Von „kuscheligen“ Schuhen und „Wunderöl“ …

Ochnö, die ersten Minustemperaturen sind angemeldet und ich muss doch sehr bitten! Ich wollte doch den Sommer nachholen. Nun, wegen einzelner Wünsche würden sich seine Merkwürden eh nicht dazu herablassen. Aber probieren kann man es ja, nöch?

Sehr geehrter Herr P. ,
Ihr Sprecher hat Temperaturen von etwa -6°C angekündigt.

Sie erinnern sich sicher an unseren Schönwettervertrag und an unsere Einigung, noch mal Sommertemperaruren zu liefern, da ich sie in den Monaten Juni-August nur eingeschränkt in Anspruch nehmen konnte.

Ich fordere Sie auf, sich an unsere Absprache zu halten und Temperaturen von mindestens 25 °C zu bringen.

Anderenfalls kündige ich die Schönwetterflatrate.

Mit freundlichem Fußkuss….

Abwarten und erstmal Kinderpunsch schlürfen.

So und nun haben wir ja passend zur Jahreszeit ein paar Moderkracher entdeckt. Mädels, was haltet Ihr von lila Boots mit großen Bommeln dran? Ich habe fast langgelegen vor Lachen. Passt prima zu den Ohrenkapuzenjacken. Mein Kopfkino lässt mich mit solchen Schuhen durch die graue Kante laufen und die Blicke der Senioren sind sicher unbezahlbar. Und wenn wir von „kuscheligen“ Schuhen lesen, schüttele selbst ich kichernd den Kopf.

Und kuschelig …äh amüsant ist dann auch wieder ein Artikel über Feng Shui. Jaaha…es braucht ja nicht nur Reichtumsecken, nein auch Doppelbetten, also, wenn man einen Partner sucht. Und man solle sich für eine eventuelle Partnerschaft auch Fächer im Schrank offen lassen. Es würde sich auch positiv auf unser Gemüt auswirken. Und Singles würden dieses positive Gefühl auch ausstrahlen und somit käme es sehr schnell zu den gewünschten Begegnungen. Wovon träumen die Verfasser solcher Artikel eigentlich nachts? Oder ist der Artikel für eine Textbude entstanden? Dass man es ausstrahlt, wie man sich fühlt, ist stinknormal. Und wer äußere Ordnung hat, hat sie auch innerlich und man kann sich tatsächlich selbst „aufräumen“. Aber das wäre dann die Vernunft. Oftmals bringt das Herzchen ja einiges durcheinander. Lassen wir es aber gut sein, genießen das, was wir haben und sei es als Single, na und? Wie hätte eigentlich der Textauftrag ausgesehen? Vielleicht so? „Verfassen Sie einen Text, der Singles ihre Schrankeinrichtung vorschreibt und die Wohnungseinrichtung überdenkt. Schreiben sie schön blumig und mit vielen Füllworten. Überzeugen Sie Zielgruppe, die vorwiegend Frauen sein dürfte, sich schon mal übungsweise einzuschränken. Am Ende sollte die Leserin auch bereit sein, ständig Fußball oder Formel1 zu gucken, um sich daren zu gewöhnen.“

Für Freunde der vergriesgnaddelten deutschen Sprache habe ich aus „Supertalent“ im Halbschlaf folgendes aufgeschnappt: „Es hat mich nicht getoucht“ und „getowd“ . Die Zielgruppe, die es mit Begeisterung wohl jedes WE guckt, wird wohl ähnlich reden.

Für den freudigen Sprung des Verbraucherherzchens gibt’s natürlich wie immer den Werbeblock. Also wenn der gutste Herr Liefers ja bei der Schokimurmelwerbung sehr nachlässt, wird’s bei der Autowerbung umso amüsanter. Man denke an das weiße Fahrzeug und lasse sich fallen *krawumm*. Und es mehren sich auch die Spots für irgendwelche Haarwundermittelchen. Vom „Wunderöl“ bis zum Superrepair. Man könnte mit einer Behandlung mit den Wundermittelchen sogar die Schäden eines halben Jahres reparieren *hey, wow!* Und wenn eine Eni Käse mitbringt, wird gejubelt. Als die große Neuigkeit wird Käse überbacken. Guten Morgen, das macht die halbe Welt längst mit Scheibenkäse der eigenen Wahl. Hat schon jemand das Wort „Bratstartsignal“ gehört? Wenn noch nicht, dann den Spot verfolgen, auf dem ein recht ratloser und ängstlicher Mann vor einer Pfanne steht, weil das Fett spritzen könnte, wenn das Fleisch drauf kommt. Und hatten wir eigentlich schon das Jungchen, welches grübelt, wie ein Flachbildfernseher und andere Geschenke durch den Schornstein kommen könnten und die Eltern auch nicht auswärts shoppen gewesen sein können? Hier wirbt ein Versandhaus mit Geschenkideen, natürlich bequem frei Haus.

