Liebe Bürgerinnen, Bürger, Gen…und überhaupt…,
jetzt wird es ernst! Wir wischen uns die ersten Schweißtropfen mit dem Gedanken auf die Vorweihnachtszeit, die uns mitunter auch Gedränge auf Weihnachtsmärkten und wieder Panflöten-Gedudel an jeder Ecke bescheren.
Für den winterromantischen Zauber werden die Märchenfiguren für den Weihnachtsmarkt in Handarbeit wieder hergerichtet. Hut ab für diese Mühe (ehrlich!).
Und jetzt kommt der Clou: Zur Eröffnung des Märchenmarktes wird lt. Meldung zur bekannten Lasershow sogar der Rathausturm zum Sprechen gebracht. Ich gebe zu, ich musste lachend an unsere Rathausspitze aus Fleisch und Blut denken, die anscheinend nur mit seinen eigenen Interessen zu uns Bürgern spricht und sich nun vom Gestein vertreten lässt – wahrscheinlich für etliche Fototermine. Allerdings müssen dem Rathausturm die Worte in den…Mund… äh ins Bauwerk gelegt werden. Wir kennen es ja auch von unseren Geno..äh einigen Anhängern und finden es einfach nur spannend, wie nun ein Gebäudeturm mit uns kommunizieren wird. Aber wessen Stimme da erklingen wird… werden wir entweder bedingt erkennen (viell. schwäb.Dialekt?) oder noch zu erfahren bekommen.
Weiterhin soll uns mal wieder ein für die meisten hier im Ort erklärt unterhaltsamer Großbeköstiger mit beispielsweise allerhand Heißgetränken und Juchheißa-Musi beglücken. Na, wenn das mal nicht wieder Ärger bringt, da die kleinen Händler ja „darauf angewiesen sind, hier her zu kommen“ und ihnen das mit begleitendem Hohn auch verdeutlicht wurde, dass sie aus sinngemäß wiedergegebenem Grund, „eh wieder kommen werden“. Leider ist die Zeitung mit entsprechendem Artikel längst in der Papierverwertung gelandet und womöglich eine neue Eierpackung.
Aber ist es nicht herzerwärmend? Fehlt eigentlich nur noch die passende Rede zu „Menschlichkeit“ und noch vielen erwärmenden Stichworten mehr, ob irgendwann selbst vorgetragen oder in der Presse veröffentlicht. Und vielleicht kommt es noch dazu, dass dieses Mal unser Kultureller vor lauter Vorweihnachts-Herzenswärme zur Unterstützung des „Immunsyschtems“ Einen (oder mehr) ausgibt oder ausgeben lässt 😉
Ich hätte wohl ernsthaft kandidieren sollen ? (Nein, die Schweißtücher dürfen in der Tasche bleiben)
Meine Zeit der „Integration“ hat ja des Öfteren gezeigt, dass sich etliche gehorsame Einwohner mit kleinen Leckerlies von der einen oder anderen Stelle wieder beruhigen lassen und in diesem Jahr sogar eine Ministerin eine Kuh vom Eis holte. Oder soll ich sagen: Sie streichelte als „Überraschungsbesucherin“ nebst Begleitung wieder ein paar Schäfchenköpfe, um sie für die weitere Leistungserbringung auf der Steppe bei Laune zu halten? Offensichtlich gelang es ja auch ihr wie anderen die Jahre davor. Denn „Im Kapitalismus werden Menschen von Menschen ausgebeutet, im Sozialismus ist es andersherum“ oder so ähnlich heißt es eben.
Apropos Kuh und Eis: Die darauf meist spontan dargebotenen Aktivitäten werde ich mir natürlich nicht entgehen lassen. Eigentlich sind die Pirouetten im Massenbespaßungszelt auch unfreiwillig möglich, aber zumindest unter wärmenden Pilzen. Und wo wir gerade bei „Pilzen“ sind: Wann gibt es denn endlich „Stoff“, der lt. Meldungen legalisiert werden soll? Wir wollen die nächsten Meldungen ja gelassen(er) aufnehmen, oder? Und ein Balkonkasten mit edlem Gewächs reicht nicht für den Bedarf einer Bevölkerung.
Und: Es soll sogar einen Tanz geben. Von wem und für wen? Hat eine gewisse Besetzung nun als Bewegungsübung etwas eingeprobt oder können wir getrost zugucken, ohne den Kindern die Augen erschrocken zuhalten zu müssen?
Natürlich ist wieder ein abschließendes Feuerwerk angekündigt. Denn darin sind „wir“ spitze wie jedes Wochenende.
Lassen wir die besinnliche Zeit auf uns einwirken, ob äußerlich oder innerlich angewendet … *Prost*