschafft habe. Über 12 Jahre ohne Krankenschein habe ich geschafft und nun holt mein Körper leider alles nach. Aber ich nutze die Zeit, auch parallel alles hinter mich zu bringen, was auch die Hautgeschichte betrifft, damit ich dann wieder nach Genesung lange fit bleibe und wieder einsatzfähig bin. Es hibbelt ja schon so lange heftig!

Prost Multivitaminkrams 😀

Wintersport, Völlerei oder Böllerei …

Huiui, es wird aufregend, vor allem beim Einkauf. Wenn der Jahreswechsel bevorsteht, werden die Leute ungemütlich, wenn alles nicht so fix geht, wie sie es gern hätten und schimpfen auch noch herum: „An Krücken laufen aber böllern wollen!“. Na und? Die eine Batterie krieg ich noch auf die Reihe, einen Kindersekt anheben und gut ist. Fast passenderweise gab es heute Abend schon „zerbombtes Huhn“ mit Reis, so zur Einstimmung. Und mal sehen, wie viele die sich über „Armut“ beschweren die Taschen mit Knallzeug vollhauen und herumknallen, schon jetzt ballert es kräftig.

In den Börsen bzw. Flohmärkten geht es immer noch heiß her, womöglich sind noch nicht alle Geschenke verkauft *hüstel*. Nee, ich verkaufe immer noch nix, da es für mich einen ideellen Wert hat. Aber ich grabsche schon wieder in Sachen Klamotten zu, auweia! Mehr Schrank bitte! Aber da die „gefährliche“ Seite pinterest.com ja etliche Inspiration bietet, nutzt man Naturmaterialien für den „begehbaren Kleiderschrank“, der sich füllt.

Wenn die Docs keine Lust haben, mir wenigstens 5 Minuten einen Befund zu übersetzen, dann muss man sich eben eine Alternative greifen. Eine Freundin mit medizinischen Kenntnissen hat ihn mir schon übersetzt und nun habe ich eine Seite empfohlen gekriegt, auf der ich ebenfalls die Möglichkeit habe. Die Seite hat auch einen schnell zu findenden und leicht merkbaren Namen: washabich.de Zur Übersetzung des Befundes wir sehr viel mehr zu den jeweiligen Körperteil (in meinem Falle die Füße) erklärt und wie es normalerweise sein müsste. Auch das MRT wird genauer erläutert als auf den Einwilligungsbögen. Große Klasse und das kostenlos. Allerdings freut man sich dort berechtigt über Spenden. Ich werde es ebenfalls tun, denn mich hat es überzeugt, nachdem ich es getestet habe. Aufgrund des Andrangs wird auch um Verständnis gebeten, sich zu gedulden. Ich hatte Glück und ich hatte am nächsten Tag meine Übersetzung.

Und was gibt’s nun zum Jahreswechseltag? Richtig, Käsesalat! Ich bin eingeladen und bringe natürlich was mit. Außerdem brauche ich dann nicht aufzuräumen, wie schön 😉 weder vorher noch nachher. Vom Wintersport mit Ordnungssystemen habe ich erstmal genug.
So, der gefragte Salat wird wie folgt zubereitet, falls ihr ihn auch mal testen wollt: für etwa 4 – 6 Personen fallen eine Packung „Emmentaler“ (in so einem Käseblock, wo ein Mann mit Horn auf der Verpackungsfolie abgebildet ist), eine kleine Dose Mandarinen und einen Becher creme fraiche classic (der mit Kräutern trägt zu sehr auf und passt nicht zu den Mandarinen) an. Der Käse wird gewürfelt, der Saft der Mandarinen wird in einem Becher abgefangen, die Mandarinen und creme fraiche werden mit dem Käse verrührt. Und nun kann der Becher creme fraiche ein wenig mit Mandarinensaft gefüllt, verschlossen geschüttelt werden und dann für die cremige Konsistenz über den Salat gegeben. Somit ist der Becher sauber und etwas Mandarinensaft dabei. Der restliche Mandarinensaft kann in die Bowle gegossen werden oder *Prost*. Wenn das Ganze schön im Kühlschrank durchgezogen ist, guten Appetit und hoffentlich begeisterte Esser.
Und wer denkt, dass ich mich zum Tänzchen nicht bewegen kann, falsch gedacht. Dem Erfinder des „Ententanz“ bin ich verdammt für das Training der Popo und Oberschenkelmuskulatur (die ich wieder aufbauen muss) dankbar. Ich muss dabei nämlich nicht laufen, nur ein wenig stehen. Ich packe es zumindest die etwa 3 Minuten, einen Ententanz hinzukriegen. Danach muss ich wieder pausieren aber es wird ja auch ohne Tänzchen sicher lustig und ich muss die Füße nicht umsonst schonen wegen der Entzündungen und anderem, was mit den Dingern los ist. Aber diesen einen Tanz muss ich mir geben, wie ich mir auch nicht ausreden lasse, eine Böllerbatterie zu zünden, wenn die Ballerei losgeht. Und wer ausgeböllerte Batterien entsorgen möchte, bitte bei mir, ich habe damit einiges vor 😀 Danke.