In diesem Sinne: lasst keinen Stress aufkommen, dazu ist der ganze Zauber eh zu kurz und man spart unheimlich Zeit und Geld. Von beidem brauchen wir ja sonst nicht wenig. Und wer sich an Reichtumsecken versuchen möchte, ich glaube kaum, dass sich diese mit Rot „aktivieren“ lässt, wie ja in einem Forum aufkam. Prost Kinderpunsch.

Von überforderten Schränken und Marsch in Watteschuhen

Holla, bald wird’s wohl Schnee geben und im Moment versaut mir der Regen meine mühsam zurechtgezwirbelte Frisur. Naja, bald wird die Mütze aus dem Fach genommen und aufs Haupt gezogen, dann ist es eh egal. Mützen sind ja nach wie vor die besten Strubbelfrisurenverstecker.

Inzwischen geht’s mir aber verhältnismäßig besser und ich habe nun endlich gelernt, meinen Füßchen mehr Pausen zu gönnen und sie in dieser Zeit hoch zu halten. Sollte die Besserung tatsächlich an den Antibiotika liegen, dann gibt es den großen Stirnchenklatscher gegen jegliche Mediziner, die das missachteten, was man sie fragte oder auch den Vermutungen (die sich auch bewahrheiteten) keine Bedeutung beikommen ließen. Dann sind die meisten Ärzte wohl kaum mit Kompetenz zu ihrem Titel gekommen. Es mussten schon so einige Titel aberkannt werden. Und ich freue mich wie Bolle, wenn ich endlich fit bin und aus meiner Einöde raus kann, irgendwie droht man zu verkümmern. Los, Füße, werdet schnell wieder gesund, ein halbes Jahr herumliegen und sitzen reicht aus! Ich will endlich wieder richtig ackern können, beruflich wie auch privat.

Wir bekommen nun seit langer Zeit im Net dicke Empfehlungen, wie wir dekorieren könnten oder was wir zu Weihnachten zu kaufen hätten. Mir geht’s am wohl dünnsten Körperteil vorbei. Bald kommen auch wieder Betteleien auf, die man besser ignorieren sollen, da Kinder ja gern als Sozialkeule benutzt werden. Also ist wieder Vorsicht geboten, wenn solche Spenden oder auch andere „erbeten“ werden.

Nachdem ich nun einen Stoffschrank überforderte, indem ich mit ein paar Pullis und Jacken der warmen Saison unterbringen wollte, mussten ja die Bügelstangen des Kleiderschrankes noch mehr aushalten. Allerdings knirschten die Halterungen auch schon, auweia! Merke: weniger Sachen zum Aufhängen kaufen! Ich schielte noch mal auf eine Webseite, die ich schon vor langer Zeit etwas umfangreicher beschrieb und habe entsprechend auch noch ausgemistet. Nicht übel, wirklich. Die „Modeflüsterin“ ist nicht mit irgendwelchen Püppis zu vergleichen oder zu verwechseln, die irgendwelche Teilchen in die Kamera halten. Mädels und vielleicht sogar auch Jungens, guckt mal rein. Das Gestell des überforderten Möbelstücks ist im Keller und erfüllt nun einen anderen Zweck. Billig war der ja nicht! Dank doch noch praktischer Schrank-Systeme ist alles nun gut untergebracht. Aber manche Systeme haben sich, wie ich hier schon beschrieb, als Fluch herausgestellt.

Ha und ich habe in meinem Leben zum ersten Mal eine Podologin besucht. Hui ich dachte, dass es nie gut gehen würde, da ich A sehr kitzelig bin und B dazu auch noch derzeit sehr schmerzempfindliche Füße habe, irgendwas tut sich da ja noch. Mädels, die das auch noch vor sich haben, dürfen beruhigt sein, alles nicht schlimm, nur das Glattfeilen ist bissel mit Kribbeln verbunden.

