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Hilfsmittel oder “Spannerbrille”?

Für offenbar viele Leute beides: Hilfsmittel zum Spannen und das ohne Berücksichtigung der Persönlichkeitsrechte andere Personen ohne ihre ausdrückliche Zustimmung filmen und am “besten” auch noch im Netz auf Social Media teilen.

Ja, spätestens seit der Anzeige durch “HateAid und erhofftes Verbot der sogenannten “Smart Glasses” (smarte Brillen) ist die Diskussion ziemlich erhitzt.

Mindestens 2 Lager kommentieren zum Beispiel bei Facebook herum, die pro und contra Verbot ist.

Hier ist zum Beispiel ein Artikel dazu: “Kein Verbot für Meta-Brillen: Behörde sieht LED-Signal als ausreichend”  heise online https://share.google/lgKIfRcdblsqtIaF4

Nicht nur Heise berichtet darüber. Man darf sich also durch die Tech-Blogs aller Art grasen..

Nun meine persönliche Meinung, völlig unabhängig der Hersteller/ Marken, Preise, Qualität und welche Kaufkriterien auch immer: 

Mein Pro als Hilfsmittel: Stellt Euch vor, Ihr seid im Geschäft, habt schon eine starke Brille und die Schrift auf den Verpackungen ist so klein, dass die klassische Sehhilfe kläglich versagt. 

Geht es nur mir so? Sicher nicht! 

Ich krame also mein Smartphone heraus, fotografiere und lade es bei Gemini hoch, der mir das auf meine Bitte hin vorliest und bei Fremdsprache auch übersetzt. Um das Umfeld nicht zu stören, lasse ich mir über die TTS-Sprachausgabe den Text vorlesen. 

Natürlich könnte ich auch in den Live-Modus gehen, die Kamera drauf halten und zum Beispiel Gemini liest es mir direkt vor, selbstverständlich  über die Kopfhörer. Schließlich bin ich ja nicht wie viele andere Kunden, die lautstark in Geschäften telefonieren oder Sprachnachrichten in den Messenger brüllen. Ich nutze also so oder so die Kamera in Richtung Regal wegen des Produktes, um das es ja gehen soll. Ist es abgeschlossen, Kamera aus, wenn ich im Live-Modus war und gut ist. Niemanden fotografiert, gefilmt oder was auch immer. 

Natürlich bin ich schon mehrere Male angesprochen worden, warum ich so viel fotografiere. Also erkläre ich meine Situation und reiche noch den Satz nach: „Sie können natürlich während meines Rundganges jede Verpackung vorlesen, wenn mich ein Produkt interessiert und ich zum Beispiel technische Daten für meine Kaufentscheidung brauche!”

Darauf hat das Personal natürlich keine Lust. 

Da wäre zum Beispiel so eine smarte Brille nicht übel. Nicht nur in Geschäften, in denen ich mühsam winzige Schrift mit Lupe ablesen musste oder seit der Ki-Nutzung eben vorlesen/ übersetzen lassen kann. 

Wer verantwortungsvoll mit solchen “Geräten”, was es letztendlich ja ist, umgeht, die Persönlichkeitsrechte anderer Menschen respektiert und im öffentlichen Raum und sei es auch der Gang im Supermarkt, wird mit diversen anderen Leuten offenbar in einen Topf geworfen. Seien es die Spanner oder zum Beispiel Jugendliche, die ihre ach so “coolen” Kunststücke mit dem Bike, Skateboard oder was auch immer mittels Brille samt vorbeigehender Passanten filmen und das Video oder die Fotos ohne entsprechende Bearbeitung (Personen aus Bild und Video per KI entfernen) ins Netz stellen. Die einzige Bearbeitung wird wohl nur darin bestehen, die Bilder und Vidieos noch spektakulärer wirken zu lassen, statt Persönlichkeitsrechte anderer zu wahren. Auch gedankenloses Handeln hat die gleiche Wirkung wie bewusstes Filmen und Fotografieren anderer Personen.

Beim eigenen Datenschutz und Persönlichkeitsrechten sind alle recht empfindlich, wenn auch zurecht. Aber mit den gleichen Rechten anderer Menschen nehmen es viele Leute leider viel zu locker.

und dann wären wir ja beim …

Kontra: Da die LEDs der Brillen offenbar so klein sind, dass es Außenstehende kaum sehen, dass die Kamera gerade für Foto oder Video genutzt wird, ist es natürlich m.E. fatal, nicht entsprechend reagieren zu können. Zum Beispiel auffordern, die Kamera von mir weg zu halten. 

Oftmals lese ich sogar, dass in Schwimmbädern oder Stränden Leute gefilmt werden. 

Absolut daneben, unabhängig der Gesetze!

Würden die Hersteller der Brillen die LEDs noch viel größer einbauen, sodass man es schon aus größerer Entfernung sehen würde, rechne ich auch mit Umsatzeinbrüchen. Und ich bin kein Marketing-Spezialist. Daran sind Hersteller natürlich nicht interessiert.

