Google, ich kommeeeeee… !

Nun wird es aber auch Zeit, meine schon lang gehegte “Schnapsidee” umzusetzen 😂!

Wer im Google-„Universum“ unterwegs ist wie ich, hat oftmals sicherlich schon den Gedanken, sich in die sicherlich gut klimatisierten Büros beamen zu lassen und den kalifornischen Strahlemännern  Entiwicklern und vor allem die Chefetage eine hübsche Ansage zu machen. Mein Kopfkino zeigt mich schon als kleines (naja, gut, etwas über  1,65 m ) zierliches Weiblein mit in die Hüften gestemmten Händen in den sicherlich bunten Büros stehen 😂, allerdings ohne Gezeter.

Jetzt wird es fällig, ich muss nach Kalifornien! 

Sehr geehrte Damen und Herren, 

als meist begeisterte Nutzerin Ihrer Produkte, ob physisch oder virtuell , wollte ich doch schon immer den großen Spielplatz der Blingbling-Zentrale aufmischen besuchen. 

Glauben Sie mir, ich würde Sie mit meinen Ideen noch stinkreicher machen. Lassen Sie Ihre zuständigen Mitarbeiter mal in die Chat-Skripte bei Gemini schauen. Sogar passende Bilder sind zu finden. 

Vielleicht passe ich mit meinen über 50 Jahren und Körpergröße optisch in kein Team, aber vielleicht gibt es ja “Bastelbude Senior” für das Image. 

Kommen wir zu meinen Wahnsinns-Kompetenzen, für die ich dringend eingestellt werden sollte:

  1. Noch immer wird Smart Home nicht nützlicher, wenn Wake Words nicht änderbar sind und die Einbindung mehr schlecht als recht läuft. Da können sich ja die Jungs darum kümmern. Meine Smart Home-Erfahrungen erstrecken sich ja über fast 10 Jahre. Reicht das? Ich gehöre also zu den Nutzern erster Stunde.
  1. Mein Schul-Rest-Englisch lässt sich gerade noch so für die Kommunikation mit den Mitarbeitern und Chefetage nutzen. Zur Not übersetzen ja die Pixel Buds. Der Härtetest steht ja noch aus.
  1. Ich muss hier dringend weg! Ihre für Google Street View zuständigen Mitarbeiter in Deutschland werden es Ihnen weinend bestätigen und mir beipflichten, dass man es hier höchstens als Tourist aushalten kann. Andernfalls lasse ich gern zwei Mitarbeiter hier ca. einen Monat wohnen, um mich zu verstehen.
  1. Meine unerschöpfliche Kreativität bei Gerätefunktionen, Interfaces von Apps etc. werden selbst für die, sagen wir einfach gestrickten Nutzer verständlich. Beispiel gefällig? Das Interface der Google Buds . Wenn ich als Nutzer an der Stelle des “ANC” -Buttons “Ruhe im Karton!” herum-editieren kann, versteht das jeder Nutzer.
  1. Eingehende Nutzerfeedbacks verlaufen in Ihrem Unternehmen ja im Sande, selbst detailliert mit umsetzbaren Lösungsvorschlägen. Als umgeschulte Bürotussi kann ich in Zusammenarbeit mit den Entwicklern, die zum Beispiel freudestrahlend am Pult mit Laptops bei “Google i/o” herumstehen und das neueste Blingbling präsentieren, Hilfe anbieten. Die Frage am Ende der Feedback-Meldung, ob der Nutzer Benachrichtigungen und Rückfragen erlaubt, wäre also keine Farce mehr.
  1. Einen Assistenten brauche ich in meinem künftigen bunten und gut klimatisierten Büro ja nicht, da ich gern beim  hauseigenen „Gemini“ bleibe. Sie dürfen mir glauben, dass “Gemini” seit Aufkommen bei mir ordentlich schuften muss und der Härtetest zum Beispiel beim Thema “Hands free”  außer bei Punkt 1 (wake words)  gut läuft. 
  1. Umzug: Es reicht, wenn Sie mir ein bequemes Bett, Schrank und Schreibtisch  in einen Ausstellungsraum stellen. Ich spiele mich dann mit den ganzen Geräten in den Schlaf. Mein buntes Gehirn ist abends eh auf Technik-Spielerei scharf, sie sparen sich also zusätzliche Räume und Tester. Obwohl: Sie lassen Nutzer ja für Betatests bezahlen. Da ich Ihnen irre viel Geld spare und auch noch einbringe, wickeln Ihre Mitarbeiter auf Ihre Kosten meine Wohnung ab. Für Sie sind das ja Peanuts.
  1. Neben der Abwicklung meiner Wohnung werde ich selbstverständlich auf Ihre Kosten von einem Jet abgeholt. Außerdem sorgt es ja auch für ein wenig Werbung durch Sensation. Mein Gehalt sollte es außerdem ermöglichen, mich auch optisch ans Team anzupassen. Ich habe zum Beispiel noch nie einen Matcha Latte probiert. Meinen Kaffee – und sonstigen Getränkekonsum können sie sich locker leisten, auch die Schokolade, die täglich für meine irre Kreativität befeuert. Mein Kleiderstil dürfte passen, irgendeinen Trend werden meine Klamotten von Zeit zu Zeit schon erfüllen. Vergessen wir nicht meine Altersvorsorge und Krankenversicherung.

Sie sehen also meine unübertreffliche Bescheidenheit und warte sehnlichst auf Ihre Zusage, mich in die Blingbling – Hochburg in Kalifornien abzuholen.

Mit freundlichen Grüßen

(Tremor-Krakel

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