Und fürs hüpfende Verbraucherherzchen gibt’s selbstverständlich wieder den Werbeblock: Also die seit Wochen gezeigte Werbung für ein Waschmittel ist ja herrlich. Zwei TV-Geschwister wetten um die Fleckenentfernung mit einem Waschgang. Nun wird als Wetteinlösung eine Woche lang der Lieblingssender der einen gehört. Man hört dann irgendwelche Bumbummusik und sie rockt danach ab. Vor allem sind es immer Gesichtsfünfen (sei es auch nur die Mimik), die die Spots so klasse machen, wie auch bei der Kette, die Lebensmittel „liebt“. Und ein Versandhaus wirbt damit, wie sich klein Jungchen wundert, wo die Geschenke herkommen, wenn die Eltern doch die ganze Zeit präsent waren. Bei einem anderen Waschmittel gibt’s wieder Schleifchen drum, das machts zwar nicht besser, aber vergleichbar hübscher. Und die Schokomurmeln mit den zwei gleichen Buchstaben haben wieder dieselbe Glaubenskrise, die auch der Weihnachtsmann hat. Achja und für klinische Reinheit wirbt man wieder mit Desinfektionszeug. Und Achtung: 99,9 % hey…Wahnsinn! Und ein Telefonanbieter kommt so flach, dass es unter die Tür passt mit Musik und Musiker…., Netz und naa? (Fußballfritze). Auweia! Und beim Anbieter für Internet, Telefon und kostenpflichtiges TV nach Bedarf singt man nun Schlaflieder. Geht auch so ganz prima.

Mädels, Jungs, in diesem Sinne: Werdet zum Schrankflüsterer, damit er nicht zusammenkracht, schont Eure Beinchen und legt sie öfter hoch. Die Füßchen werden es danken. Und wenn der erste Schnee kommt, nicht erschrecken, wir haben ja Winterzeit. Für den Schneedienst ist das Ganze jetzt auch wieder ganz überraschend *hust*. Also, lauft vorsichtig, zieht Euch schön warm an und besorgt euch wie ich schöne watteweiche Stiefel, man läuft wie auf Wolken, sogar mir merkt man darin keine bösen Füßchen mehr an. *Prost Wintertee* (der ist verdammt lecker!)

Von Wahnsinns-Wetter-Mode-Apps bis zu rollenden Füllungen

So, nun wird’s wohl bald winterlich, die dicken fetten Jacken hängen schon parat, die dicksten Schals ebenfalls, achja und wie schon gebracht, gut vorgeknotet. Der Winter kann kommen. Selbst übergroße Schuhe waren ja ein Segen im Versand, aber das hatten wir ja schon. Allerdings male ich mir die Einkaufstortur in der Stadt vor. Ab Größe 42 würde man uns in die Herrenabteilung schubsen. Und heizen müssen wir wohl auch schon. Auweia, wie wird wohl die Abrechnung aussehen. Bei der letzten hatte ich noch Glück.

Schallend gelacht habe ich über die Google-Übersetzung von Beschreibungen einer App, die nicht nur Temperatur, sondern auch entsprechende Empfehlung für Kleidung bringt. „Warum brauchen Sie, um die aktuelle Temperatur wissen? zu wissen, was zu tragen? Climatip empfiehlt was ohne zu schauen aus dem Fenster zu tragen. Die Anwendung bietet Ihnen die aktuellen Wetterbedingungen in einer einfachen und eine benutzerfreundliche Weise. Wir glauben, dass eine Farbe ist genug, damit Sie wissen, was die Temperatur wie das ist.“ Hm, können also sehen, welche Jacke Du frieren oder schwitzen. Noch ein Beispiel gefällig? „Produktbeschreibung] Wie wird das Wetter sein? Was anziehen? Wie würde es aussehen, schön mit? Stadt mit Daren welche Aktivitäten? Wollen Sie kaufen bis zu Menschen mit Kleidung? Mobil „Kleidung Grad“ Tag für Sie, um diese Probleme zu lösen, ein ultra-praktischen „Temperatur mit Anleitung.【Eigenschaften, das Land Wetter; um die Index-Dressing Tipps; Kleid mit intelligenten Empfehlung; die Fashionistas mit der Galerie; mit Rohstoff-Details zu überprüfen; mit den Fingerspitzen leicht kaufen Waren.“
Ich habe beide Apps mal spaßeshalber geladen. Irgendein Spielzeug braucht man ja, um abends im Bette ein bisschen herumzudaddeln. Wer verdammt viele Klamotten hat, wird sich sogar 1:1 so einkleiden können, wie die Apps vorschlagen“. Gut, dann gucken nicht aus Fenster, lieber gucken in Kleiderschrank um sehen, was noch sauber und verfügbar 😉