Und auch zum Jahreswechsel gibt’s fürs springende Verbraucherzchen den Werbeblock: Die schöne Schauspielerin Andie MacDowell achnee, die deutsche Stimme wispert uns, dass sie ja zwar 54 Jahre alt wäre aber dank einem Wundermittelchen mit angeblichen Goldpartikelchen oder so für 10 Jahre jünger durchgehen würde. Hui, sollte ich das Zeug kaufen, um dann wie Ende 20 auszusehen? Nö, ich stehe zu meinem Alter, mit jedem Fältchen und übergetö..äh grauem Haar. Und noch was lässt mich schmunzeln: Wenn das Pop-Lenchen für Tönung und Hautpflegekram wirbt, wird sie wohl selbst die Herrschaften mitreißen, solch Zeug zu kaufen, oder? Also zielgruppengerecht ist die Werbung ja. Manch noch so jungsches Küken hat eben Panik vor dem Altern. Mädels…es wird so oder so kommen, ätsch.

In diesem Sinne: Ich wünsche Euch einen zauberhaften Jahreswechsel und ganz viel Glück und Erfolg im neuen Jahr und meinem schwer kranken Vertrauten wünsche ich vor allem, dass er möglichst beschwerdefrei feiern und weiterleben kann. Nicht umsonst essen wir um die Wette für den „Weltfrieden“. Natürlich ist die Esserei für die Kräfte, die wir brauchen, um alles gut zu meistern. Ich stoße dann mit irgendeinem pervers süßen alkoholfreien Zeug mit und auf Euch an und freue mich auf ein hoffentlich besseres Jahr 2014.
*Prost*

Knieperkohl und erfüllte Missionen (?)

Tja, Weihnachten war schön warm, drinnen wie draußen. Gut, dann sei es drum, dann konnte ich auch an diesen Tagen ein bisschen raus. Und die Nachweihnachtswehen sieht man mitunter in Flohmarktbösen im Net oder in den Geschäften. Es wird fleißig verkauft, eingetauscht und verramscht. Undankbare Leute vermehren sich ja wie sich auch Dummheit und Gier paaren.

Und was gab es bei mir zu Weihnachten? Der Knieperkohl musste bereits gegessen werden, da sonst die Wurst verkommen wäre und dann gab es halt Pellkartoffeln mit Dressing, nein kein Salat. Dann war auch bei mir Bescherung angesagt. Um mich herum gab es ja kein Gewusel, ich war ja allein, bis auf ein paar Stunden nachmittags. Ein Parfüm, ein Tütchen selbst gebackener Plätzchen, Schokolade und einen „Botschafter“. Der war ja neckisch. Ein in einer hübschen Schachtel verpackter kleiner Weihnachtsmann. Ich tausche oder verramsche keine Weihnachtsgeschenke, ich freue mich wie Bolle über die liebevoll verpackten Geschenke und vor allem sind sie sehr persönlich, nicht irgendwas. Ich hätte maximum eine heftig abweichende Konfektions- oder Schuhgröße einzutauschen versucht.

Apropos Schuhe: Inzwischen ist ein paar Winterschuhe aufgewertet worden. Nicht nur Sohlenversteifung, nein auch Profil ist gemacht worden. Und die Einlagen bringen schon ein komisches Gefühl. Man rollt fast von allein ab, daher auch „Abrollhilfe“. Der nächste Kurzmarsch wird also ohne Stützen erfolgen.