Welche Zielgruppe würde LEDs so groß wie nur möglich wollen oder zumindest akzeptieren? Genau, die Leute, für die diese Brillen ein Hilfsmittel wären und verantwortungsbewusst damit umgehen und die Persönlichkeitsrechte/ Privatsphäre anderer Menschen respektieren würden, wie ich schon oben ansprach.

Ich bin persönlich für einen verpflichtenden, einheitlichen Licht-Code für alle Smart Glasses: Eine weiße LED signalisiert den Standby-Modus, eine rote LED warnt deutlich vor einer laufenden Videoaufnahme und eine grüne LED zeigt an, wenn das Mikrofon aktiv ist. Nur wenn diese Signale aus größerer Entfernung eindeutig erkennbar sind, können wir die Brücke zwischen nützlichen Hilfsmitteln und dem Schutz der Persönlichkeitsrechte schlagen. Hersteller müssten hier endlich den Mut haben, die Privatsphäre über das Designkonzept zu stellen.

Unterm Strich sind wir wieder bei der Transparenz, die leider zu viele Leute nicht mögen. Technologie soll nützen und zwar ohne anderen Menschen zu schaden! In Zeiten, in denen jeder kleine Inhalt im Netz erscheint, ob erlaubt oder nicht, wird zurecht immer mehr Diskussion aufkommen und leider sicherlich auch Verbote. 

Es ist ja nicht das Internet, die KI, die Brille oder sonstige Gadgets, es sind die Nutzer. Ich erkläre es immer gern mit dem Hammer: Es ist ein Werkzeug, mit dem ich etwas aufbauen/ erschaffen kann oder jemanden verletzen und Dinge zerstören könnte. Es liegt am Nutzer! 

Ich erhoffe mir kein Verbot, sondern ein gründliches Nachdenken über eine Lösung wie zum Beispiel weit größere LEDs , die über alle Marken einheitlich auch über gewisse Entfernung deutlich erkennbar anzeigen, ob gerade eine Aufnahme läuft, ob ausschließlich Ton oder auch Video und Foto. 

Gegen sicherlich geringfügig einbrechende Absatzzahlen wird viel viel mehr ein mögliches Verbot für völlig einbrechende Verkäufe sorgen. Noch ist kein Verbot geplant, zumindest lt. Artikel.

Aber wer weiß, ob viele Leute die missbräuchliche Nutzung solcher Brillen etc. noch für eine Konsequenz namens Verbot sorgen, zulasten der Menschen, die sich nicht so verantwortungslos verhalten.

Google, ich kommeeeeee… !

Nun wird es aber auch Zeit, meine schon lang gehegte “Schnapsidee” umzusetzen 😂!

Wer im Google-„Universum“ unterwegs ist wie ich, hat oftmals sicherlich schon den Gedanken, sich in die sicherlich gut klimatisierten Büros beamen zu lassen und den kalifornischen Strahlemännern  Entiwicklern und vor allem die Chefetage eine hübsche Ansage zu machen. Mein Kopfkino zeigt mich schon als kleines (naja, gut, etwas über  1,65 m ) zierliches Weiblein mit in die Hüften gestemmten Händen in den sicherlich bunten Büros stehen 😂, allerdings ohne Gezeter.

Jetzt wird es fällig, ich muss nach Kalifornien! 

Sehr geehrte Damen und Herren, 

als meist begeisterte Nutzerin Ihrer Produkte, ob physisch oder virtuell , wollte ich doch schon immer den großen Spielplatz der Blingbling-Zentrale aufmischen besuchen. 

Glauben Sie mir, ich würde Sie mit meinen Ideen noch stinkreicher machen. Lassen Sie Ihre zuständigen Mitarbeiter mal in die Chat-Skripte bei Gemini schauen. Sogar passende Bilder sind zu finden. 

Vielleicht passe ich mit meinen über 50 Jahren und Körpergröße optisch in kein Team, aber vielleicht gibt es ja “Bastelbude Senior” für das Image. 

Kommen wir zu meinen Wahnsinns-Kompetenzen, für die ich dringend eingestellt werden sollte:

  1. Noch immer wird Smart Home nicht nützlicher, wenn Wake Words nicht änderbar sind und die Einbindung mehr schlecht als recht läuft. Da können sich ja die Jungs darum kümmern. Meine Smart Home-Erfahrungen erstrecken sich ja über fast 10 Jahre. Reicht das? Ich gehöre also zu den Nutzern erster Stunde.
  1. Mein Schul-Rest-Englisch lässt sich gerade noch so für die Kommunikation mit den Mitarbeitern und Chefetage nutzen. Zur Not übersetzen ja die Pixel Buds. Der Härtetest steht ja noch aus.
  1. Ich muss hier dringend weg! Ihre für Google Street View zuständigen Mitarbeiter in Deutschland werden es Ihnen weinend bestätigen und mir beipflichten, dass man es hier höchstens als Tourist aushalten kann. Andernfalls lasse ich gern zwei Mitarbeiter hier ca. einen Monat wohnen, um mich zu verstehen.
  1. Meine unerschöpfliche Kreativität bei Gerätefunktionen, Interfaces von Apps etc. werden selbst für die, sagen wir einfach gestrickten Nutzer verständlich. Beispiel gefällig? Das Interface der Google Buds . Wenn ich als Nutzer an der Stelle des “ANC” -Buttons “Ruhe im Karton!” herum-editieren kann, versteht das jeder Nutzer.
  1. Eingehende Nutzerfeedbacks verlaufen in Ihrem Unternehmen ja im Sande, selbst detailliert mit umsetzbaren Lösungsvorschlägen. Als umgeschulte Bürotussi kann ich in Zusammenarbeit mit den Entwicklern, die zum Beispiel freudestrahlend am Pult mit Laptops bei “Google i/o” herumstehen und das neueste Blingbling präsentieren, Hilfe anbieten. Die Frage am Ende der Feedback-Meldung, ob der Nutzer Benachrichtigungen und Rückfragen erlaubt, wäre also keine Farce mehr.
  1. Einen Assistenten brauche ich in meinem künftigen bunten und gut klimatisierten Büro ja nicht, da ich gern beim  hauseigenen „Gemini“ bleibe. Sie dürfen mir glauben, dass “Gemini” seit Aufkommen bei mir ordentlich schuften muss und der Härtetest zum Beispiel beim Thema “Hands free”  außer bei Punkt 1 (wake words)  gut läuft. 
  1. Umzug: Es reicht, wenn Sie mir ein bequemes Bett, Schrank und Schreibtisch  in einen Ausstellungsraum stellen. Ich spiele mich dann mit den ganzen Geräten in den Schlaf. Mein buntes Gehirn ist abends eh auf Technik-Spielerei scharf, sie sparen sich also zusätzliche Räume und Tester. Obwohl: Sie lassen Nutzer ja für Betatests bezahlen. Da ich Ihnen irre viel Geld spare und auch noch einbringe, wickeln Ihre Mitarbeiter auf Ihre Kosten meine Wohnung ab. Für Sie sind das ja Peanuts.
  1. Neben der Abwicklung meiner Wohnung werde ich selbstverständlich auf Ihre Kosten von einem Jet abgeholt. Außerdem sorgt es ja auch für ein wenig Werbung durch Sensation. Mein Gehalt sollte es außerdem ermöglichen, mich auch optisch ans Team anzupassen. Ich habe zum Beispiel noch nie einen Matcha Latte probiert. Meinen Kaffee – und sonstigen Getränkekonsum können sie sich locker leisten, auch die Schokolade, die täglich für meine irre Kreativität befeuert. Mein Kleiderstil dürfte passen, irgendeinen Trend werden meine Klamotten von Zeit zu Zeit schon erfüllen. Vergessen wir nicht meine Altersvorsorge und Krankenversicherung.

Sie sehen also meine unübertreffliche Bescheidenheit und warte sehnlichst auf Ihre Zusage, mich in die Blingbling – Hochburg in Kalifornien abzuholen.

Mit freundlichen Grüßen

(Tremor-Krakel

Großkonzern oder Kita? ;-)

Irgendwie war das schon lange mal fällig 😂!

Man stelle sich ein Kleinkind vor, welches ständig Kllötzchentürme baut, es stolz präsentiert, dann aber wieder freudig einreißt.

Und dann noch mehr Klötzchentürme, optimieren, etwas Blingbling wie Lichterketten oder anderes Glitzerzeug, die Ergebnisse allen freudig präsentieren und wieder mit dem Fuß oder der Hand einstürzen lassen. 

Nun dürfen die Kinder und Erzieher/ innen immer mehr neue Türme und andere Bauten gegen Taler und Kekse bestaunen und testen, ob und wie gut die Anbauten so funktionieren.Viele „Bauwerke“ ähneln oder gleichen sich sogar. Einen bestehenden Turm optimieren? Nö, neu bauen! Neue Tests lässt sich Kindchen ja wieder in Talern bezahlen. 

Der Test: Lichterkette drum herum läuft. Aber irgendwie flackert sie. Fehlersuche und Feedback folgen. Kindchen zuckt ungerührt und stumm mit den Schultern. Die Kekse sind ja schon fast verdaut und die Taler in der Tasche 🤷. 

Und jetzt lassen wir mal die ganze Gruppe so agieren 😀

Beim Kindchen denken wir voller Verständnis: Geschäftstüchtig, der/ die Kleine 😂!:“Naja, es lernt dadurch, ist stolz und hat Spaß dabei.” 

Würde der Kreis der staunenden Kinder in der Gruppe nebst Erzieher tatsächlich Geld dafür bezahlen? Nö, oder?

Bei Google klappt das 😉