Beschrieb ich nicht schon mal, wie verrückt im positiven Sinne es ist, im KH einen Kontakt Auge in Auge kennenzulernen, mit dem man sich längst im sozialen Netzwerk ausgetauscht hat? Es gibt nun die vergleichbar tolle Fügung. Um den längeren virtuellen Kontakt live kennen zulernen, musste mir schon eine provisorische Zahnfüllung herausfallen – an einem Samstagabend natürlich! Ich lege mich hin und habe nach kurzer Zeit auf einmal einen Fremdkörper im Mund und holla, es war die Füllung. Also schmiss ich wieder den Rechner an, um nachzuschauen, was ich nun außer dem Notdienst bis Montag machen könnte. Nix! Und holla die Waldfee, meine bis dato noch virtuelle Freundin musste mit dem Kindelein eh auch zum ZA und sackte mich mit ein. Loch gestopft und schade, dass wir uns nicht länger unterhalten konnten, weil sich das Kindelein langweilte. Kann man auch verstehen. Ich wurde auch oft ungemütlich, wenn Eltern oder ein Elternteil mit uns unterwegs waren und immer auch bei Eiseskälte mit einem Bekannten schwatzten, den sie auf der Straße trafen. Inzwischen waren wir gemütlich essen und haben uns in Ruhe unterhalten können. Danke nochmals dafür.

Und hat sich jemand schon mal schriftlich bei einem Arzt bedankt, der eigentlich „nur“ seine Pflicht erfüllte? Ja, eigentlich ist es die Pflicht, wofür sie auch bezahlt werden. Aber irgendwie fühlte ich mich dazu bewogen, es zu tun. Er war bei 3 Stellen der Erste, der auf Blutwerte reagierte und mir ein Rezept für das nötige Medikament ausschrieb und dazu noch (wie ich bereits anführte) endlich auch Gehstützen. Der wird vielleicht Augen machen, wie lange ich die Medikamente schon gebraucht hätte, denn ich sendete einen älteren Befund mit denselben Werten. Ja, manchmal kann man auch einen Arzt als verantwortungsbewusst bezeichnen. Ist das nicht schön? Schade, dass es in diesem Örtchen in jeder Hinsicht gemieden wird.

So und fürs beglückte Verbraucherherzchen gibt’s natürlich den Werbeblock: Erst neulich erinnerte mich ein guter Freund an den Spot für superfeste Klebebänder, die ja einiges Gewicht an der Wand halten soll. Also, bohren oder nicht bohren, das ist die klebrige Frage. Nachdem die gute Frau Katzenberger, wie im letzten Werbeblock beschrieben auch begriffen haben will, wie man Glühlampen entsorgt, habe ich mal danach geschaut. Also hier im Örtchen habe ich noch keine Sammelbox gesehen, oftmals fehlt sogar die für Batterien. Ich gebe dem Örtchen gute 20 Jahre, dann packt man es auch hier in den Geschäften. Irgendwie geht immer mehr der Pfiff in den Spots verloren. Ich denke, man will was verkaufen? Ist ja fast so lahm und so ungewollt wie hier im Örtchen. Am Ende noch wegen Reichtum geschlossen *hüstel*.

In diesem Sinne: Man muss zwar nicht unbedingt krank werden wie in meinem Fall, ich würde jedem allerdings wünschen, liebe Leute unter angenehmeren Umständen kennen zu lernen. Und ja, seid dankbar, wenn man auf einen Arzt stößt, der in seiner Art vielleicht ein bisschen klotzig wirkt, aber dafür Kompetenz und Verantwortungsbewusstsein hat, auf die es ja ankommt. Ich stoße darauf wie gewohnt mit meinem Zaubergetränk an *Prost*