So und jetzt ein kleiner Lacher dazu: Der herbei geschriene Mindestlohn ist jetzt doch schon bei den Fiseursalons angekommen. Und jetzt der Knüller, den wir uns Zweifler schon dachten. Es wird bejammert, dass es teurer wurde. Hey, ein Wunder! Und eine jammert sogar herum, dass es ja seit 20 Jahren zu teuer ist und sie seit dem Salons meiden würde. Meine Gegenfrage ob ihr Einkommen seit 20 Jahren auch so geblieben ist, blieb noch unbeantwortet. Dann bin ich ja mal gespannt, wie die Roten in der roten Stadt jetzt argumentieren wollen, dass gewisse Aufwandsentschädigungen nicht besser in andere und höhere Einkommensform umgewandelt wird und man das Ganze gerecht regelt. Und jetzt der Haken an der Sache: ohne die Nächstenliebe heuchelnde Gewerkschaft. Wer fordert, muss auch die Konsequenz sehen, die vorausgesagt wurde. Alles eben nur Makulatur.

Und Apropos „grenzenlose Nächstenliebe“: Und ein großes Tamtamessen gab es, wie ich bereits vermutet hatte auch. Man feiert sich also damit, Migranten oder „Bedürftigen“ eine Freude zu bereiten. Ich kaufe diese grenzenlose Nächstenliebe nicht ab! Wenn ich anderen wirklich eine Freude machen will, dann mach ich das A aus eigenen Mitteln und B ohne auf andere Art und Weise mitzuprofitieren. Ich muss also keine Mission erfüllen und mich sogar Leuten mit anderer Religion anbiedern oder Stimmen für die nächsten Wahlen fangen. Diese haben nun mal eine andere Religion und das ist auch völlig in Ordnung so. Man wird diese Leute auch mit einem fetten Enten- oder Gänsebraten nicht gewinnen, wenn sie klug sind. Aber für lau gehen viele Leute ja gern essen, verdrängen schon mal gern ihre eigene Religion und fühlen sich dann in einer Verpflichtung. Daher meide ich so etwas, selbst wenn ich am Hungertuch nagen müsste, was man in diesem Land ja nun wirklich nicht muss. Ihr Lieben, wer wirklich Freuden bereiten will, hat keine Hintergedanken und freut sich einfach nur mit, dass man gut getroffen hat.

Und wo wir so schön bei Makulatur sind, habe ich natürlich für das freudig hüpfende Verbraucherherz den Werbeblock: Wenn die schöne Nazan für Haarprodukte wirbt, sieht man ja goldig glänzendes Haar wallen. Weibchen, die wenigstens ein bisschen was im Schädel haben, wissen, wie es um die Einhaltung der Werbeversprechen bestellt ist. Nun kommt der Kracher. Mädels, festhalten, es gibt jetzt die „Wunderampulle“, die die Schäden längerer Zeit (wenn ich recht verstanden habe, 2 Jahre) in einer Minute „repariert“. Mein lieber Scholli, ich bin immer noch dafür, dass es trinkbar wäre, dann könnten es sich einige Mädels einverleiben. Apropos Wundermittelchen. Als doch die Friseurin von dannen ging und ich mein Bad putzte, fiel mir kleines Fläschlein auf. Aha, das ist wohl das Shampoo, welches mir die Flusen reinigte. Ein „Energy-Shampoo“ hats also gerissen. Weiter zu den ulkigsten Spots. Wir erinnern uns an die lustigen Pinguine bei einer Werbung für ein Erkältungsmittel, richtig? Wer jetzt zwei solcher beworbenen Packungen kauft, bekommt eine Zitruspresse gratis dazu. Finde(t) den Fehler.

In diesem Sinne: lasst Euch vom ersten Frühlingswetter nicht täuschen, so schön es auch ist. Mottet lieber noch nicht die dicken Winterklamotten ein, es wird demnächst bis März garantiert noch ordentlich knacken. Im neuen Jahr geht’s weiter mit dem Ärztemarathon, um weiterhin festzustellen, dass die „Halbgötter in Weiß“ schwer an ihrer „Kundenbindung“ arbeiten, ohne dass man irgendwelche Spaßiboni kriegt. Ich muss wirklich mal zusehen, in eine Gegend zu kommen, wo gute Docs sitzen und sich wirklich darum kümmern, herauszufinden, was los ist und entsprechend behandeln, dass ich wieder arbeitsfähig bin und die Lebensqualität auch wieder hergestellt ist.

Prost Kinderpunsch